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Krefeld Pinguine bei Halbzeit auf Play-off-Kurs

Krefelder auf Platz zehn : Pinguine bei Halbzeit auf Play-off-Kurs

Nach 26 Hauptrundenspielen stehen die Krefelder mit 35 Punkten auf Platz zehn. Bradon Reid hat der neu formierten Mannschaft zu einer neuen Identität verholfen und sie in die Erfolgsspur geführt. Der Zuschauerschnitt ist gestiegen.

Das i-Tüpfelchen auf die positive erste Halbzeit der Pinguine fehlte am Sonntag. Das wäre der Derbysieg gegen die Kölner Haie gewesen. Trotz der 4:5-Niederlage gingen die KEV-Fans unten den 7105 Zuschauern zufrieden nach Hause. Schließlich hatten sie ein spannendes und packendes Duell erlebt, in dem ihre Mannschaft nichts unversucht ließ, die drei Punkte einzufahren.

Nach 26 Punktspielen ist die Ausbeute der Krefelder mit 35 Punkten und Tabellenplatz zehn besser als erwartet. Schließlich gab es vor dem Start ein wichtiges Fragezeichen. Kann das neue und junge Trainerduo die neuformierte Mannschaft nach drei mageren Jahren wieder in die Erfolgsspur führen? Schließlich wurden viele Spieler verpflichtet, für die die DEL Neuland war oder die in dieser Liga kein gutes Jahr hinter sich hatten. Die Frage konnte schnell mit einem klaren Ja beantwortet werden. Schon während der Vorbereitung deuteten sich wieder sportlich bessere Zeiten an. Cheftrainer Brandon Reid gelang es sehr schnell, seinem Team eine neue Identität zu verleihen. Nicht umsonst sprechen seine Kollegen in der Liga oft von den „neuen Pinguinen“. Moral, Einsatzwillen und Kampfgeist stimmen fast immer.

Gemeinsam mit seinem Co-Trainer Pierre Beaulieu ist Reid Tag für Tag bemüht, das Optimum aus der Mannschaft herauszuholen. Seine Trainingssteuerung kommt bei den Spielern an. Besonders an Geschwindigkeit hat das Team enorm zugelegt. Die gute Zusammenarbeit mit der medizinischen Abteilung ist mit ein Grund für die bisher so wenigen Verletzungen. Insgesamt kann sich das Preis-Leistungs-Verhältnis auf dem Eis sehen lassen. Alle Sturmreihen und Verteidiger-Duos stellen sich in den Dienst der Mannschaft und versuchen, System und Taktik des Trainers so gut wie möglich umzusetzen. Reid schnürt das Team nicht nur in ein ganz bestimmtes Konzept. Mal liegt der Schwerpunkt in der Defensive, wie zum Beispiel gegen die Topteams. Mal steht die Offensive im Vordergrund, wie am Sonntag gegen die Haie, wo im Schlussdrittel alle fünf Spieler mit einem aggressiven Forechecking agierten.

Seit der Saison 2014/15 waren die Schwarz-Gelben bei Halbzeit der 52 Hauptrundenspiele nicht mehr auf Play-off-Kurs. Damals gingen sie sogar als Tabellensechster in die zweite Hälfte, waren am Ende aber froh, dass wenigstens noch Platz zehn (76 Punkte) heraussprang. In den Pre-Play-offs kam dann gegen Wolfsburg nach drei Spielen das Aus. Danach folgten drei Spielzeiten, wo der Play-off-Zug bereits zum Jahreswechsel abgefahren war.

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13 Siege und 13 Niederlagen stehen bisher zu Buche. Nur die Heimbilanz ist negativ (6:7). Dennoch waren die Spiele im König-Palast meistens das Eintrittsgeld wert. Das Niveau ist im Vergleich zur Vorsaison angestiegen. Das gilt auch für den Zuschauerschnitt (4693), mit dem die Pinguine in der Tabelle Platz sieben belegen. Im Vorjahr waren es zum gleichen Zeitpunkt 4367 Zuschauer im Schnitt. Am Ende der Hauptrunde sollten allerdings mehr Erfolge als Pleiten auf dem Konto stehen, sonst könnten die Play-offs verpasst werden. Leichter wird es jedenfalls nicht, das erste Saisonziel zu erreichen. Die Konkurrenz kennt mittlerweile die Stärken und Schwächen der neuen Pinguine genau. Aber auch Brandon Reid weiß, wo die Achillesferse der Gegner ist. Gemeinsam mit Pierre Beaulieu analysiert er die Spiele und die Spieler sehr akribisch.