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Krefeld Pinguine: Adler ohne Geburtstags-Geschenk zu Gast

2:3-Niederlage : Adler ohne Geburtstags-Geschenk für die Pinguine

Im Heimspiel der Pinguine anlässlich des Jubiläums „85 Jahre KEV“ verloren die Krefelder am Sonntag gegen den Meisterschafts-Mitfavoriten Mannheim mit 2:3. Nur 3685 Zuschauer kamen in die Yayla-Arena.

Es fehlte nicht viel, dann wäre das Jubiläum 85 Jahre KEV mit einem Heimsieg der Pinguine gekrönt worden. Denn die Niederlage gegen den Favoriten Adler Mannheim fiel mit 2:3 sehr knapp aus. Das lag hauptsächlich an Torwart Oleg Shilin und der teilweise leichtfertig vergebenen Torchancen der Gäste, die die meiste Zeit der 60 Minuten im Krefelder Drittel verbrachten. Aber nur 26 ihrer 56 Schüsse kamen auf das Tor der Schwarz-Gelben. Die konnten ihre wenigen Torchancen nicht ausreichend genug eiskalt nutzen. Aber sie versuchten alles, den Adlern die Flügel zu stutzen und wurden am Ende entsprechend von ihren Fans gefeiert.

Die Pinguine hatten in Vorfeld des Jubiläums ein buntes Rahmenprogramm versprochen. Das fiel allerdings recht spärlich aus. Von einer geschmückten Westparkstraße war bis auf ein paar kleine Fähnchen von einem Kindergeburtstag oder ein wenig Straßenmalerei nichts zu sehen. Im Foyer waren es nicht der KEV oder die Pinguine, die  für die Ausstellung „85 Jahre“ verantwortlich waren, sondern KEV-Fan Andreas Oberheim, besser bekannt als „Obi“. Der brachte von seinem Dachboden, auf dem er 280 Trikots  aus der ganzen Eishockeywelt, 80 Schläger, 20 Helme und weitere Erinnerungsstücke wie Pokale und Fotos, hat, einiges mit.

Als in der ersten Drittelpause KEV-Legenden unter großem Applaus das Eis betraten, wurden viele große Namen vermisst. Die waren entweder nicht eingeladen, wie zum Beispiel Meistertorschütze Steffen Ziesche oder der langjährige Manager Rüdiger Noack, oder waren wie Uwe Fabig oder Karel Lang in Urlaub oder verhindert.

Enttäuschend war auch das Interesse vieler KEV-Fans an diesem Jubiläumsspiel. Nur 3658 Zuschauer füllten die Ränge, darunter 200 Fans der Mannheimer, für die ein Großaufgebot der Polizei angerückt war. Sie mussten aber lange warten, ehe sich die Überlegenheit ihrer Mannschaft auszahlte. Denn erst in der 18. Minute gelang Wohlgemuth in Überzahl die Führung.

Als viele Zuschauer nach der ersten Pause noch auf dem Weg zu ihrem Platz waren, jubelten schon die Fans auf der Nordtribüne. Denn bei einer Reststrafe gegen Lucas Lessio bezwang Niclas Lucenius bei einem Break mit einem herrlichen Treffer Torwart Brückmann. Dessen Vorderleute drängten danach mit Macht auf die erneute Führung, die nach 35 Minuten fiel. Vier Minuten später lag der Puck erneut im Krefelder Tor, aber der Treffer wurde nach Videobeweis aberkannt.

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Im Schlussdrittel waren die Pinguine zeitweise dem Ausgleich näher als die Gäste der Vorentscheidung. Doch Bergström, Lessio, Braun und Sacher scheiterten an Brückmann oder zielten am Tor vorbei. Mit einem Glücktreffer zogen die Gäste auf 3:1 davon (58.). Doch die Schwarz-Gelben gaben nicht auf. Lessio sorgte 51 Sekunden vor dem Ende für den Anschlusstreffer. Der kam leider zu spät. Auch als Torwart Shilin vorzeitig das Eis verließ, gerieten die Adler nicht mehr in Gefahr. Das Geburtstagsgeschenk für den KEV hatten sie leider zu Hause gelassen.