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Krefeld Pinguine: Alex Weiss trifft in Mannheim doppelt

Überraschender Punktgewinn : Alex Weiss trifft doppelt für die Pinguine

Der Stürmer erzielte in Mannheim die 2:0-Führung der Krefelder, die mit 2:3 nach Verlängerung unterlagen. Torwart Oleg Shilin war bei der guten Defensivleistung des Teams ein starker Rückhalt und rettete am Ende den einen Punkt.

Wie sagte es Martin Schymainski am Montag am Rande des Trainings: „Wir haben in Mannheim häufig sehr gut ausgesehen.“ Die Worte des Kapitäns der Pinguine nahmen sich seine Teamkollegen zu Herzen und entführten gegen die Adler aus der Kurpfalz bei der 2:3-Niederlage nach Verlängerung ihren ersten Punkt der neuen DEL-Saison. Bis zur 39. Minute hatten die Schwarz-Gelben durch zwei Treffer von Alexander Weiß sogar geführt.

Die Pinguine hatten ihre Taktik geändert, agierten aus einer sicheren Defensive und lauerten auf Konter. Laurin Braun feierte nach seiner Verletzungspause sein DEL-Debüt in dieser Spielzeit und führte die Mannschaft auch gleich als Kapitän aufs Eis. Im Tor zeigte Oleg Shilin, der erstmals von Beginn an im Kasten stand, eine starke Leistung und sorgte mit dafür, dass die Krefelder bis drei Minuten vor Schluss wie ein Sieger aussahen. Das dürfte der Mannschaft für das Heimspiel am Donnerstag um 19.30 Uhr gegen die Iserlohn Roosters neues Selbstvertrauen geben.

Für den erkrankten Cheftrainer Clark Donatelli, stand Multifunktionär Sergey Saveljev als Coach an der Bande. Unterstützt wurde er von den beiden Co-Trainern Igor Zakharkin und Boris Blank. Die Adler mussten wie schon am Sonntag in Berlin auf sieben Stammspieler verzichten.

Bereits nach knapp 30 Sekunden bot sich für die Pinguine die Chance zur Führung. Lucas Lessio hatte Niclas Licenius am langen Pfosten bedient, der aber den Puck nicht an Mannheims Torhüter Brückmann vorbei brachte. Die Gastgeber hatten etwas mehr vom Spiel kamen aber zunächst nicht zu klaren Tormöglichkeiten weil Krefeld in der Defensive sehr stabil Stand. Alexander Weiss lief in der 11. Minute nach feinen Pass von Leon Niederberger alleine auf Torwart Brückmann zu und ließ diesem mit einem platzierten Schuss über die Stockhand keine Chance. Anton Berlyov hatte in der 15. Minute das zweite Tor auf dem Schläger, brachte den Puck aber nicht im Adler-Tor unter. Nationalspieler Niko Krämmer verpasste 60 Sekunden vor Drittelende den Ausgleich für die Adler, weil er vor dem leeren Krefelder Tor den Puck nicht traf.

Mit finsterer Miene kehrte Adler-Trainer Pavel Gross zum zweiten Drittel aus der Kabine zurück. Er dürfte seinen Schützlingen eine Standpauke gehalten haben. Die Adler erhöhten den Druck, kamen aber nicht zu klaren Chancen, weil Krefeld in der Defensive sehr aufmerksam war. Als dann Adler-Raubein Thomas Larkin nach Foul an Niederberger auf die Strafbank musste, erhöhte Weiss mit einem platzierten Schuss ins lange untere Eck auf 2:0 (24.).

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Eine weitere Strafzeit der Gastgeber konnten die Pinguine nicht nutzen. Stattdessen war der starke Shilin bei zwei Konter gefordert. Der Deutschrusse war aber glänzend postiert, genau wie bei einem Schuss von Torjäger Rendulic (32.) Geschlagen geben musst er sich erst knapp zwei Minuten vor Drittelende nach einem Schuss von Lean Bergmann in den Winkel.

Im Schlussdrittel erhöhten die Adler nochmal den Druck auf das Krefelder Tor. Die Pinguine blieben aber ihrerseits mit einigen Kontern immer wieder gefährlich. Eine Strafzeit gegen Gläßl überstanden die Krefelder unbeschadet. Lessio hatte vier Minuten vor Schluss die Vorentscheidung auf dem Schläger, scheiterte aber am Adler-Torwart. Gut drei Minuten vor Schluss lenkte Adler-Stürmer Matthias Plachta einen Schuss von Ex-Pinguine Verteidiger Sinan Akdag zum Ausgleich ins Tor. 40 Sekunden vor Ablauf der regulären Spielzeit hatte Braun nach Zuspiel von Robert Sabolic den Siegtreffer auf dem Schläger, scheiterte aber an Brückmann. Nach 50 Sekunden der Verlängerung traf Nationalverteidiger Korbian Holzer für die Adler zum etwas glücklichen 3:2.

„Die Jungs haben heute hart gekämpft und sind als Mannschaft aufgetreten. Das Team hat Charakter gezeigt, viele Schüsse geblockt und diszipliniert gespielt. Die Spieler haben das gezeigt, was wir von ihnen sehen wollten“, sagte Ersatz-Chefcoach Saveljev auf der Pressekonferenz.