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Krefeld Pinguine: Ankert: Gutes Hockey, zu wenig Tore

Ankert bringt es auf den Punkt : Pinguine spielen gutes Hockey, schießen aber zu wenig Tore

Der Kapitän der Krefeld Pinguine haderte am Montag mit der Chancenverwertung gegen Bremerhaven. Der aberkannte Treffer wird weiter diskutiert. Eine Rückkehr von Torjäger Berglund ist aus finanziellen Gründen nicht möglich.

Viel Zeit bleibt den Krefeld Pinguinen nicht, um sich mit den beiden Niederlagen vom vergangenen Wochenende zu beschäftigen. Bereits am heutigen Dienstag macht sich die Mannschaft auf den Weg nach Nürnberg, wo am Mittwoch um 19.30 Uhr das Duell mit den Icetigers auf dem Programm steht. „Ich gehe davon aus, dass wir mit dem gleichen Kader ins Frankenland reisen, den wir gegen Bremerhaven zur Verfügung hatten“, sagte Matthias Roos am Montag im Gespräch mit der RP.

Der Stachel über die Niederlage gegen den Angstgegner von der Nordsee saß am Montag beim Sportdirektor und bei Kapitän Torsten Ankert noch tief. „Das war ein typisches Bremerhavenspiel. Eigentlich hatten wir 40 Minuten alles im Griff und wir waren die bessere Mannschaft. Wir haben zu viele Torchancen ausgelassen und dann wurde uns auch ein in meinen Augen regulärer Treffer nicht anerkannt, der uns eine Führung beschert hätte“, sagte Roos, der am Montag bei der DEL nachfragte: „Man sagte mir, ja das ist eine strittige Situation. Wenn ein Angreifer mit einem Schlittschuh im Torraum steht und eine dauerhafte Präsenz im Torraum hat oder den Torhüter berührt, ist das eine Rechtfertigung für die Schiedsrichter, den Treffer nicht anzuerkennen“.

Auch Ankert verstand die Entscheidung der Unparteiischen vom Sonntag nicht: „Das war schon kurios, dass der Treffer nicht gegebenen wurde, es war meiner Meinung nach ein gutes Tor. Der Treffer hätte uns sehr geholfen, dass hätte der Dosenöffner in diesem Spiel sein können. Für uns war das sehr bitter, aber wir können das leider nicht beeinflussen“, sagte der Kapitän.

Abgesehen von dem nicht gegebenen Tor hatte der Kapitän aber zwei gute Drittel von seinem Team gesehen: „Wir hätten auch so nach dem zweiten Drittel mit zwei oder drei Toren führen müssen. Für die vergebenen Chancen sind wir am Ende bestraft worden. Wenn wir aber so ein gutes Hockey spielen, werden wir in dieser Saison noch viele Spiele gewinnen“, sagte der Verteidiger und blickte positiv nach vorne. An der Abschlussschwäche werden die Pinguine sicher noch hart arbeiten müssen, wenn sie in den nächsten Partien wieder punkten wollen. Insgesamt drei Treffer in den beiden Spielen am Wochenende sind gemeinhin zu wenig, wenn man in der Liga Siege einfahren will. Die Auswahl von Trainer Brandon Reid ist derzeit aber zu sehr von den Toren der ersten Sturmreihe mit Grant Besse, Daniel Pietta und Topscorer Chad Costello abhängig. Auch am Wochenende waren diese drei an allen Treffern beteiligt. „Wir wollten eigentlich nicht mehr nur von einer Reihe abhängig sein, sondern die Last auf mehrere Schultern verteilen. Seit dem Ausfall von Justin Hodgman haben wir aber leider keine zweite torgefährliche Reihe mehr“, sagte Roos.

Ein Mann der Abhilfe schaffen könnte, wäre Jacob Berglund. Krefelds Top-Torjäger der vergangenen Saison hat seinen Vertrag beim lettischen KHL-Klub Dynamo Riga aufgelöst. Roos sagte dazu: „Ja, das habe ich auch gehört, ich möchte das aber nicht weiter kommentieren.“ In der aktuellen Situation bei den Pinguinen um ausbleibende Sponsorenzahlungen ist es aber auch kaum vorstellbar, dass die Schwarz-Gelben noch einen Spieler unter Vertrag nehmen.