1. Sport
  2. Eishockey
  3. Pinguine

Krefeld Pinguine: Beaulieu baut im Derby auf Rynnäs

Straßenbahnduell gegen die DEG : Beaulieu baut im Derby auf Rynnäs

Der finnische Torwart war auch schon beim ersten Saisonheimsieg gegen die DEG ein Garant für den 4:3-Sieg. Pätzold soll in Augsburg im Tor stehen. Saponari wieder fit. Der Einsatz von Cundari entscheidet sich am Freitag.

Als die Pinguine am 1. November in der ausverkauften Yayla-Arena gegen die Düsseldorfer EG mit 4:3 gewannen, war Jussi Rynnäs nach dem Spiel für die KEV-Fans der Held des Tages und wurde entsprechend lautstark gefeiert. Das soll sich am Freitag beim zweiten Gastspiel des rheinischen Rivalen wiederholen. Erneut wird der Finne ab 19.30 Uhr im Tor stehen. Da legte sich Pierre Beaulieu bereits am Donnerstag nach dem Training fest. „Er ist momentan gut drauf, das wollen wir nutzen“, sagte der Coach, der am Sonntag im Auswärtsspiel bei den Augsburger Panther (14 Uhr) Dimitri Pätzold den Vorzug geben wird.

Nach den vier Zählern aus den beiden Spielen gegen Berlin und Straubing ist das Stimmungsbarometer in der Krefelder Kabine wieder nach oben gegangen. „Man spürt, dass die Spieler neue Energie haben. Alles fällt ihnen leichter. Es ist wieder ein Lächeln in ihren Gesichtern zu sehen“, sagte Beaulieu. Das Momentum vom Sieg über die Eisbären soll helfen, gegen die DEG zu punkten: „Wir wollen Schritt für Schritt nach vorne kommen. Jeder Spieler muss sich individuell verbessern. Wir müssen auch weiter als Gruppe zusammenstehen.“ Wichtig sei es, dass die Spieler ohne Puck defensiv ihre Positionen einhalten: „Dann haben wir die Chance, das Spiel zu gewinnen.“

Froh ist Beaulieu, dass er wieder auf Vinny Saponari bauen kann. In welcher Reihe er den Stürmer einbaut, wusste er am Donnerstag noch nicht: „Wir brauchen drei torgefährliche Reihen.“ Für Saponari wird wahrscheinlich Arturs Kruminsch auf der Tribüne Platz nehmen müssen. Seine erste Formation will er nicht ändern. Chad Costello fehlte zwar beim Training, soll aber gegen die DEG auflaufen. Fraglich ist der Einsatz von Verteidiger Mark Cundari, der ebenfalls am Donnerstag wegen einer Oberkörperverletzung nicht auf dem Eis war. Er wurde in der Kabine von der Physiotherapeutin behandelt. Einer, der sich besonders auf das Spiel freut, ist Martin Schymainski. Schließlich ist es für ihn das erste Derby der Saison. Er gab sich nach dem Training kämpferisch: „Die Einstellung bei uns stimmt. Wir ziehen gegen die DEG die Arbeitsschuhe an und werden sicher nichts verschenken. Aber auch die DEG wird wissen, dass sie die Punkte nicht im Vorbeigehen bei uns mitnehmen kann.“ Die Düsseldorfer konnten am Mittwoch im Heimspiel gegen Bremerhaven mit einem 3:2-Sieg n.V. ihre Abwärtsspirale stoppen und wollen bis zum Jahresende eine kleine Mini-Siegesserie hinlegen.

Matthias Roos rechnet im Derby mit „7000 plus X“ Zuschauern: „Vielleicht werden es ja wieder 8000.“ Mit dem Zuschauerschnitt ist der Geschäftsführer zwar zufrieden, hatte sich allerdings etwas mehr erhofft: „Wir sind im Plan, aber unser Plus ist durch die jüngsten Spiele aufgebraucht. Da tut so ein Derby gegen die DEG natürlich gut.“ Zur wirtschaftlichen Lage sagte er: „Ich bin zuversichtlicher als vor zwei Wochen, weil die Investoren die Stammkapitalerhöhung vornehmen, auch wenn die Anteile der Energy Consulting nicht an einen der bisherigen Gesellschafter gehen oder der Entzug der Anteile das Gericht nicht anerkennt. Dann habe ich die 750 000 Euro schon ausgegeben.“ Man sei zwar noch nicht an dem Punkt, dass ein mögliches Insolvenzverfahren vom Tisch ist und jemand im Februar bereit ist, die Bürgschaft für die Lizenz zu stellen, aber wenn alles so kommt wie erhofft, geht Roos davon aus, dass die neuen Geldgeber Interesse haben, dass der DEL-Standort erhalten bleibt. Die Einladungen für die nächste Gesellschafterversammlung, die am 9. Januar stattfindet, hat Roos am Donnerstag verschickt.