Grant Besse will 20-Tore-Marke bei den Krefeld Pinguinen knacken

Eishockey : Grant Besse will 20-Tore-Marke knacken

Der amerikanische Torjäger der Pinguine gibt sich selbstbewusst und traut sich eine Führungsrolle in seinem neuen Team zu. Trainer Brandon Reid traut ihm sogar zu, zum Publikumsliebling aufzusteigen.

Die Pinguine der Saison 2019/20 sollen besser, stärker, schneller und vor allem ausgeglichener sein als im Vorjahr. Ein Spieler, der dazu einen entscheidenden Beitrag leisten soll, ist Grant Besse. Der 25 Jahre alte Amerikaner aus der Nähe von Minnesota kommt mit der Empfehlung von 30 Toren und 62 Punkten aus der ECHL nach Krefeld. Exakt diese Werte erreichte er in den vergangenen beiden Spielzeiten zweimal. Das soll für ihn auch die Basis seiner DEL-Statistiken sein, zumal er auch in 18 AHL-Einsätzen mit neun Punkten überzeugte.

„In den beiden vergangenen Jahren habe ich zweimal etwa 0,5 Tore und 1,0 Punkte pro Spiel erreicht. Das ist eine Größenordnung, die ich in der DEL ebenfalls erreichen möchte“, sagt Besse selbstbewusst. Und auch sein Trainer Brandon Reid traut ihm zu, solche Werte zu erreichen. „Ich mag es nicht Spieler unter Druck zu setzen. Aber ich habe gehört, dass Grant selbst über 20 Tore als Ziel ausgegeben hat. Das finde ich gut und traue es ihm auch zu, wenn er ein gutes Jahr erwischt“, sagt der Kanadier, der hinzufügt: „Grant wurde uns wärmstens von Bekannten empfohlen und alle sind sich einig: Sein Spielstil ist wie für Europa gemacht. Er ist ein Torjäger und hat von der Spielweise her die Chance ein Publikumsliebling zu werden.“ Besse gehört zu den wenigen neuen Pinguinen, die noch keinen Titel gewonnen haben. Trotzdem will er eine Führungsrolle in der Mannschaft übernehmen, spielt er doch in den Planungen des Trainerstabes eine durchaus entscheidende Rolle. Reid sieht ihn als Fixpunkt im Überzahlspiel und traut ihm ein Rolle als Außen in der Pietta-Reihe zu. „Wer am Ende am besten zu wem passt, das wird die Vorbereitung zeigen. Wir werden erst einmal Jeremy Welsh in dieser Rolle ausprobieren. Aber Grant ist definitiv eine Option“, sagt Reid. Besse selbst sieht den Kampf um die Plätze entspannt und spricht davon im Training Gas zu geben. Sollte er sich im Kampf um die Rolle in Reihe eins nicht durchsetzen, so sehen ihn aktuelle Planungen im zweiten Block. Dort könnte er an der Seite von Center Justin Hodgman spielen. Auf der anderen Außenbahn böten sich dann entweder Jacob Lagacé, ein dritter Neuzugang, oder Vinny Saponari an. Besse, der als sein größtes Hobby Golf angibt und hier mit sechs bis sieben ein beachtliches Handicap aufweist, bezeichnet sich selbst als ruhigen Typ in der Kabine, der auch eine Führungsrolle übernehmen würde. „Ich gehe gern vorneweg und reiße meine Mitspieler mit, ohne dabei große Reden zu schwingen“, sagt er. Vier Jahre spielte er an der Universität und studierte erfolgreich Business Management. Im Jahr 2013 wählten ihn überdies die Anaheim Ducks in der fünften Runde des Drafts aus. „Ich bin noch jung genug, noch immer von der NHL zu träumen“, sagt der Neuzugang, der aber klar hinzufügt: „Derzeit bin ich aber in Europa und will in Krefeld meine beste Leistung bringen und konzentriere mich ganz darauf.“ Als Teil einer erfolgreichen Mannschaft könnte das auch ein längeres Engagement werden. Zumal, wenn er sich wirklich zum Publikumsliebling entwickeln sollte.

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