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Krefeld Pinguine: Bremerhaven bleibt der Angstgegner

1:3-Niederlage beim Magenta-Sport-Cup : Bremerhaven bleibt der Angstgegner der Pinguine

Die Krefeld Pinguine unterlagen am Mittwochabend beim Auftakt des Magenta-Sport-Cups an der Nordsee mit 1:3. Das war die 14. Pflichtspielniederlage gegen die Fischtown Pinguins in Folge. Positiver Corona-Test bei Neuzugang Brook.

Die Fischtown Pinguins Bremerhaven bleiben Angstgegner Nummer eins der Krefeld Pinguine. Am Mittwochabend kassierte die neuformierte Mannschaft der Schwarz-Gelben an der Nordsee eine 1:3 (0:0, 1:1, 0:2)-Niederlage. Das war bereits die 14. in Folge in einem Pflichtspiel. Vor leeren Rängen lieferten sich beide Teams trotz ohne optimale Vorbereitung ein sehr ansprechendes Match. Die Begeisterung, nach einer achtmonatigen Pause endlich wieder um Tore und Punkte spielen zu können, spiegelte sich besonders im ersten Drittel auf dem Eis deutlich wider. Da die Hausherren das deutlich eingespieltere Team waren, besonders in Überzahl, geht ihr Sieg in Ordnung.

Die Pinguine verkauften sich mit ihrem neuformierten Aufgebot viel besser als die KEV-Fans erwarten konnten. Der ausgeliehene Torwart Jonas Johansson zeigte in vielen Aktionen mit tollen Saves, warum er schon sieben Spiele in der NHL für die Buffalo Sabres im Tor stand. Ohne den Schweden wäre die Niederlage vielleicht höher ausgefallen. Jetzt bleibt dem Trainerteam um Glen Hanlon eine Woche Zeit, die Mannschaft bis zum ersten Heimspiel gegen Wolfsburg weiter zu entwickeln.

Spannung herrschte schon am Morgen nach dem Abschlusstraining in Krefeld. Wer steigt alles in den Mannschaftsbus? Neben Martin Schymainski fehlte auch Leon Niederberger wegen einer Verletzung sowie Mirko Sacher, der noch geschont wird. Daher rückte Adam Kiedewicz kurzfristig ins Aufgebot. In der Lizenzliste für das Turnier tauchte auch Youngster Alexander Blank auf. Dafür fehlte in der Liste von den Leihspielern Verteidiger Josh Brook. An der Nordsee sickerte durch, dass sich der Kanadier wegen eines positiven Corona-Tests vorerst in Quarantäne befinden soll. Mit im Bus, der pünktlich nach viereinhalb Stunden am Stadion ankam, saßen auch vier Trainer, zwei Physiotherapeutinnen und Sergey Saveljev. Nur der Geschäftsführer durfte die Corona-Liste unterschreiben, ehe die Schranke zum Stadiongelände aufging. 

Bei seiner Aufstellung entschied sich Trainer Glen Hanlon für einen interessanten Mix und verteilte die vermeintlich besten Angreifer auf alle vier Reihen. Im Tor stand Jonas Johansson. Vor dem Schweden standen wie erwartet  nur sechs Verteidiger zur Verfügung. Bei den Gastgebern, die sieben Neuzugänge verpflichtet haben, gab der neue Torwart Maxwell sein Debüt.

Nachdem Kai Hospelt das erste Bully des Turniers gewann, entwickelte sich ein schnelles Match. Die Hausherren kamen zunächst besser zurecht, weil sie natürlich eingespielte Formationen auf dem Eis hatten. Torwart Johansson bewies bereits früh bei einigen gefährlichen  Schüssen seine Klasse. Die Krefelder hatten ihre beste Phase ab der zehnten Minute, auch weil sie für 81 Sekunden in doppelter Überzahl waren. Aber Maxwell war glänzend postiert. Die größten Torchancen  zur Führung vergaben kurz vor der Pause Laurin Braun (17.) und Eugen Alanov (20.).

Die gefälligere Überzahlspiel der Gastgeber zahlte sich zu Beginn des Mitteldrittels mit der Führung aus. Keine Abwehrchance hatte Johansson, als Jeglic einen Schuss von Wahl im Slot ins Tor lenkte (25.). Aber nur 92 Sekunden später war Braun nach einem Distanzschuss von Wade Bergman zur Stelle und staubte zum Ausgleich ab. Direkt im Anschluss mussten die Gäste eine doppelte Unterzahl überstehen. Als sie wieder komplett waren, verhinderte Johansson gegen Jeglic mit einem tollen Stellungsspiel einen Rückstand. Auf der anderen Seite scheiterte Ivan Petrakov am Torwart (33.). Nach der Hälfte des Spiels ging das hohe Tempo der ersten 20 Minuten etwas verloren. Aber das Duell stand immer noch auf einem erstaunlich hohen Niveau.

Im Schlussdrittel waren gerade mal sechs Sekunden gespielt, da musste Braun auf die Strafbank. Und nur 15 Sekunden später konnte Kai Hospelt Verlic nicht am Schuss hindern, der Johansson keine Abwehrchance ließ. Der Rückstand schockte die Gäste keineswegs. Aber die Beine wurden immer schwerer. Ferner standen die Hausherren im eigenen Drittel sehr kompakt. Und da war dann ja auch noch Torwart Maxwell, der ein genau so starkes Debüt für seine Mannschaft gab, wie sein Gegenüber Johansson. In der 58. Minute sorgte Friesen im Nachschuss für die Vorentscheidung. Johansson  verließ 100 Sekunden vor dem Ende sein Tor, aber eine klare Einschussmöglichkeit ergab sich für die Schwarz-Gelben nicht mehr.