4:3-Sieg nach Penalyschießen Belov verhindert Pleite der Pinguine

Krefeld · Der Krefelder Torwart rettete seiner Mannschaft im Heimspiel gegen den Tabellenletzten aus Bayreuth beim 4:3-Erfolg nach Penaltyschießen den Zusatzpunkt. Erst Sekunden vor Ende der 60 Minuten gelang Fischer der Treffer zum 3:3-Ausgleich.

 Auch für Bayreuths Stürmer Phillipe Cornet war hier bei Torwart Sergei Belov Endstation.

Auch für Bayreuths Stürmer Phillipe Cornet war hier bei Torwart Sergei Belov Endstation.

Foto: Stefan Brauer/Brauer-Fotoagentur

Mit einem blauen Auge kamen die Pinguine am Wochenende aus den beiden Duellen gegen die Kellerkinder der DEL2 davon. Nach der Niederlage in Crimmitschau tat sich die Mannschaft auch gegen Schlusslicht Bayreuth Tigers sehr schwer und feierte am Ende einen überaus glücklichen 4:3-Erfolg nach Penaltyschießen. Dafür war Torwart Sergei Belov verantwortlich, der erst in der Verlängerung bei einem Solo von Kurz und dann mit zwei gehaltenen Penaltys der Gäste eine Niederlage verhinderte. Auch wenn die Leistung der Schwarz-Gelben insgesamt enttäuschend war, machten sie es vor 2765 Zuschauern, darunter auch der neue Chef Peer Schopp, wenigstens spannend.

Trotz der Pleite in Crimmitschau waren die Ränge der Yayla-Arena beim Debüt der Tigers an der Westparkstraße besser gefüllt als erwartet. Bei den Pinguinen kehrte Sergei Belov ins Tor zurück. Ansonsten blieb es bei der Aufstellung vom Spiel bei den Eispiraten.

Bei den Gäste gehörten ein paar in Krefeld bekannte Gesichter zum Team. Travis Ewanyk lief als Center der ersten Sturmreihe auf. Auch Mike Mieszkowski trug schon das DEL-Trikot der Pinguine. Als zehnter Stürmer gehörte Jan-Luca Schumacher zum Team, aus der Jugend des KEV stammt. Hinter der Bande steht seit dem Spiel der Tigers am Freitag gegen Ravensburg Trainer Rich Chernomaz, der den Krefelder schon als Coach von Schwenningen, Köln, Augsburg, Frankfurt und Ingolstadt gegenüber stand. Mit Christian Kretschmann fehlte allerdings krankheitsbedingt ein sehr bekanntes Gesicht.

Sein neues Team mischte prima mit. Dass ein Aufstiegsaspirant gegen den Tabellenletzten trifft, war im ersten Drittel nicht zu erkennen. Die Tigers waren enorm laufstark und bissig und kamen zu den klareren  Torchancen, aber dreimal war bei Torwart Belov Endstation. Auf der anderen Seite wurde Torwart Steinhauer, der schon für München und Schwenningen in der DEL spielte, nicht groß in Gefahr gebracht, obwohl die Pinguine nach 20 Minuten die bessere Schussbilanz (12:6) hatten.

Auch die erste Torchance des Mitteldrittels ging auf das Konto der Gäste. Doch Blomquist zielte über den Kasten. Dann waren aber die Pinguine zweimal der Führung sehr nahe. Die verhinderte aber Torwart Steinhauer bei sehr guten Einschussmöglichkeiten von Marcel Müller (25.) und Dennis Miller (26.).

In der 32. Minute war die erste Strafe des Spiels fällig, die Nikita Shatsky kassierte. 52 Sekunden später war Torwart Belov geschlagen, weil seine Vorderleute nicht energisch genug angriffen.

Wurden die Pinguine jetzt mal richtig wach? Offensichtlich, denn zunächst scheiterte Zach Magwood am Torwart, Sekunden später machte es Miller bei seinem Ausgleichstreffer deutlich besser (34.). Aber eine Zwei-plus-zwei-Minuten-Strafe gegen Mouillierat stoppte die Krefelder wieder.

Den Rest der vier Minuten nahmen die Gastgeber mit ins Schlussdrittel und überstanden sie. Doch kurz darauf musste Magwood in die Kühlbox.  Kurz vor Ablauf der Strafe stand die Arena Kopf. Denn Leon Niederberger schloss in Unterzahl einen Konter mit einem platzierten Schuss ins lange Eck zur Krefelder Führung ab (43.). Aber nur 60 Sekunden später erzielte Blomquist mit einem ebenso platzierten Schuss für den Ausgleich. Und es kam noch schlechter. Als die Pinguine zum ersten Mal in Überzahl waren und der Bayreuther Sünder Pokovic von der Strafbank zurückkehrte, brachte er die Tigers wieder in Führung (48.).

Trainer Peter Draisaitl reduzierte sein Team in den letzten zehn Minuten auf drei Reihen. Dazu tauschten Müller und Riefers die Reihen. Doch das brachte nichts ein. Erst 95 Sekunden vor dem Ende ergab sich für die Pinguine in Überzahl die Chance zum Ausgleich. 28 Sekunden später verließ Belov sein Tor. Und tatsächlich gelang Mike Fischer noch der glückliche Ausgleich, als der Puck mit einer Bogenlampe über Torwart Steinhauser hinweg im Tor landete.

In der Verlängerung vergab zunächst Niederberger den möglichen Zusatzpunkt. Den hatten dann die Gäste bei einem Solo von Kurz auf dem Schläger, doch Belov wehrte den Puck ab und war auch der Fels in der Brandung, als Magwood in der letzten Minute auf der Strafbank saß. Im Penaltyschießen wehrte Belov zwei Schüsse der Gäste ab. Dagegen trafen Riefers und Mouillierat für die Pinguine und sicherten den Gastgebern damit noch den Zusatzpunkt.

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