Verletzungssorgen bei den Pinguinen Ausfallzeit von Top-Scorer Josh MacDonald ist noch ungewiss

Krefeld · Josh MacDonald, Top-Scorer der Krefeld Pinguine, zog sich im Spiel gegen Crimmitschau eine Unterkörperverletzung zu, konnte mittlerweile immerhin das Krankenhaus verlassen. Wer am Dienstag im Heimspiel gegen Nauheim seine Rolle übernehmen soll.

 Als sich Josh MacDonald kurz nach Beginn des Schlussdrittels verletzt auf dem Eis krümmte, war das Entsetzen bei den KEV-Fans groß

Als sich Josh MacDonald kurz nach Beginn des Schlussdrittels verletzt auf dem Eis krümmte, war das Entsetzen bei den KEV-Fans groß

Foto: Samla Fotoagentur/samla.de

Wie schwer ist Josh MacDonalds Verletzung und wie lange fällt der Topscorer der Krefeld Pinguine aus? Diese beiden Fragen beschäftigen die KEV-Fans seit der 41. Minute des Heimspiels gegen Crimmitschau. Der Schock auf den Rängen und allen Beteiligten im Lager der Schwarz-Gelben war groß, als der Kanadier vom Eis geführt wurde und in Krankenhaus gebracht werden musste. Das Krankenhaus konnte der 30-Jährige wieder verlassen. Wie es um seine Gesundheit steht, soll sich bei einer MRT-Untersuchung herausstellen.

Im Heimspiel am Dienstag (19.30 Uhr) gegen den EC Bad Nauheim müssen die Pinguine ohne MacDonald auskommen. „Es ist natürlich bitter, dass wir auf Josh verzichten müssen. Aber jetzt müssen halt die anderen Stürmer in die Bresche springen“, sagte Herbert Hohenberger am Sonntag nach dem Kampfsieg gegen die Eispiraten. Für den Rest des Spiels ersetzte Dennis Miller den Topscorer. Am Montag entschied sich der Trainer für eine andere Lösung. Lucas Lessio gesellt sich zu David Cerny und Alex Weiß. Miller übernimmt Lessios Rolle an der Seite von Jon Matsumoto und Alex Ruuttu. „Ich brauche vier ausgeglichene Linien, deshalb habe ich diese Variante gewählt“, sagte der Coach.

Seine Marschroute für das schnelle Wiedersehen mit den „Roten Teufeln“ aus Hessen ist klar: „Wir haben gegen Nauheim noch etwas gutzumachen. Ich hoffe, das hat noch jeder meiner Spieler im Kopf. Ich werde aber in der Teamsitzung noch mal alles ansprechen. Wir brauchen den gleichen Biss und die Leidenschaft wie gegen Crimmitschau. Wenn du so auftrittst, dann wirst du auch dafür belohnt. Freitag, Sonntag, Dienstag, das ist Play-off-Rhythmus, kleine Wehwehchen werden weggesteckt. Es ist nicht so, dass die angeschlagenen Spieler nicht spielen können.“ Am Montag stand ein kurzes Regenerations-Training auf dem Programm, allerdings nicht für die angeschlagen Spieler. Die Teilnahme am Pre-Game-Training ist freiwillig.

Krefeld Pinguine: Die Topscorer der DEL2-Saison 2023/24
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Die Topscorer der Krefeld Pinguine

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Philip Riefers ist weiter krank und soll am Donnerstag wieder ins Training einsteigen. Mit dem Comeback von Maxi Söll wird am Wochenende gerechnet. Neu ins Aufgebot kommt Edmund Junemann, der Miller in der vierten Reihe ersetzt. Während Felix Bick beim ersten Saisonduell in Nauheim auf der Bank saß, wird er diesmal gegen seine Ex-Kameraden im Tor stehen. Was anderes wäre nach seiner Glanzvorstellung vom Sonntag und seinem zweiten Shut-Out in dieser Spielzeit  eine Überraschung.

An der kämpferisch starken Defensiv-Vorstellung gegen Crimmitschau war natürlich auch Erik Buschmann beteiligt. „Freitag haben wir den Sieg noch aus der Hand gegeben. Der große Unterschied war, dass wir heute keinen Gegentreffer kassiert haben“, sagte der Verteidiger nach dem Sieg. Der Trainer habe das am Samstag angesprochen und eine bessere Defensivleistung gefordert: „Heute hat es geklappt,  weil wir uns gegenseitig gut unterstützt haben. Gegen Nauheim müssen wir in der Defensive gut stehen, um möglichst wenig Gegentore zu kassieren. Wir müssen als Team auftreten und vollen Einsatz und Kampfgeist in die Waagschale werfen. Dass wir gegen Nauheim Tore schießen können, haben wir im Auswärtsspiel gezeigt. Jetzt gilt es,  hinten nichts zuzulassen und die drei Punkte zu holen“, so Buschmann.

Krefeld Pinguine: Der Spielplan des KEV für die Eishockey-Saison 2023/24
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Spielplan und Ergebnisse der Krefeld Pinguine

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Bei den Nauheimern herrschte am Sonntag nach dem Derby gegen Kassel eine schlechte Stimmung, weil die Mannschaft vor ausverkauftem Haus eine 3:2-Führung noch aus der Hand gab und mit 3:5 unterlag. Das wollen die Roten Teufel in der Yayla-Arena natürlich schnell mit einem Sieg vergessen machen. Es ist, ähnlich wie gegen die Eispiraten, ein spannendes Duell zu erwarten.

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