Krefeld Pinguine auch bei Adler Mannheim ohne Marcel Müller

Krefeld Pinguine: Pinguine auch in Mannheim ohne Marcel Müller

Krefelds Torjäger Marcel Müller leidet weiter unter einer fiebrigen Erkältung. Für das Spiel in Mannheim will Trainer Rick Adduono seinen Youngster Lukas Koziol ins Aufgebot berufen und plant personelle Umstellungen.

Mit hängenden Köpfen verließen die Pinguine am späten Mittwochabend den Olympiapark in München und machten sich mit der 2:7-Pleite im Gepäck auf die lange Heimreise, die um 6 Uhr am KöPa endete. Nach dem freien Donnerstag heißt es ab heute wieder Kopf hoch, wenn die Mannschaft am Morgen trainiert und dann um 19.30 Uhr in Mannheim mit den Adlern die Schläger kreuzt. Auch wenn die Reisestrapazen sicher nicht in den Ausrüstungen stecken bleiben, ist es gar nicht mal so schlecht, dass die Spieler nur ganz kurz über die höchste Saisonniederlage nachdenken müssen. Postfaktisch leben besonders die Berufs-Pessimisten unter den KEV-Fans schon lange mit dem Gefühl, dass der Play-off-Zug am Ende der Hauptrunde an der Westparkstraße vorbeifahren wird. Sollten die Pinguine heute in Mannheim leer ausgehen, ist am Sonntag (14 Uhr) in Iserlohn ein Sieg Pflicht.

Donnerstagnachmittag saßen die beiden Trainer Rick Adduono und Ville Veja in ihrem Büro und bereiteten das Match gegen die Adler vor. Dabei erfuhren sie von Physiotherapeut Florian Kreuzmann, dass Marcel Müller weiter mit einer fiebrigen Erkältung ausfällt. Daher will der Coach Lukas Koziol ins Team zurückholen und vielleicht sogar in der ersten Sturmreihe zusammen mit Martin Schymainski und Daniel Pietta aufbieten. Denn in München war Adduono mit der ersten Reihe nicht zufrieden: "Da kam zu wenig nach vorne. Deshalb habe ich Pittsi und Schimmi nach dem sechsten Gegentreffer auch nicht mehr gebracht, um sie etwas zu schonen."

Was dem Kanadier beim Duell mit dem Meister auch nicht gefiel, waren die vielen Zweikämpfe, die im eigenen Drittel verloren wurden: "Das darf uns in Mannheim nicht passieren. Wir müssen zu unserer guten Struktur zurückkehren und in der Defensive stabil stehen." Dazu gehört natürlich auch ein Torwart, der die notwendige Sicherheit ausstrahlt.

Aus den Birken und Pickard im Gespräch

Das war bei Niklas Treutle wie schon gegen Augsburg in der Endphase nicht mehr der Fall. Auf der Münchner Bank saß am Mittwoch mit Danny Aus den Birken ein Torwart, der seine Zelte in Bayern gerne abbrechen würde. Den gebürtigen Düsseldorfer zieht es wieder zurück an den Rhein. Wie an der Isar am Rande des Spiels zu erfahren war, soll der 32-Jährige auch bei den Pinguinen als neue Nummer eins im Gespräch sein, was ja zu Aus den Birkens Heimweh prima passen würde.

Interesse gibt es nach Informationen unserer Zeitung auch an Chat Pickard von den Iserlohn Roosters, an dem die Pinguine schon mal dran waren. Mittlerweile besitzt er einen deutschen Pass. Nach seiner Kehlkopfprellung, die er sich beim Spiel in Krefeld zugezogen hatte, soll er ab heute wieder einsatzbereit sein. Gut möglich, dass er am Sonntag erneut gegen die Pinguine im Tor steht. Auch wenn die Schwarz-Gelben am Seilersee gewinnen müssen, reisen sie mit einer schweren Hypothek von sechs Niederlagen in Folge an. Die Hoffnung auf die Pre-Play-offs ist bei den Sauerländern noch geringer als bei den Krefeldern. Die Verantwortlichen misten ihren Kader weiter aus. Nach Ashton Rome wurden jetzt auch Blair Jones und Matt Halischuk vom Dienst suspendiert. "Ich hoffe, dass wir alle daraus lernen und die richtigen Entscheidungen für die kommende Saison treffen", sagte Trainer Jari Pasanen.

(RP)
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