Eishockey in der DEL: Krefeld Pinguine schlagen ERC Ingolstadt

Erster Saisonsieg : Pinguine in Ingolstadt für ihre tolle Moral belohnt

Dreimal machten die Krefelder am Freitagabend im Auswärtsspiel in Ingolstadt einen Rückstand wett und erzielten kurz vor Spielende durch Pietta den Siegtreffer zum 5:4. Torwart Rynnäs bot eine heraussragende Leistung.

Was für ein tolles Eishockey-Match mit einem erfolgreichen Ausgang für die Pinguine. Nach einem verschlafenen Start boten die Krefelder den offensiv starken Ingolstädtern einen tollen Kampf und belohnten sich für ihre tolle Moral mit einem 5:4-Sieg und damit dem ersten Dreier der neuen Eiszeit. Es war erneut Torwart Jussi Rynnäs, der mit einer Galavorstellung sein Team immer im Spiel hielt. Dazu bot Daniel Pietta nicht nur wegen seiner beiden Treffer eine starke Leistung. Die Gastgeber mussten im Schlussdrittel ihrem Sturmlauf über 40 Minuten Tribut zollen. Mit diesem Erfolg machten die Schwarz-Gelben beste Werbung für das kleine Westderby am Sonntag (16.30 Uhr) gegen die Iserlohn Roosters.

Am Nachmittag hatte Trainer Brandon Reid sein Team noch einmal mit einer ausführlichen Videoanalyse auf den Gegner eingestellt. „Es ist wichtig, dass wir direkt ins Spiel kommen. Dafür muss jeder selber das Heft in die Hand nehmen“, sagte der Coach vor dem Spiel. Davon war in der Anfangsphase nichts zu sehen. Die Panther legten los wie die Feuerwehr und schnürten die Krefelder wie in Überzahl im eigenen Drittel ein. Die Gäste bettelten förmlich um den ersten Gegentreffer, den Detsch mit einem verdeckten Schuss erzielte. Nur 61 Sekunden später schlug es erneut im Krefelder Tor ein, weil Phillip Bruggisser nicht versucht hatte, den Schuss von Bailey zu blocken. Trainer Reid nahm sofort seine Auszeit und weckte sein Team mit Erfolg auf. Ausgerechnet der Ex-Ingolstädter Laurin Braun nahm das Heft selber in die Hand und erzielte mit einer tollen Einzelleistung den Anschlusstreffer (8.). Und 62 Sekunden später setzte sich auch Daniel Pietta sehr gut in Szene und erzielte mit einem herrlichen Rückhandschuss ins lange obere Eck den Ausgleich. Bis zur ersten Pause bewiesen die Gastgeber ihre starke Offensivkraft. Doch die Pinguine hielten sich auch bei einer Strafe gegen Jakob Lagace schadlos.

Zu Beginn des zweiten Drittels waren die Pinguine zwar hellwach, sahen sich aber weiter der geballten Ingolstädter Offensivkraft gegenüber gestellt. Als Alex Trivellato auf die Strafbank musste, verhinderte Torwart Jussi Rynnäs mit einer Glanzparade die erneute Führung der Gastgeber. Fortan war es der Finne, an dem sich die Panther reihenweise die Zähne ausbissen. Seine Vorderleute agierten viel zu statisch und langsam. Auch Entlastungsangriffe waren Mangelware. Erst vier Minute vor der zweiten Pause hatte Grant Besse einen Treffer auf dem Schläger, scheiterte aber an Torwart Pielmeier. Den Rest des Drittels waren die Pinguine in Überzahl. Zunächst traf Bruggisser mit einem Schlagschuss den Pfosten, dann scheiterte Pietta zweimal am Torhüter.

Die Pinguine nahmen eine Rest-Überzahl mit ins Schlussdrittel. Als Pietta den Puck an der gegnerischen blauen Linie vors Tor schießen wollte, blockte Olsen die Scheibe ab und lief alleine auf Rynnäs zu. Der Finne konnte zunächst einen Treffer verhindern, doch gegen den Nachschuss von D´ Amigo war er machtlos. Die Antwort der Pinguine folgte auf dem Fuße. Vinny Saponari lenkte im Slot einen Fernschuss von Philip Riefers mit der Schlägerspitze in die Maschen. Die Schiedsrichter bemühten zwar den Videobeweis, doch ein hoher Stock war nicht zu erkennen. Der Jubel der 25 KEV-Fans verhallte schnell. Als Rynnäs den Puck hinter dem Tor stoppen wollte, rutschte ihm die Scheibe durch. Elsner reagierte blitzschnell und bediente D´ Amigo, der keine Mühe hatte, seinen zweiten Treffer zu erzielen. Die Pinguine steckten auch diesen Rückschlag prima weg. Besse traf den Pfosten. Und als Edwards in die Kühlbox musste, staubte Chad Costello nach einem harten Schlagschuss von Bruggisser zum erneuten Ausgleich ab. Dann bot sich den Gästen bei einer weiteren Überzahlsituationen sogar die Chance zur Führung. Die nutzten sie nicht. Dann war es aber Pietta, der einen super Spielzug über Costello und Besse mit dem Siegtreffer abschloss. Weil die Panther noch eine Strafzeit kassierten, brachten die Krefelder den Sieg ins Ziel. Nach Spielende sprang Rynnäs vor Freude in die Luft. Besonders ihm wird der Sieg nach einem anstrengenden Arbeitstag sehr gut tun.

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