Freitag in Wolfsburg Das Spiel der Krefeld Pinguine fällt aus

Krefeld · Das Team der Grizzlys, inklusive Trainer- und Betreuerstab, befindet sich wegen positiver Corona-Tests in Quarantäne. Stürmer Alexander Blank fliegt Samstag von Kanada zurück nach Deutschland.

 Torwart Nikita Quapp steht wieder zur Verfügung.

Torwart Nikita Quapp steht wieder zur Verfügung.

Foto: Lammertz, Thomas (lamm)

(hgs/JH) Durch die Verlegung des Heimspiels gegen Iserlohn mussten die Pinguine am Mittwoch tatenlos zusehen, wie sie in der Tabelle von den Bietigheim Steelers durch deren 4:3-Heimsieg gegen Köln vom 12. Platz verdrängt wurden. Der Aufsteiger, zweifelsohne aktuell die Mannschaft der Stunde in der DEL, ist am Sonntag (17 Uhr) in der Yayla-Arena zu Gast. Zuvor sollten  die Krefelder am Freitag in Wolfsburg beim Tabellenzweiten antreten, wo die Trauben für die Schwarz-Gelben seit 2015 ziemlich hoch hängen. Doch am Donnerstagabend um 19.33 Uhr mussten die Grizzlys das Spiel absagen und verlegen. Einige Spieler des Teams sind positiv auf Covid-19 getestet worden.

Nachdem die Absage des Iserlohnspiels feststand, war Igor Zakharkin am Dienstag gleich zur Vorbereitung auf das Duell gegen die Grizzlys übergegangen und setzte eine Übungseinheit mit hartem Zweikampftraining aufs Programm. Mittwoch stellte er sein Team in Spielform auf die erste Auswärts-Begegnung des Jahres ein. Am Donnerstag wurde im taktischen Bereich und am Über- und Unterzahl-Spiel gearbeitet.

Ganz umsonst war das trotz der kurzfristigen Absage der Wolfsburger natürlich nicht. Denn am Sonntag ist Aufsteiger Bietigheim zum zweiten Mal zu Gast. Das erste Duell in der Yayla-Arena gewannen die Steelers mit 5:4 nach Penaltyschießen. Klar, dass sich die Pinguine revanchieren wollen. 

Wer Sonntag im Tor steht, ist fraglich. In Wolfsburg hätte sicher Sergei Belov den Vorzug bekommen, da Nikita Quapp erst wieder seit Dienstag im Training ist.  Dass Oleg Shilin weiter ausfällt, ist für Torwarttrainer Igor Gross kein Problem: „Wir haben starke Torhüter. Sergei Belov hat gegen Nürnberg sein Niveau bestätigt. Nikita Quapp ist durch seine sehr gute Leistung bei der U20-WM gegen Finnland mental noch stärker geworden. Er ist nicht umsonst so hoch gedraftet geworden.“

Alexander Blank ist seit der abgebrochenen U20-WM weiter in Kanada in Quarantäne und verbringt Tag und Nacht im Hotelzimmer. Der junge Stürmer litt aber nur unter leichten Symptomen: „Ich hatte etwas Husten und Schnupfen, inzwischen ist aber alles weg und ich fühle mich gut“, sagte Blank am Donnerstag im RP-Gespräch. Am Samstag fliegt er zurück nach Frankfurt. „Ich freue mich, endlich nach Hause zu dürfen. Es war natürlich sehr langweilig. Zum Glück hatte ich meine Play-Station dabei. Ich habe mir auch im Fernsehen Spiele aus der NHL angeschaut oder mit Freunden telefoniert“, berichtet Blank aus dem verschneiten Edmonton, wo die Temperaturen auch am Tage bei etwa 30 Grad minus liegen. Wenn er aus seinem Hotelfenster schaut, blickt er auf die City von Edmonton und auf viele Hochhäuser. „Die Eishalle ist nicht weit weg, aber die kann ich aus dem Fenster nicht sehen“ sagt Blank. Die Mannschaftsärztin des DEB ist mit in Edmonton geblieben und kümmert ich um den Krefelder: „Sie hat ihr Zimmer gleich gegenüber. Sie hat öfter nachgefragt wie es mir geht und ob ich etwas benötige. Wir haben dann mit Maske über den Flur gesprochen.“ Das Essen wurde ihm immer vor die Tür gestellt.

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