Krefeld Pinguine: Krefeld bleibt in meinem Herzen

Krefeld Pinguine: Krefeld bleibt in meinem Herzen

Patrick Hager vertrat bei der Eishockey-Nationalmannschaft zum letzten Mal die Farben der Pinguine. Es steht schon lange fest, dass der 23-Jährige die Seidenstadt verlässt.

Patrick Hager gehörte über Ostern zum letzten Mal als Spieler der Pinguine zum Aufgebot der Deutschen Eishockey-Nationalmannschaft und bestritt am Ostersamstag sein 50\. A-Länderspiel. Jetzt wird der 23-jährige Stürmer in der Seidenstadt seine Zelte abbrechen und in der kommenden Saison für den ERC Ingoldstadt spielen.

Allerdings ist sein Wechsel noch nicht offiziell bekannt gegeben worden. RP-Sportredakteur H.-G. Schoofs sprach mit Hager über seine Zeit in Krefeld und seine Zukunft.

Dürfen Sie immer noch nicht verraten, welches DEL-Trikot Sie nächste Saison tragen?

Hager Dürfte ich schon, möchte ich aber nicht. Das soll mein neuer Verein tun.

Fällt Ihnen der Abschied von Krefeld schwer?

Hager Auf der einen Seite ja, weil ich mich bei den Pinguinen sehr wohl gefühlt und dem Verein viel zu verdanken habe. Hier habe ich den Sprung zum Profi und in die Nationalmannschaft geschafft. Auf der anderen Seite glaube ich, dass es an der Zeit ist, eine neue Herausforderung anzunehmen. Nur so kann man sich als junger Spieler weiterentwickeln.

Aber Sie haben sich in Krefeld doch super entwickelt.

Hager Das stimmt. Es war für mich zunächst nicht so leicht, wenn man mit 18 Jahren sein Zuhause verlässt und von der Oberliga in die DEL wechselt. Doch nachdem ich dann im ersten Jahr ab Weihnachten Stammspieler wurde, weil uns Selivanov verlassen hatte, lief es für mich immer besser. Ich war glücklich, dass ich in einer Reihe mit Ramsay und Meloney die Saison zu Ende spielen durfte

Aber es gab auch Phasen, wo Sie vielleicht an Abschied gedacht haben.

Hager Das ist bei jungen Spielern normal, weil sie sehr ehrgeizig sind und nicht die notwendige Geduld besitzen. Ich habe mir aber immer gesagt, dass ich mich in Krefeld durchbeißen muss. Das ist mir gelungen.

Gibt es einen Trainer, unter dem Sie in Krefeld besonders gerne gespielt haben?

Hager Nein. Es war bei den vielen Trainerwechseln für uns junge Spieler sehr schwer, weil man sich immer wieder neu beweisen musste. Ich habe unter jedem Trainer dazu gelernt.

Aber unter Igor Pavlov war es doch ganz schön hart.

Hager Igor hatte eine andere Trainings-Philosophie. Aber für uns junge Spieler war das nicht so problematisch.

Was wird für Sie aus Ihrer Zeit bei den Krefeld Pinguinen in guter Erinnerung bleiben?

Hager Das waren fünf coole Jahre. Ich werde die Mannschaft schon vermissen. Die Vorsaison war natürlich super. Da hatten wir viel Spaß und viel Erfolg. Auch die Fans werde ich vermissen. Die Rückendeckung der KEV-Fans ist super. Selbst in dieser Saison, die nicht gerade toll war, standen sie immer hinter uns.

Wird beim Hager Patrick, wie die Fans Sie nennen, denn Krefeld ein Platz in Ihrem Herzen finden?

Hager Krefeld bleibt im meinen Herzen. Ich bin gespannt, wie die Fans reagieren, wenn ich zurückkehre und den ersten Check angesetzt habe.

Im Mai wartet auf Sie noch eine weitere neue Herausforderung.

Hager Das stimmt. Meine Freundin ist schwanger. Wir bekommen eine Tochter.

Und wann läuten die Hochzeitsglocken?

Hager (lacht) Alles braucht seine Zeit. Jetzt freuen wir uns erstmal auf das Baby.

Und auf die WM?

Hager Mal sehen, welche Spieler Anfang Mai zu Verfügung stehen.

(RP/rl)
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