Eishockey in der DEL: Krefeld Pinguine geraten nicht in Panik

Trotz fünf Niederlagen in Serie : Krefeld Pinguine geraten nicht in Panik

Für Pinguine-Stürmer Kai Hospelt gibt es auch nach fünf Niederlagen in Folge keinen Grund, den „Kopf in den Sand zu stecken“. Trainer Brandon Reid fordert mehr Zug zum Tor. Verteidiger Mark Cundari steht am Freitag in Berlin vor seinem Comeback.

Nach fünf Niederlagen in Folge stecken die Pinguine in einem sportlichen Tief. „Die Spiele gegen Düsseldorf und Bremerhaven haben mir gut gefallen, da war ein Punkt einfach zu wenig. Mannheim war einfach besser. Wenn wir im ersten Drittel in Überzahl das 2:0 machen, ist vielleicht etwas drin. Stattdessen bekommen wir aber kurz vor Drittelende unglücklich das 1:1. In Nürnberg haben wir uns selber geschlagen“, sagte Matthias Roos am Montag. Für den Sportdirektor steht die Hauptursache für den Abwärtstrend fest: „Wenn man in fünf Spielen nur sieben Tore schießt, dann kannst du keine Punkte holen. Das ist aber alles auch Kopfsache, denn die Chancen haben wir. Wenn aber drei bis fünf Prozent fehlen, geht der Puck nicht ins Tor.“ Der Druck für Trainer und Mannschaft dürfe nicht noch größer werden: „Wir müssen uns in dieser Woche auf die beiden wichtigen Spiele gegen Berlin und Köln gut vorbereiten. Wenn wir beide Spiele verlieren, sind wir nächste Woche Letzter.“

Auch Brandon Reid sieht in der mangelnden Durchschlagskraft das größte Problem: „Wir schießen schöne Tore, aber was uns momentan fehlt, sind die dreckigen Tore, die Abstauber.“ Daran gelte es diese Woche zu arbeiten: „Es fehlt die Bereitschaft, vor das Tor zu gehen. Es wird zu oft versucht, über außen zum Tor zu kommen. Wir müssen das Spiel insgesamt einfacher gestalten. Die Kreativität kommt dann später.“

Trotz der Niederlagenserie bleiben die Spieler zuversichtlich, dass es schnell wieder aufwärts gehen wird. „Die meisten Spiele von uns waren in Ordnung. Es fehlt an Kleinigkeiten, daran müssen wir arbeiten. Gegen Bremerhaven und Düsseldorf hatten wir mehr verdient als nur einen Punkt. Wir dürfen den Kopf jetzt nicht in den Sand stecken. Wenn wir ein Spiel gewinnen, sieht die Welt wieder anders aus. Wir haben eine gute Mannschaft, ein paar Fehler müssen wir abstellen, das werden wir in der Kabine besprechen“, erklärte Kai Hospelt am Sonntag nach dem Spiel.

Auch für Verteidiger Alex Trivellato gibt es (noch) keinen Grund zur Panik: „Man muss sich keine Sorgen um uns machen. Wir müssen uns in ein paar Punkten verbessern. In Nürnberg hat sicher nicht alles gepasst. Bei der DEG haben wir ein super Spiel gemacht, da hat nur das zweite Tor gefehlt. Gegen Mannheim haben wir 45 Minuten gut gespielt. Nach dem 1:3 war dann gegen ein Top-Team nichts mehr drin. Es ist bei uns nicht alles schlecht, wir sind in der Lage, gutes Hockey zuspielen. Für den Kopf brauchen wir jetzt mal wieder einen Sieg.“

Am besten katapultiert sich die Mannschaft gleich am kommenden Freitag in Berlin zurück in die Erfolgsspur. Schließlich fühlen sich die Pinguine an der Spree in der Regel sehr wohl. Die Eisbären sind in dieser Saison schlecht aus den Startlöchern gekommen und unter ihrem neuen Trainer Serge Aubin noch in einer Findungsphase. Das gilt auch fast eins zu eins für die Kölner Haie, die am Sonntag mit ihrem neuen Coach Mike Stewart zum ersten rheinischen Heimderby der Krefelder zu Gast sind.

Die personelle Situation wird sich bis zum kommenden Wochenende etwas entspannen. Denn Mark Cundari steigt am Dienstag wieder ins Mannschaftstraining ein und steht im Duell mit seinen Ex-Teamkollegen von den Eisbären vor seinem Comeback. Rätselraten herrscht dagegen weiter um den Gesundheitszustand von Justin Hodgman. „Wir müssen weiter abwarten. Bei Justin steht Dienstag ein weiterer Arztbesuch an“, sagt Sportdirektor Roos. Torwart Jussi Rynnäs schaute sich am Sonntag das Spiel gegen Mannheim von der Tribüne aus an und hofft, dass er am Wochenende wieder einsatzbereit ist: „Das müssen aber die Ärzte entscheiden.“ Nach Informationen unserer Zeitung soll der Finne am Wochenende noch pausieren. Das wäre allerdings kein Beinbruch, weil Dimitri Pätzold wie schon in vielen Spielen der Vorsaison bewiesen hat, dass er mehr ist als nur eine Nummer 2. Den Trainingsrückstand und die mangelnde Spielpraxis machte der 36-Jährige mit seiner Ruhe und seiner Erfahrung wett.

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