Eishockey in der DEL: Krefeld Pinguine verlieren gegen Nprnberg Ice Tigers

Kampf um Platz zehn in der DEL : Krefeld Pinguine verlieren in Nürnberg das erste Endspiel

Im Kampf um Platz zehn in der Deutschen Eishockey-Liga mussten sich die Krefeld Pinguine am Sonntag im Auswärtsduell gegen die Nürnberg Ice Tigers mit 3:4 geschlagen geben. Am kommenden Sonntag kommt es in Krefeld zur Revanche.

Der Kampf um Platz zehn spitzt sich wieder zu. Die Pinguine mussten sich dem direkten Konkurrenten Nürnberg Ice Tigers mit 3:4 geschlagen geben. Nachdem die Gastgeber mit einem Doppelschlag  binnen 38 Sekunden mit 2:0 in Führung gegangen waren, mussten die Gäste vom Niederrhein vor den Augen ihrer 50 mitgereisten Fans stets einem Rückstand hinterher laufen. Sie kassierten insgesamt zu viele Strafen.

Die Pinguine waren bereits am Samstagvormittag nach Nürnberg gefahren und trainierten dort am Abend. Bis auf Adrian Grygiel und Vinny Saponari waren alle Spieler dabei. Trainer Brandon Reid hatte drei seiner vier Sturmreihen vor dem wichtigen Duell umgebaut. Martin Schymainski rückte in die vierte Reihe zu Travis Ewanyk und Philip Riefers. Tim Miller führte den Sturm mit Matthias Trettenes und Kirill Kabanov als Center aufs Eis. James Bettauer rückte von der Abwehr in den Sturm und lief an der Seite von Samson Mahbod und Greger Hanson auf. Für Bettauer rutschte Patrick Seifert als Verteidiger neu ins Team. Philipp Kuhnekath blieb als 13. Stürmer auf der Bank.

„Wir müssen so wie gegen München anfangen, möglichst das 1:0 machen und den zweiten Treffer nachlegen. Dann wird der Druck für Nürnberg sehr groß. Sollte allerdings Nürnberg 1:0 in Führung gehen, dann könnte es sein, dass die Tigers ins Laufen kommen, dann müssen wir aufpassen, dass es uns nicht so ergeht wie am Freitag Wolfsburg“, sagte Sportdirektor Matthias Roos vor dem Spiel. Im Lager der Ice Tigers war vor dem Spiel bei Fans und Mannschaft deutlich zu spüren, dass für sie eine Art Endspiel um Platz zehn auf dem Programm steht.

Der Wunsch des Sportdirektors nach einer Führung ging in Erfüllung. Jacob Berglund beförderte den Puck in der Luft in die Maschen. Doch sein Schläger soll dabei über der Querlatte gewesen sein. Jedenfalls erkannten die Schiedsrichter den Treffer nach Videobeweis nicht an, was bei den Pinguinen für reichlich Unverständnis sorgte. Sie blieben aber am Drücker. Schymainskis Schuss ging bei einer guten Torchance aber am langen Pfosten vorbei (11.). Eine Strafe gegen Greg Noonan überstanden die Pinguine schadlos. In der 18. Minute hatte Greger Hanson dann nach einer tollen Einzelleistung die Führung auf dem Schläger, scheiterte aber am Ex-Krefelder Niklas Treutle im Kasten der Nürnberger.

Zu Beginn des zweiten Drittels traf dann die Befürchtung von Roos ein. Die Ice Tigers gingen in Überzahl in Führung und erhöhten nur 38. Sekunden später bei einem Solo von Brown auf 2:0. Zum Glück überstanden die Pinguine eine Strafe gegen Greger Hanson und schlugen dann selber in Überzahl durch den 21. Saisontreffer von Berglund zu. Doch durch zwei Strafen raubten sich die Gäste selber das Momentum. Als sie gerade wieder komplett waren, verlor Bruggisser hinter dem Tor einen Zweikampf gegen Dupuis, der auf 3:1 erhöhte. Zum Glück handelten sich auch die Ice Tigers Strafen ein. Als für 86 Sekunden gleich zwei Franken auf der Strafbank saßen, verkürzte Schymainski auf 2:3 (37.).

 Dieser wichtige Treffer gab den Schwarz-Gelben für das Schlussdrittel die notwendige Motivation. Kurz nach Wiederbeginn scheiterte Martin Lefebvre an Torwart Treutle. Pech hatte Garett Noonan, als er vor dem Tor den Puck in der Luft mit seinem Schläger verfehlte. Stattdessen konnten die Nürnberger erneut einen Konter erfolgreich durch Brown abschließen. Weil die Krefelder eine Überzahl nicht nutzen konnten und Hanson bei vier gegen vier bei einer guten Einschussmöglichkeit an Treutle scheiterte (52.), blieb nur noch wenig Zeit für eine Aufholjagd. Doch die wollten die Schwarz-Gelben unbedingt nutzen, machten Druck und verkürzten auf 3:4. Tim Miller erzielte mit einem verdeckten Distanzschuss seinen zweiten Saisontreffer (57.). In der letzten Minute wurde es noch einmal richtig spannend. Als Torwart Pätzold  schon vom Eis war, kassierten die Ice Tigers  noch eine Strafe. Doch in den verbleibenden 42 Sekunden gelang der Ausgleich  trotz doppelter Überzahl nicht mehr.

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