Krefeld: Fünf Pinguine fliegen zu Brandon Reid

Deutsche Eishockey-Liga : Fünf Pinguine fliegen zu Brandon Reid

Darren Mieszkowski, Edwin Schitz, Adam Kiedewicz, Niklas Postel und Tom-Eric Bappert nehmen im kanadischen Montreal an einem Trainingscamp unter Leitung des Krefelder Trainers teil.

Für fünf Spieler der Krefeld Pinguine endet die Saisonvorbereitung in heimischen Gefilden am morgigen Freitag. Es geht dann aber nicht in den Urlaub, sondern in ein Trainingscamp nach Kanada. Trainer Brandon Reid betreibt in Montreal eine Eishockeyschule. Die Stürmer Darren Mieszkowski, Edwin Schitz, Adam Kiedewicz und Niklas Postel sowie Verteidiger Tom-Eric Bappert kommen in den Genuss, in der Heimatstadt der Montreal Canadiens sich ihrem Trainer zu präsentieren. Bis zum 26. Juli gehen sie dort fast täglich aufs Eis. Untergebracht werden die talentierten Nachwuchsspieler in einem Internat.

Stürmer Niklas Postel, der in der vergangen Saison an den Zweitligisten Eislöwen Dresden ausgeliehen war, schaut auch schon mit Vorfreude auf das Camp: „Das ist natürlich eine super Möglichkeit, wenn man schon im Juli vier Wochen aufs Eis gehen kann. Ich will die Gelegenheit nutzen und dem Trainer zeigen, was ich kann und, dass er den Niklas Postel in der kommenden Saison im DEL-Team braucht.“. Ich war schon einige Male in Übersee, in Montreal war ich aber noch nie. Vielleicht bleiben ja ein paar Minuten, um sich die Stadt anzusehen“, sagte Postel im RP-Gespräch.

Wie Sportdirektor Matthias Roos berichtete, werden die Kosten dieser Maßnahme vollständig von der KEV Pinguine Eishockey GmbH übernommen. Einschließlich der Flüge kostet diese Maßnahme pro Spieler etwa 4.500 Euro. Das dürfte aber gut angelegtes Geld sein, denn im Mutterland des Eishockeys sind die Trainingsmöglichkeiten auch im Sommer optimal, so dass sich die Spieler weiterentwickeln können. „Ich war noch nie in Übersee, habe aber schon einige Camps in Europa mitgemacht, unter anderem in Österreich. Einen Trainingsplan haben wir noch nicht, das werden wir sicher alles vor Ort erfahren. Dass die Pinguine mir das ermöglichen und die Kosten übernehmen, finde ich super. Ich habe hohe Erwartungen und will das Bestmögliche draus machen und mich vor allen Dingen dem Trainer von meiner besten Seite zeigen,“ sagte Mieszkowski im RP-Gespräch.

Neben den fünf Pinguinen nehmen auch viele Nachwuchstalente aus Dänemark am Camp teil. Der überwiegende Teil der Spieler kommt aber aus Kanada. Sicherlich ist diese Reise neben der eishockeyspezifischen Ausbildung für die Spieler auch eine gute Möglichkeit, ihre Persönlichkeit in einem neuen Umfeld weiter zu entwickeln. Matthias Roos sagt: „Das ist für unsere jungen Spieler eine super Sache. Die Jungs haben dort die Möglichkeit, viel zu lernen und neue Erfahrungen zu sammeln. Dabei können sie sich auch unserem Trainer über einen Zeitraum von vier Wochen sehr gut präsentieren.“

Los geht es für die fünf Kufen-Cracks am kommenden Samstag. Sie werden in Düsseldorf in den Flieger steigen und dann über Paris nach Montreal reisen. Der Rückflug erfolgt am 26. Juli über die gleiche Route. Am 27. Juli werden die Jungs wieder in Düsseldorf landen. Nach einem freien Sonntag stehen dann für alle Spieler des Pinguine-Kaders für die Saison 2019/2020 am 29., 30. und 31. Juli die von der Deutschen Eishockey-Liga vorgeschriebenen medizinischen Untersuchungen und Leistungstests an. Für Donnerstag, dem 1. August ist das erste Eistraining in der Yayla-Arena geplant.

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