Krefeld: Der KEV’81 kehrt in die Oberliga zurück

Signal für die Nachwuchsarbeit: Der KEV’81 kehrt in die Oberliga zurück

Gemeinsam mit den Pinguinen wird in der kommenden Saison eine U23-Mannschaft an den Start gehen, um Talente zu fördern und an den DEL-Standort zu binden. Wolfgang Schulz und Mikhail Ponomarev unterstützen das Projekt.

Die Nachwuchsarbeit im deutschen Eishockey lässt seit Jahren viele Wünsche offen. Das Fünf-Sterne-Programm von DEB und DEL ist ein erster wichtiger Schritt in die richtige Richtung. Vom Gewinn der Silbermedaille bei Olympia und dem Aufstieg der U20-Nationalmannschaft in die WM-A-Gruppe verspricht sich der Verband zusätzlichen Rückenwind und will Talente fördern. Daher bietet der DEB jetzt den DEL-Klubs die Möglichkeit, ein U20-Team am Spielbetrieb der zwei Oberligen teilnehmen zu lassen.

Die Verantwortlichen des Krefelder EV 1981 und der KEV Pinguine Eishockey GmbH haben nicht lange gewartet und bereits im vergangenen November die notwendigen Weichen gestellt. Sie wollen in der kommenden Saison mit einem U23- Team in der Oberliga Nord mitmischen. Ziel ist es, den Nachwuchsspielern den Sprung in die DEL zu erleichtern und diese optimal auf eine Karriere als Eishockeyprofi vorzubereiten. „Wir sind seit dem Deutschland-Cup intensiv im Austausch mit dem DEB. Das neue Team soll unter dem Namen Krefelder EV spielen und seine Heimspiele in der Rheinlandhalle austragen. Wolfgang Schulz und Mikhail Ponomarev als Hauptgesellschafter der Pinguine sind in die Planungen eingebunden und unterstützen uns entsprechend“, erklärte Achim Staudt, 1. Vorsitzender des KEV, am Mittwoch bei der Vorstellung des Projekts. Die Finanzierung sei gesichert. Achim Staudt appellierte allerdings an die Krefelder Wirtschaft, das Projekt zu unterstützen: „Wir sind ein richtig guter Botschafter und Werbeträger für das Eishockey in Deutschland. Ich wünsche mir etliche Nachahmer wie die Firma Yayla.“

Mit Niklas Postel, Darren Mieszkowski, Edwin Schitz, und Adam Kiedewicz haben die Pinguine bereits vier förderlizenzfähige Spieler unter Vertrag genommen. „Wir wollen optimal ausbilden, was mit diesem Konzept gewährleistet sein sollte. Es besteht die Möglichkeit, dass Spieler vormittags am Training der DEL und abends am Training der Oberliga teilnehmen. Hierzu muss lediglich die Straßenseite gewechselt werden. Je nach Entwicklungsstand des Spielers sind auch Einsätze bei einem DEL2-Team möglich. Hierzu sind wir genauso in Gesprächen wie mit weiteren jungen Spielern, die in nächster Zeit Verträge bei uns unterzeichnen werden“, sagte Sportdirektor Matthias Roos.

Verteidiger Torsten Ankert, der am Dienstag seinen Vertrag um zwei Jahre verlängert hatte, betonte, wie wichtig so ein Projekt sei: „Ich bin mit 17 von Hans Zach ins kalte Wasser geworfen worden, der mich und andere Spieler gefördert hat. Es ist traurig, wenn in Bremerhaven kein Spieler ist, der Deutsch sprechen kann. Es gibt viele gute junge Spieler. Es wird immer gesagt, es kommt nichts nach. So einfach darf man sich das nicht machen. Man muss den Spielern nur die Chance geben, so wie es früher in Köln bei mir, Kai Hospelt, Philip Gogulla, Moritz Müller, Thomas Greis oder anderen Spielern war.“

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