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EIshockey, DEL: Krefeld Pinguine verpflichten Center Ivan Petrakov

Nächster Neuzugang : Krefeld Pinguine verpflichten Center Ivan Petrakov

Das Personalkarussell dreht sich bei den Krefeld Pinguinen derzeit rasend schnell. Mit dem russischen Mittelstürmer Ivan Petrakov meldet der DEL-Klub bereits den dritten Neuzugang in dieser Woche. Was den Neuen ausmacht.

Der 26-Jährige soll in der ersten oder zweiten Sturmreihe der Schwarz-Gelben für Torgefahr sorgen. Petrakov kam bereits in 47 Spielen in der höchsten russischen Liga, der KHL, bei Vityaz Podolsk zum Einsatz und spielte parallel für bekannte VHL-Klubs wie Dynamo St. Petersburg und HK Ryazan, wo auch der neue Torwart Belvo sein Teamkollege war. Insgesamt brachte es Petrakov in der 2. russischen Liga in sieben Spielzeiten auf 259 Spiele (52 Tore / 77 Assists). Vor einigen Jahren nahm er unter anderem mit der russischen Auswahlmannschaft an der Universiade teil und konnte dort internationale Erfahrungen sammeln.

„Ivan Petrakov ist ein unglaublich kluger und ruhiger Spieler mit viel Übersicht. Er ist in der Lage, eine Führungsrolle einzunehmen und wird der Mannschaft sehr weiterhelfen. Zu Beginn der Verhandlungen hatte Petrakov wenig Interesse daran, die KHL zu verlassen, jedoch konnten wir ihn nach einigen Gesprächen von einer Unterschrift überzeugen“, erklärte Krefelds Chef-Scout Sergey Saveljev.“ Dass viele Experten der Meinung sind, der Lette habe nur Spieler aus dem Osten auf dem Schirm, die der Agentur Save-Corp angehören, widerspricht er energisch: „Ich habe am 1. Mai meine Lizenz als Spielerberater zurückgegeben und mit der Agentur nichts mehr zu tun.“

Auch Pinguine-Coach Glen Hanlon freut sich auf die neue Offensivkraft im Kader: „Ivan passt mit seiner offensiv aggressiven Spielweise sehr gut in unser System und wird für ordentlich Torgefahr sorgen. Wir sind alle sehr glücklich, ihn in Krefeld begrüßen zu dürfen.“ Ein Verteidiger, allerdings noch nicht für die erste Reihe, sowie ein weiterer Center sollen laut Saveljev in dieser Woche verpflichtet werden. Ende August soll der Kader so gut wie komplett sein. Als neuer Kapitän wird Martin Schymainski derzeit hoch gehandelt, der nun das letzte Krefelder Urgestein ist und als zweitältester Spieler zur Mannschaft gehört. Wegen der steigenden Corona-Fallzahlen herrscht bei den Verantwortlichen der DEL-Klubs eine große Ungewissheit, ob beim Saisonstart Mitte November in den Stadien Zuschauer erlaubt sind. „Man hat schon schlaflose Nächte“, sagte DEL-Chef Gernot Tripcke in einem Interview mit dem Kicker Sportmagazin. Bei vielen Klubs geht die Existenzangst um. Spiele ohne Zuschauer sind über einen längeren Zeitraum nicht finanzierbar.

„Ich habe auch schlaflose Nächte“, sagte Pinguine-Geschäftsführer Roger Nicholas am Mittwoch. Er müsse jetzt zum Beispiel noch eine zusätzliche Wohnung für einen Spieler mieten, habe aber keine Planungssicherheit, ob die Wohnung überhaupt benötigt werde. Ab dem 1. September können die DEL-Vereine Unterstützung vom Staat beantragen, der insgesamt 200 Millionen Euro für Profivereine (außer 1. und. 2. Fußballbundesliga) zur Verfügung stellt. Bis zu 800.000 Euro sollen die DEL-Vereine erhalten.