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Krefeld Pinguine: 34 Sekunden fehlen zum Sieg gegen Kölner Haie

4:5-Niederlage nach Penaltyschießen : Den Pinguinen fehlen 34 Sekunden zum Derbysieg

Die Krefelder mussten sich im Auswärtsspiel bei den Kölner Haien mit 4:5 nach Penaltyschießen geschlagen geben. In einem Match auf mäßigen DEL-Niveau waren die Schwarz-Gelben zweimal in Führung gegangen.

34 Sekunden fehlten den Pinguinen am Mittwochabend im Auswärtsspiel bei den Kölner Haien im dritten Anlauf den ersten Derbysieg der Saison nach 60 Minuten gegen den rheinischen Rivalen einzufahren. 75 Sekunden vor dem Ende hatte Artur Tyanulin die Krefelder mit 4:3 in Führung gebracht. Doch dann bissen die Haie noch einmal zu und gewannen nach Penaltyschießen mit 5:4. In einem DEL-Match auf mäßigem Niveau waren klare Torchancen insgesamt Mangelware. Die Pinguine konnten zweimal einen Rückstand ausgleichen, ehe sie zum ersten Mal in dieser Eiszeit in einem Duell gegen die Haie in Führung gingen.

Obwohl Trainer Clark Donatelli am Dienstag erklärt hatte, für Luca Hauf käme ein DEL-Einsatz in Köln noch zu früh, stand der 17-jährige Stürmer trotzdem auf dem Spielberichtsbogen. Dafür fehlte Martins Karsums, der nach seinen fast 18 Minuten Eiszeit gegen Bremerhaven angeschlagen passen musste. Für den Letten rückte Lucas Lessio in die erste Sturmreihe. Als siebter Verteidiger war Chrisian Bull wieder dabei, der am Dienstag mit der Mannschaft trainiert hatte. Im Tor stand wie erwartet Marvin Cüpper. Bei den Haien gab Förderlizenzspieler Marvin Ratmann vom Zweitligisten Bad Nauheim sein DEL-Debüt.

„Wir müssen die gefährlichen Schüsse der Kölner im Slot verhindern“, sagte Niklas Postel vor dem ersten Bully. Das gelang aber nur drei Minuten. Als Maxi Gläßl einen Schuss von Barinka zuließ, war die Kölner Führung fällig (4.). Die Antwort der Pinguine folgte in Überzahl mit dem Ausgleich auf dem Fuße. Zunächst jubelte Postel über seinen ersten DEL-Treffer. Doch Martin Schymainki muss im Torkreis den Puck wohl noch berührt haben, so dass er sich mit dem Treffer an seinem Geburtstag (35) selber das schönste Geschenk machte.

Kein Team konnte sich bis zur ersten Pause ein Übergewicht erspielen. Beim nächsten Krefelder Fehler gingen die Haie wieder in Führung. Mirko Sacher verlor hinter dem Tor den Zweikampf gegen Zalewski, der den Puck vors Tor brachte. Dort stand Ratmann völlig frei und erzielte in seinem ersten DEL-Spiel gleich einen Treffer. Drei Minuten vor der Pause kam Postel dann doch noch bei angezeigter Strafe zu seinem ersten DEL-Treffer. Dabei sah Torwart Weitzmann allerdings nicht gut aus.

Die Pinguine überstanden zu Beginn des Mitteldrittels eine Reststrafzeit gegen Christian Bull und hatten dann die erste gute Einschussmöglichkeit. Brett Olson zielte aufs kurze obere Eck, traf aber den Außenpfosten. Das Geschehen blieb auf mäßigem Niveau mit leichten Vorteilen für die Haie. Beide Teams versuchten, den Spielaufbau des Gegners schon in der neutralen Zone zu stören. Was so auf beide Tore kam, stellte die Torhüter nicht vor große Probleme. So dauerte es lange bis zur nächsten guten Einschussmöglichkeit. Die hatte F. Tiffels in der 31. Minute, der an Torwart Cüpper scheiterte. Dagegen führte die nächste Großchance der Pinguine zur Führung. Lessio tankte sich nach Zuspiel von Laurin Braun gegen Mo. Müller energische durch und traf aus kurzer Distanz über Weitzmanns Fanghand in die Maschen (33.). Kurz vor der zweiten Pause hätten die Pinguine den Vorsprung in Überzahl noch ausbauen können. Doch bis auf zwei Schüsse von Alex Blank, die für Torwart Weitzmann eine sichere Beute waren, sprang dabei nichts heraus.

Die Haie kamen mit deutlich mehr Biss aus der Kabine als vor den ersten beiden Dritteln. Die Folge war der frühe Ausgleichstreffer, den Sills mit einem sehr schönen Schuss ins lange obere Eck besorgte. Cüpper war die Sicht versperrt. Kurz darauf wäre Ivan Petrakov beinahe das 4:3 gelungen, doch Weitzmann war zur Stelle. Die Kölner bauten das Verhältnis der Torschüsse weiter zu ihren Gunsten aus. Ab der 50. Minute kamen die Gäste wieder häufiger ins Kölner Drittel. Einen Schuss von Lessio fischte Weitzmann aus der Luft (51.). Auf der anderen Seite hatte Glück, als Akeson das Kreuzeck traf (53.). Sekunden später verhinderte er gegen Ma. Müller den möglichen Siegtreffer der Haie.

147 Sekunden vor dem Ende kassierten die Haie eine Strafe wegen zu vielen Spielern auf dem Eis. Tyanulin und Lessio scheiterten an Weitzmann. Dann nahm Trainer Donatelli seine Auszeit. und das mit Erfolg. 75 Sekunden vor dem Ende sorgte Tyanulin mit seinem sechsten Saisontreffer für das 4:3. Doch die Krefelder ließen sich den Dreier noch nehmen. Cüpper konnte einen Schuss von Edwards nicht festhalten, F. Tiffels staubte zum Ausgleich ab.

In der Verlängerung vergaben beide Team trotz guter Einschussmöglichkeiten den Siegtreffer. So gingen die Pinguine zum ersten Mal in dieser Saison ins Penaltyschießen. Dort gelang den Pinguinen kein Treffer.