Düsseldorf gewinnt im dritten Anlauf gegen Krefeld das erste Straßenbahnduell der Saison DEG im Derby zu clever für die Pinguine

Krefeld · 7122 Zuschauer sahen am Freitagabend bei der Premiere der Yayla-Arena eine 2:4-Niederlage der Krefelder. Für die Schwarz-Gelben trafen Pietta und Berglund. Am Sonntag (14 Uhr) steigt das nächste Derby bei den Kölner Haien.

 Welch eine Erlösung für Daniel Pietta, der mit dem Treffer zum 1:1- Ausgleich für die Pinguine endlich seine langanhaltende Durststrecke beendete.

Welch eine Erlösung für Daniel Pietta, der mit dem Treffer zum 1:1- Ausgleich für die Pinguine endlich seine langanhaltende Durststrecke beendete.

Foto: Lammertz, Thomas (lamm)

Die Premiere der Yayla-Arena fiel nicht so erfolgreich aus wie vor 14 Jahren das erste DEL-Spiel im König-Palast, als die Pinguine gegen Berlin mit 2:1 gewannen. Diesmal unterlagen sie dem rheinischen Rivalen Düsseldorfer EG mit 2:4. Vor 7122 Zuschauern fanden die Krefelder im ersten Drittel so gut wie nicht statt und konnten froh sein, dass sie nur 1:2 hinten lagen. Ab der 21. Minute war die Mannschaft von Trainer Brandon Reid mit dem Tabellenzweiten auf Augenhöhe und im zweiten Drittel sogar besser. Der Schlüssel zum Erfolg waren wie so oft die Special-Teams. Denn die Gäste erzielten zwei ihrer vier Treffer in Überzahl, während die Schwarz-Gelben dabei leer ausgingen. Nach nun fünf Niederlagen in Folge drohen die Schwarz-Gelben über den Jahreswechsel aus den Pre-Play-off-Plätzen zu fliegen. Bereits am Sonntag steht für sie in Köln (14 Uhr) das nächste Derby auf dem Programm.

Vor dem Spiel drehte sich im Umlauf des Stadions alles um den Namenswechsel von König-Palast in Yayla-Arena. Der türkische Lebensmittelhersteller war mit Aktions- und Infoständen sehr präsent, was bei den Fans gut ankam. Beim Auftaktbully waren die Ränge für ein Straßenbahnduell würdig gefüllt. Die Düsseldorfer traten bis auf Torwart Wentzel in der Formation von der Niederlage am Mittwoch gegen Bremerhaven an. Bei den Pinguinen kehrte Travis Ewanyk nach seiner Sperre für Lois Spitzner in den Angriff zurück. Dafür musste Patrick Seifert als überzähliger Spieler auf die Tribüne.

Die DEG legte in ihren roten Hosen los wie die Feuerwehr. „Wir müssen von der ersten Sekunden an konzentriert sein und dürfen uns keine Konter einfangen“, hatte Trainer Reid am Donnerstag gesagt. Doch schon in der zweiten Minute liefen zwei Düsseldorfer auf einen Krefelder zu. Zum Glück war Torwart Ilya Proskuryakov hellwach und verhinderte gegen Barta einen frühen Rückstand. Die Gäste blieben weiter am Drücker. Und als sich Samson Mahbod die erste Strafe des Spiels abholte, ging die DEG durch Flaake in Führung (11.). Die Pinguine fanden bis dahin offensiv so gut wie gar nicht statt. Der Gegner ließ keinen konstruktiven Spielaufbau zu. Der erste richtige Torschuss ging auf das Konto von Ewanyk (8.). Nachdem die Krefelder ihre zweite Unterzahl mit viel Glück überstanden hatten, fiel der Ausgleich wie ein Blitz aus heiterem Himmel. Ausgerechnet Derby-Spezialist Daniel Pietta war dafür verantwortlich. Er traf mit einem harten Distanzschuss ins Schwarze. Torwart Wentzel war ein wenig die Sicht versperrt (17.). „Wir müssen unsere Blockade im Kopf einfach ausschalten“, hatte Pietta vor dem Spiel gesagt. Der Jubel der KEV-Fans war gerade verhallt, da gingen die Gäste Sekunden vor der Pause wieder in Führung. Ex-Pinguin Christian Kretschmann reagierte im Slot bei einer Hereingabe am schnellsten.

Schnell antworteten die Schwarz-Gelben zu Beginn des Mitteldrittels mit dem Ausgleich. Jacob Berglund hielt seinen Schläger in einem Schuss von Kirill Kabanov und fälschte den Puck für seinen schwedischen Landsmann im DEG-Tor unhaltbar ab. Dieser Treffer gab den Hausherren mächtig Rückenwind. Jetzt waren sie plötzich häufiger im gegnerischen Drittel anzutreffen als die Gäste. Bei zwei Überzahlspielen ergab sich für Krefeld die große Chance zur Führung, die aber Samson Mahbod am kurzen Pfosten vergab. Besser machten es die Gelb-Roten. Als Garrett Noonan auf der Strafbank saß, traf Pimm mit einem Distanzschuss. Ankert und Gogulla hatten Torwart Proskuryakov die Sicht versperrt (34.). Das Momentum kippte wieder. Bis zur zweiten Pause waren die Düsseldorfer dem nächsten Treffer näher als die Pinguine.

Auch zu Beginn des Schlussdrittels wäre beinahe der schnelle Ausgleich für Krefeld gefallen. Doch ein Schuss von Martin Lefebvre landete gegen den Außenpfosten. Die Pinguine drängten weiter auf den nächsten Treffer. Ein abgefälschter Schuss von Berglund verfehlte knapp das Tor (48.), dann scheiterte der Krefelder Torjäger an Torwart Wentzel (52.). Die KEV-Fans feuerten ihr Team ununterbrochen lautstark an. Doch sie wurden nicht belohnt. Nach einem Bully im Krefelder Drittel zielte Barta den Puck aus spitzen Winkel auf den kurzen Pfosten. Der Puck flutschte Proskuryakov unter dem Schoner ins Tor (56.). Damit war die Vorentscheidung gefallen. Bei einer Überzahl in der Schlussphase gelang den Krefeldern kein Treffer mehr. So feierten am Ende nur die 600 mitgereisten DEG-Fans.

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