Krefeld Pinguine: Der Angriff wird runderneuert

Die Personalplanungen nehmen Fahrt auf : Pinguine: Der Angriff wird runderneuert

Die Last des Toreschießens soll nicht mehr nur auf den Schultern der ersten Sturmreihe liegen. In der zweiten Reihe sollen drei Kontingentspieler aus Übersee auflaufen. Die Vertragsverlängerung mit Travis Ewanyk bahnt sich an.

Die Krefeld Pinguine werden mit einem runderneuerten Angriff in die kommende DEL-Saison gehen. Die ganze Last der Torerzielung lastete in den vergangenen Jahren immer nur auf eine Sturmreihe. In der Saison 2017/18 waren dafür Daniel Pietta, Dragan Umicevic und Marcel Müller verantwortlich. Zuletzt waren es Jacob Berglund, Chad Costello und Daniel Pietta. Diese drei Spieler erzielten 64 der insgesamt 141 Treffer. Mit 32 Toren wurde der Schwede sogar Torschützenkönig der DEL. Während Costello und Pietta auch in der kommenden Saison für die Schwarz-Gelben auf Torejagd gehen, ist die Zukunft von Berglund noch offen. Er liebäugelt wohl mit einem Wechsel in seine schwedische Heimat oder es zieht ihn in die Schweiz, wo er bereits vor seinem Gastspiel in Ingolstadt aktiv war. Es gibt aber auch noch Hoffnung, dass Berglund in Krefeld bleibt. Die Chancen sollen derzeit 50:50 stehen.

Für den Fall, dass er die Pinguine verlässt, muss natürlich Ersatz her. Ein Kandidat könnte Jeremy Welsh sein, der in der vergangenen Saison in 26 Spielen für die Grizzlys Wolfsburg sieben Treffer erzielte und elf vorbereitete. Welsh soll im vergangen Sommer schon mal ein Thema an der Westparkstraße gewesen sein, als sein Vertrag in Düsseldorf nicht verlängert wurde. Er war im Sommer 2017 aus Bremerhaven zur DEG gewechselt.

 Für den zweiten Sturm sind nach Informationen unserer Zeitung drei neue Kontingentspieler aus Übersee geplant, von denen aber zwei schon Erfahrung in Europa haben sollen. Einer war wohl schon in Schweden aktiv, ein anderer in der KHL. Vinny Saponari und Martin Schymainski sind Kandidaten für die dritte Reihe. Hierfür soll dann noch ein neuer Center her. Wie aus Köln zu hören war, soll es sich um Kai Hospelt handeln, der seinen auslaufenden Vertrag bei den Haien noch nicht verlängert hat. Ebenfalls an der Angel der Pinguine soll sich Laurin Braun aus Ingolstadt befinden. Bei Braun handelt es sich um einen kampfstarken Außenstürmer, der auch in Unterzahl seine Qualitäten hat. Dass diese beiden DEL erfahren Angreifer bei den Pinguinen ganz oben auf dem Zettel stehen, dafür spricht auch, dass sich Sportdirektor Matthias Roos einige der Play-off Spiele zwischen diesen beiden Mannschaften vor Ort angesehen hat. Zuletzt noch das Spiel sieben am Sonntag, bevor er sich auf den Weg nach Herne zum Spiel des Kooperationspartners gegen Peiting machte. Braun dürfte für die vierte Reihe geplant sein. Seine Mitspieler könnten Travis Ewanyk, dessen Vertragsverlängerung kurz bevor stehen soll, Niklas Postel oder auch Philip Kuhnekath und Arturs Kruminsch heißen. Bei Kuhnekath dürfte die Vertragsverlängerung nur Formsache sein. Über Kruminsch war zu hören, dass er sich von seiner sehr schweren Erkrankung gut erholt hat und die Verantwortlichen ihm den Sprung in die DEL zutrauen.

Für die Abwehr haben die Pinguine bereits fünf Spieler mit DEL-Erfahrung unter Vertrag. Sportdirektor Matthias Roos hatte vor einigen Wochen durchblicken lassen, dass Verteidiger Nummer sechs nicht das Ausländerkontingent belastet. Das trifft auf Kevin Schmidt zu, der in den vergangen beiden Jahren in Iserlohn spielte und früher bereits gemeinsam mit Pinguine Trainer Brandon Reid für die Hamburg Freezers in der DEL spielte.

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