Schon vier Siege in Folge Pinguine bleiben in Rückstand gelassen

Krefeld · Die Krefelder präsentierten sich zuletzt selbstbewusst und mental gefestigt. Mit den zwei Punkten aus dem Spiel in Dresden bleiben sie im Kampf um die direkte Play-off-Qualifikation gut im Rennen. Ehrhoff zum besten Spieler gewählt.

 Christian Ehrhoff (hinten links) wurde nach dem Sieg in Dresden zum besten Spieler der Pinguine gewählt.

Christian Ehrhoff (hinten links) wurde nach dem Sieg in Dresden zum besten Spieler der Pinguine gewählt.

Foto: Lehmann/lehmann

Die Krefeld Pinguine konnten ihre gute Form aus den Spielen vor der neuntägigen Spielpause halten und haben durch den 3:2-Erfolg nach Penaltyschießen in Dresden zum ersten Mal in dieser Saison vier Siege in Folge eingefahren. Mit 12 Punkten aus den vergangenen fünf Begegnungen, in denen das Team nie ohne Punkte blieben, gehören sie zu den formstärksten Teams der Liga.

Auch wenn die Krefelder am Dienstag durch den Dreipunktesieg des ESV Kaufbeuren in Bad Nauheim wegen des schlechteren Torverhältnis auf Platz sieben abrutschten, können sie sich berechtigte Hoffnung auf Platz sechs und die damit verbundene direkte Play-off-Qualifikation machen. Und wenn die Formkurve so stabil bleibt wie in den vergangenen Spielen, dann ist sogar der vierte Platz und damit das Heimrecht im Viertelfinale möglich. Der Rückstand auf den Viertplatzierten Landshut beträgt nur vier Punkte.

Die Gefahr, vielleicht sogar die Play-offs zu verpassen, die vor drei Wochen nach den beiden Heimniederlagen gegen die Kellerkinder Freiburg und Rosenheim bestand, dürfte inzwischen gebannt sein. Bei nunmehr neun Punkten Vorsprung auf den Elftplatzierten Dresden sind den Schwarz-Gelben die Play-offs kaum noch zu nehmen.

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Die Topscorer der Krefeld Pinguine

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Foto: Samla Fotoagentur/samla.de

Da wird auch deutlich, wie wertvoll der Erfolg am Dienstag in der sächsischen Landeshauptstadt war. „Der Sieg war sehr wichtig, um noch in die Top-Sechs zu kommen“, sagte Stürmer Kevin Niedenz nach der Partie, in der er mit einem schönen Treffer zum 1:0 die Führung besorgt hatte. Kapitän Alexander Weiß machte sich noch keine Gedanken Richtung Top-Sechs hat diese Option aber wohl doch im Hinterkopf: „Wir wollen in den letzten vier Spielen so viele Punkte wie möglich einsammeln. Die zwei Punkte in Dresden waren wichtig, aber wir schauen weiter von Spiel zu Spiel.“

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Spielplan und Ergebnisse der Krefeld Pinguine

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Foto: IMAGO/Eibner/IMAGO/Eibner-Pressefoto/Florian Wolf

Mit dieser Herangehensweise sind die Pinguine in den vergangenen Spielen gut gefahren. Die Mannschaft, die wegen einer Vollsperrung erst am Mittwoch um 8 Uhr wieder in Krefeld eintraf, scheint inzwischen in sich sehr gefestigt und lässt sich auch bei Rückständen nicht aus der Bahn werfen. Das Team um den 41-jährigen ehemaligen NHL-Profi Christian Ehrhoff, der in Dresden von den Journalisten zum besten Spieler der Pinguine gewählt wurde, versteht es sehr gut nach Rückständen ein Spiel zu drehen, oder es zumindest auszugleichen. Besonders auffällig dabei ist, dass die wichtigen Tore oft in den letzten Minuten der regulären Spielzeit fallen. Das zeugt von viel Selbstvertrauen und einer tollen Mentalität. Auf diese Weise retteten sie sich in Dresden und Bad Nauheim in die Verlängerung und in Weißwasser fiel der Siegtreffer kurz vor Schluss. Auch bei den Erfolgen in den Heimspielen gegen Kaufbeuren und Crimmitschau machten die Schwarz-Gelben einen Rückstand wett. Kapitän Weiß sagt: „Wir haben in den vergangenen Spielen großen Charakter gezeigt und lassen uns vom jeweiligen Spielstand nicht beunruhigen.“

Die Erfolgsformel der Pinguine ist die gute Defensivarbeit mit Torhüter Felix Bick als Lebensversicherung und das beste Unterzahlspiel der DEL2. Die Schwarz-Gelben kassierten in den vergangenen fünf Begegnungen im Durchschnitt nur zwei Gegentore.

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