Krefeld Pinguine: 3:2-Sieg bei Iserlohn Roosters beendet schwarze Serie

Nach neun Niederlagen in Folge : Noonan führt die Pinguine zum Sieg

Der amerikanische Verteidiger trägt maßgeblich zum 3:2-Sieg der Krefeld Pinguine in Iserlohn bei und stabilisiert so den wackeligen Stuhl von Trainer Brandon Reid. Damit ist die schwarze Serie von neun Niederlagen in Folge beendet.

Die Krefeld Pinguine haben ihre schwarze Serie beim Auswärtsspiel in Iserlohn nach neun Niederlagen in Folge mit einem 3:2 (1:0, 2:2, 0:0)-Erfolg beendet. Vor 3.779 Zuschauern, darunter etwa 100 aus Krefeld war Torhüter Jussi Rynnäs der Sieggarant. Vor allem in der Schlussminute verhinderte der Finne mit starken Paraden den Ausgleich der Gastgeber. Nach dem Spiel wurde er von seinen Mannschaftskameraden in einer Spielertraube stürmisch gefeiert.

Justin Hodgman kam wie angekündigt nach gut vierwöchiger Verletzungspause zu seinem dritten Saisoneinsatz. Er führte die zweite Sturmreihe mit Grant Besse und Laurin Braun an und bot eine gute Leistung. Daniel Pietta konnte auch mitspielen, er hatte seine Handverletzung wegen der er noch am Sonntag in München passen musste, auskuriert. Arturs Kruminsch fiel erstmals in dieser Saison als überzähliger Spieler aus dem Kader. Das Warm-Up beobachteten Cheftrainer Brandon Reid und sein Co-Trainer Pierre Beaulie wegen der hohen Temperaturen in der Eissporthalle am Seilersee ohne Sakko.

Dass der Tabellenzwölfte gegen den Tabellenletzten spielte, war im ersten Drittel deutlich zu sehen. Schöne Spielzüge und Torgelegenheiten blieben Mangelware. Michael Clarke zielte am Kasten von Jussi Rynnäs vorbei. Chad Costello konnte an ehemaliger Wirkungsstätte Anton Peters im Roosters Gehäuse aus spitzem Winkel nicht überwinden. Auch als Hodgman auf die Strafbank musste, geriet das Krefelder Tor nicht in Gefahr. Mit dem schönsten Spielzug des Drittels gingen die Pinguine in der 18. Minute durch Grant Besse mit 1:0 in Führung. Braun hatte prima vorbereitet und Besse ließ Peters mit einem schönen Rückhandschuss keine Chance. Im zweiten Drittel legten die Schwarz-Gelben einen Blitzstart hin. 41 Sekunden waren gespielt, da staubte Braun mit einem Hechtsprung nach Schuss von Garret Noonan zum 2:0 ab. Es sollte noch besser kommen. Nach der Hälfte des Spiels setzte Hodgman zu einem Slalom aus dem eigenen Drittel an, fuhr hinter das Tor der Roosters und bediente Noonan mustergültig, der zum 3:0 einschoss. Nachdem die Pinguine eine Strafe gegen Mark Cundari unbeschadet überstanden hatten, nutzten die Hausherren eine Strafe gegen Costello zum Anschlusstreffer. 34 Sekunden vor der zweiten Pause brachte Marko Friederich Iserlohn mit dem Treffer zum 2:3 ins Spiel zurück.

Wie schon über weite Strecken des zweiten Drittels setzte Trainer Ried nur noch zehn Stürmer ein. Neben Philipp Kuhnekath blieb auch Jeremy Welsh auf der Bank. Der Kanadier war im ersten Drittel nur durch seine pomadige Spielweise aufgefallen. Kai Hospelt und Travis Ewanyk wechselten sich im dritten Sturm als Center ab. Iserlohn versuchte, Druck aufzubauen, brachte sich aber durch insgesamt sechs Strafzeiten immer wieder selber in Bedrängnis. Krefeld konnte die Überzahlspiele aber nicht zur Vorentscheidung nutzen. Deshalb blieb es bis zum Ende spannend.

Als dann 62 Sekunden vor Schluss Costello auf die Sünderbank musste und die Roosters mit sechs Feldspielern agierten, wurde es für die Pinguine kritisch. Aber sie hatten ja Rynnäs im Tor.

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