Krefeld Pinguine: Ankert freut sich auf Wolfsburg

Am Freitag ist Krefeld bei den Grizzlys zu Gast: Pinguine: Ankert freut sich auf Wolfsburg

Der Verteidiger kehrt am Freitag an seine ehemalige Wirkungsstätte zurück und erwartet gegen die Grizzlys eine schwere Aufgabe.

Fast acht Wochen nach seinem Blitztransfer von Wolfsburg nach Krefeld kehrt Torsten Ankert am Freitag zum ersten Mal an seine ehemalige Wirkungsstätte zurück. Wenn der Verteidiger am Morgen nach dem Pre-Game-Skating in den Mannschaftsbus steigt, wird er seine Zeit bei den Grizzlys noch einmal Revue passieren lassen. „Ich freue mich auf das Spiel in Wolfsburg. Meine Frau wird mit unserem Sohn auch hinfahren. Sie werden dann am Abend auch beim Spiel im Stadion sein. Weil wir bei meinem Wechsel nach Krefeld praktisch Hals über Kopf die Autostadt verlassen haben, will sie sich noch von einigen Bekannten verabschieden und schaut auch noch mal mit unserem Sohn beim Kindergarten vorbei. Mit den Leuten in Wolfsburg hatte ich keine Probleme, auch nicht mit der Organisation, das hat alles gepasst. Deshalb freue ich mich auch darauf, alle wieder zu sehen“, sagte der 30-Jährige am Donnerstag nach dem Training.

Kontakt zu seinen ehemaligen Teamkollegen gibt es vor dem ersten Bully nicht: „Ein freundliches Hallo muss bis nach dem Spiel warten. Zunächst wollen wir die drei Punkte einfahren. Das wird nicht einfach, weil Wolfsburg gerade zu Hause zuletzt gute Spiele gezeigt hat und jetzt auch drei Spieler wieder zurück kommen. Das macht die Aufgabe noch schwerer. Wenn es uns aber gelingt, über 60 Minuten unser Spiel zu spielen und sich jeder an die Vorgaben hält, haben wir eine gute Chance, das Eis als Sieger zu verlassen.“ Das ist auch schon lange überfällig. Der letzte „Dreier“ in der Arena im Allerpark liegt schon fünf Jahre zurück. In der vergangenen Saison gab es am 2. Weihnachtstag einen 3:2-Sieg nach Penaltyschießen. In dieser Spielzeit trafen beide Teams zum ersten Mal in Krefeld aufeinander. Dabei gewannen die Schwarz-Gelben nach einem 0:3-Rückstand noch mit 4:3.

Die Grizzlys hinken derzeit weit hinter ihren Erwartungen zurück. Der frühe Trainerwechsel (Kossmann für Tirkkonen) zeigte zunächst kaum Wirkung, weil sich das Verletzungspech bis jetzt wie ein Roter Faden durch die Saison zieht. Vor dem Spiel gegen Pinguine hat sich das Lazarett etwas gelichtet. Der Coach könnte erstmals in dieser Saison auf 14 Stürmer und acht Verteidiger zurückgreifen. Mit Nick Latta, Alexander Weiß und William Wrenn stehen drei Profis dicht vor ihrer Rückkehr in den Kader. Spencer Machachek sieht stündlich Vaterfreuden entgegen und könnte deshalb vielleicht noch ausfallen. Eventuell schlagen die Verantwortlichen am Freitag noch auf dem Transfermarkt zu. Denn Petr Pohl, der ein Try-out in der Autostadt absolviert und im Training technisch und läuferisch zu gefallen wusste, steht vor einer Verpflichtung. Am Donnerstag stand für den Deutsch-Tschechen noch die medizinische Untersuchungen auf dem Programm.

Mit dem überraschenden Heimsieg gegen Tabellenführer Mannheim im Rücken wollen die Grizzlys eine Aufholjagd in Richtung Play-off-Plätze starten. „Das Spiel gegen Krefeld ist ein Sechs-Punktespiel. Krefeld ist im Augenblick 14 Punkte weg, aber wenn wir einen Lauf bekommen, ist das noch aufzuholen“, sagt Trainer Kossmann.

Mehr von RP ONLINE