1. Sport
  2. Eishockey
  3. Pinguine

Krefeld Pinguine beim Magenta-Sport-Cup mit Saponari

Ab 11. November : Pinguine beim Magenta-Sport-Cup mit Saponari

Die Krefelder nehmen am Vorbereitungsturnier der Penny-DEL teil und treffen in ihrer Gruppe auf Bremerhaven, Düsseldorf und Wolfsburg. Ob bei den Heimspielen Zuschauer zugelassen werden, ist sehr fraglich.

Von H.-G. Schoofs

„Endlich wieder Eishockey“, singen die KEV-Fans, wenn die Pinguine nach der Sommerpause bei ihrer Saisoneröffnung aufs Eis gehen. Darauf werden sie wohl verzichten müssen, wenn die Krefelder beim Magenta-Sport-Cup zu ihrem ersten Heimspiel in der Yayla-Arena antreten. Es ist zwar positiv, dass die Schwarz-Gelben mit weiteren sieben Teams aus der Penny-DEL an diesem Vorbereitungsturnier teilnehmen, aber angesichts der steigenden Fallzahlen bei der Corona-Pandemie müssen sich die Fans mit den Live-Übertragungen bei Magenta-Sport begnügen.

Es ist einerseits gut, dass die höchste deutsche Liga ein Lebenszeichen von sich gibt und testet, ob eine Saison unter Corona-Bedingungen überhaupt möglich ist. Andererseits kommt das viel zu spät. Das wird der Hauptgrund sein, warum nicht alle 14 Klubs an diesem Turnier teilnehmen. Man hätte diesen Plan schon aus der Schublade holen müssen, als vor vier Wochen der Saisonstart (13. November) gekippt wurde. Seitdem sind Spieler ausgeliehen worden oder erst gar nicht aus dem Ausland angereist.

Für die Pinguine beginnt das Turnier am 11. November  mit dem Auswärtsspiel bei den Fischtown Pinguins. Dabei bietet sich gleich die Gelegenheit, die schwarze Serie von 13 Niederlagen in Folge gegen den Angstgegner aus Bremerhaven zu beenden. Weitere Gruppengegner sind die Grizzlys Wolfsburg und der rheinische Rivale Düsseldorfer EG. Allein der Gedanke, dass dieses attraktive Derby ohne Zuschauer stattfinden wird, trübt die Vorfreude auf das Turnier.

„Wir sind bereit für den Spielbetrieb und freuen uns darauf“, sagte am Donnerstag Sergej Saveljev bei einer digitalen Pressekonferenz der Pinguine. Der designierte neue Sportliche Leiter überraschte mit einer positiven Nachricht: „Vinny Saponari hat einen Vertrag bei uns. Wir erwarten ihn zum MagentaSport Cup.“ Bis dato hieß es immer, man wolle sich vom deutsch-amerikanischen Stürmer trennen. Fest steht, dass die ausgeliehenen Spieler Artur Tyanulin und Christian Bull nicht am Turnier teilnehmen werden: „Wir wissen ja noch nicht, ob es eine DEL-Saison geben wird. Holen wir sie jetzt zurück und die Saison wird abgesagt, können sie nicht mehr zurück“, erklärte Saveljev. Verteidiger Mirko Sacher, der schon bei seinem Stammverein EHC Freiburg trainiert, soll eventuell beim Turnier für Krefeld spielen. Ab 1. November soll die offizielle Vorbereitung auf das Turnier beginnen. Cheftrainer Glen Hanlon wird spätestens Ende der nächsten Woche in Krefeld erwartet.

Da Geschäftsführer Roger Nicholas bei der digitalen PK aus privaten Gründen nicht zur Verfügung stand, beantwortete Saveljev auch Fragen zur wirtschaftlichen Situation: „Die Lage ist finanziell schwierig. Aber wir sind für jeden Fall, der eintreten kann, gewappnet und können schnell reagieren.“  Für Fabian Herzog, der in der Geschäftsstelle für das Ticketing zuständig ist und seit dem Abschied von Tom Södler auch den Kontakt zu den Sponsoren hält, geht es momentan darum, die „Kosten zu minimieren und die Einnahmen zu maximieren“: „Das ist nicht einfach, aber es gibt Sponsoren, die helfen wollen. Seitdem feststeht, dass wir am MagentaSport Cup teilnehmen, habe ich sofort fünf Anrufe von Partnern bekommen, die sich beim Turnier zum Beispiel mit Werbepaketen einbringen wollen.“

Sollte eine geringe Anzahl an Zuschauern beim Turnier erlaubt sein, werden die Dauerkarteninhaber den Vortritt genießen. Laut Herzog sind zwischen 1200 und 1300 Tickets verkauft worden. Sollte es eine komplette Saisonabsage geben, müssen wir sehen, wie die Fans reagieren und nach Lösungen suchen.“