Eishockey in der DEL: Krefeld Pinguine unterliegen Meister München

Eishockey in der DEL: Krefeld Pinguine unterliegen Meister München

Die Krefeld Pinguine haben am Freitagabend gegen den Deutschen Meister EHC München mit 2:5 verloren. Vor 5.146 Zuschauern waren die Gäste von der Isar diesmal zu stark für die Schwarz-Gelben. Sonntag steigt in Nürnberg ein „Play-off-Spiel“.

Statt der ersehnten sieben Siege auf einem Streich mussten die Pinguine am Freitagabend in der Yayla-Arena vor 5.146 Zuschauern zum zehnten Mal in Folge auf eigenem Eis gegen München eine Niederlage einstecken. Die Krefelder vergaben nach ihrer 1:0-Führung einige gute Torchancen. In dieser Phase fehlte ihnen gegen so einen starken Gegner das Scheibenglück. Die Gäste drehten das Match vor der Pause binnen 145 Sekunden und ließen sich spätestens nach ihren vierten Treffer die Butter nicht mehr vom Brot nehmen. Für die Schwarz-Gelben steht nun am Sonntag im Kampf um Platz zehn in Nürnberg ein Spiel mit Play-off-Charakter auf dem Programm. Die Ice Tigers gewannen am Freitag in Wolfsburg und sind den Pinguinen damit wieder ein Stück näher gekommen.

7000 Zuschauer hatte sich Trainer Brandon Reid am Mittwoch für das Spiel gegen den Meister gewünscht. Dieser Wunsch erfüllte sich nicht. Trotzdem waren die Ränge gut gefüllt, als Daniel Pietta und der Ex-Krefelder Patrick Hager zum Auftaktbully antraten. Wie erwartet, kehrte Mathias Trettenes nach seiner kurzen Verletzungspause aufs Eis zurück. Als Back-Up-Goalie saß Patrick Klein nach zweimonatigem Ausfall auf der Bank. Vorsichtshalber gehörte auch DNL-Torwart Ennio Albrecht zum Aufgebot.

Ein weiterer Wunsch des Trainers ging in Erfüllung. „Wir brauchen einen guten Start“, sagte er vor dem Spiel. Die Hausherren ließen zwar ihre erste Überzahl ungenutzt, aber als die Gäste gerade wieder komplett waren traf Verteidiger James Bettauer mit einer Direktabnahme genau ins kurze obere Eck (10.). Die Schwarz-Gelben blieben am Drücker. Fünf Minuten nach der Führung hatten die KEV-Fans den nächsten Torschrei auf den Lippen. Doch Verteidiger Joslin konnte im Slot den Puck vor dem einschussbereiten Jacob Berglund klären. Gegen Ende des ersten Drittels schlugen die „Roten Bullen“ eiskalt zurück. Erst traf Verteidiger Bodnarchuk mit einem Distanzschuss vorbei an Freund und Feind (17.). Dann stand Joslin plötzlich am langen Pfosten sträflich frei und ließ Torwart Dimitri Pätzold mit seinem Führungstreffer keine Abwehrchance (19.).

Die Pinguine eröffneten das Mitteldrittel mit einer Restüberzahl, konnten Torwart Reich nicht in Gefahr bringen. Stattdessen schlugen die Gäste wieder zu. Pätzold hatte dabei Pech, als er den Puck mit dem Schoner selber ins Tor drückte (22.). Das raubte den Pinguinen den Biss, mit dem sie dem Favoriten in den ersten 20 Minuten das Leben schwer gemacht hatten. Die cleveren Gäste bleiben Herr der Lage und sorgten schon kurz nach Hälfte des Spiels für die Vorentscheidung. Einen Schuss von Mauer aus kurzer Distanz konnte Torwart Pätzold noch abwehren, aber gegen den Nachschuss von Mayenschein war er machtlos. Für die Pinguine ging es jetzt nur noch darum, die Niederlage in Grenzen zu halten. Das gelang Torwart Pätzold sechs Sekunden vor der zweiten Pause, als er eine Großchance von Eder mit der Fanghand zunichte machte.

Drei Minuten waren im Schlussdrittel gespielt, da keimte bei den KEV-Fans wieder Hoffnung auf. Chad Costello lenkte den Puck nach Zuspiel von Daniel Pietta ins lange Eck. Das Spiel nahm jetzt wieder Fahrt auf. Die Pinguine überstanden eine Strafe gegen Torsten Ankert und versuchten alles, den Anschlusstreffer zu erzielen. Doch die Gäste waren einfach zu clever und brachten den Sieg locker ins Ziel. Auch als Trainer Reid 90 Sekunden vor dem Ende Torwart Pätzold vom Eis nahm, bewiesen die Gäste ihre Klasse und sorgten blitzschnell mit einem Empty-Net-Treffer den 2:5-Endstand. Trotz der Niederlage ließen sich die KEV-Fans für die anschließende After-Game-Party beim Hüttenzauber mit dem Krefelder Duo „Specktakel“ (Mama Laudaaa..) nicht nehmen und skandierten: „In den Play-offs schmeißen wir euch raus“ und verabschiedeten ihr Team mit Beifall. Schließlich ist eine Niederlage gegen den Meister kein Beinbruch. Besonders nach sechs Siegen in Folge nicht.

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