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Krefeld Pinguine: Berlyovs erstes DEL-Tor sichert den Sieg

In Bietigheim : Berlyovs erstes DEL-Tor sichert Krefeld Pinguinen den Sieg

Der russische Stürmer sorgt im ersten DEL-Gastspiel der Krefeld Pinguine in Bietigheim mit seinem Treffer zur 3:1-Führung für die Vorentscheidung. Am Ende gewinnen die Schwarz-Gelben vor einer Geisterkulisse mit 4:1.

Revanche geglückt! Die Krefeld Pinguine gewannen ihr Auswärtsspiel am Sonntag bei den Bietigheim Steelers mit 4:1 (0:1,1:0,3:0) und revanchierten sich damit für die 3:4-Heimniederlage nach Penaltyschießen Anfang Oktober. Durch diesen Sieg bleiben die Schwarz-Gelben mit jetzt 34 Punkten bestens im Rennen um einen Play-off-Platz. Wegen der Verfügungslage im Rahmen der Corona-Pandemie waren in Baden-Württemberg keine Zuschauer zugelassen.

In einer mäßigen Partie gewannen die Pinguine verdient, weil sie ihre Torgelegenheiten besser nutzten und sie im Schlussabschnitt dem personell arg gebeutelten Gastgeber, der nur auf drei Sturmreihen zurückgreifen konnte, läuferisch überlegen waren. Bester Krefelder war einmal mehr Torwart Oleg Shilin, der 30 von 31 Schüssen auf sein Tor meisterte.  

Die Schwarz-Gelben waren am Sonntag um 8.30 Uhr per Bus zu ihrem ersten Gastspiel in der DEL in Bietigheim aufgebrochen. Anstelle von Dominik Tiffels stieg Tom-Eric Bappert mit in den Bus. Ansonsten setzte Trainer Igor Zakharkin auf den gleichen Kader wie am Freitag bei der Heimniederlage n.V. gegen Ingolstadt. Für Nikita Quapp stand wieder Oleg Shilin im Tor. Im Sturm nahm der Trainer einige Umstellungen vor. Sportdirektor Sergey Saveljev war in Krefeld geblieben.

Im ersten Drittel hatten die Pinguine etwas mehr vom Spiel, kamen aber nur selten gefährlich vor das Tor der Gastgeber. Anton Berlyov scheiterte in der fünften Minute an Torhüter Aittokallio. Edi Lewandowski schoss nach schönem Zuspiel von Alexander Blank am Tor vorbei (13.). Bietigheim hatte mehr Torschüsse als die Pinguine. Torwart Shilin war aber gegen Preibisch (4.) und McKnight (16.) bestens postiert. Machtlos war er aber 79 Sekunden vor der ersten Pause, als Sheen völlig frei zum Schuss kam. Die Krefelder Abwehr hatte den Torjäger am langen Eck übersehen. Wenig später wurde Kapitän Laurin Braun von einem Puck an der Lippe getroffen. Er wurde vom Mannschaftsarzt der Steelers mit drei Stichen genäht und kehrte aufs Eis zurück.

Die Partie verflachte im zweiten Abschnitt. Klare Torchancen waren  Mangelware. Lucas Lessio scheiterte mit einem Alleingang an Aittokallio (23.). Besser machte es Jesper Jensen Aabo. Der Däne traf mit einem harten Schuss in den Winkel zum 1:1 (25.) Beide Teams konnten jeweils ein Überzahlspiel nicht nutzen. Kurz vor Drittelende verhinderte Shilin gegen McKnight die erneute Führung der Steelers.

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Im Schlussdrittel plätscherte die Partie zunächst vor sich hin. Aufregung gab es erst in der 46. Minute, als einige Bietigheimer nach einem Schuss von McKnight den Puck im Krefelder Tor gesehen haben wollten, was aber nicht der Fall war und was auch der Videobeweis zeigte. Drei Minuten später fälschte Niclas Lucenius einen Distanzschuss von Jeremy Bracco noch leicht zur Krefelder Führung ab. Gut fünf Minuten vor Spielende stellte Anton Berlyov mit seinem ersten DEL-Tor nach schönen Pass von Thomas Olson die Zeichen endgültig auf Sieg. Den Schlusspunkt setzte Olson 188 Sekunden vor Spielende selbst, als er mit einem Schuss ins leere Tor zum Endstand traf.

Co-Trainer Boris Blank sagte nach dem Spiel: „Es ist traurig, wieder ohne Publikum zu spielen. Beide Mannschaften haben hart gearbeitet und gut gespielt. Zu Beginn des Schlussdrittels glaubte ich, dass das nächste Tor entscheidend ist. Zum Glück haben wir das erzielt.“