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Eishockey, DEL: Krefeld Pinguine trennen sich von neun Spielern

Personal-Karussell dreht sich : Krefeld Pinguine trennen sich von neun Spielern

Am Mittwoch gab der DEL-Klub bekannt, dass neun Spieler Krefeld verlassen werden. Neben Constantin Braun, der nach seiner Leihe zu den Eisbären Berlin zurückkehrt, erhält unter anderem auch Torhüter Marvin Cüpper keinen neuen Vertrag. Wer noch gehen muss.

Die Planung für die Saison 2021/22 ist bei den Krefeld Pinguinen in vollem Gange. Während die Vertragsverhandlungen bei einigen Spielern im aktuellen Kader in die finale Phase gehen, wurden am Mittwoch neun Spieler verabschiedet. Das beweist, dass die Verantwortlichen bei ihrem Ziel, endlich wieder an sportlich bessere Zeiten anknüpfen zu wollen, eine Qualitätsverbesserung im Auge haben. Allerdings wird dabei sehr viel von den Neuverpflichtungen abhängen, besonders von den Kontingentspielern.

Neben Constantin Braun, der nach seiner Leihe zu den Eisbären Berlin zurückkehrt, erhalten auch Torhüter Marvin Cüpper, die Verteidiger Kristofers Bindulis und Daniil Valitov sowie die Stürmer Filips Buncis, Patrick Klöpper, Niklas Postel, Brett Olson und Topscorer Artur Tyanulin keinen neuen Vertrag von den Pinguinen oder stellen sich auf eigenem Wunsch neuen Herausforderungen.

Mit Klöpper muss ein Stürmer aus dem eigenen Nachwuchs gehen, der zum zweiten Mal im DEL-Team der Pinguine Fuß fassen wollte und mit großen Vorschusslorbeeren verpflichtet wurde. Er zeigte sich im Gespräch mit der RP enttäuscht, dass er kein neues Angebot von den Pinguinen bekommen hat: „Für die Aufgaben, für die ich geholt wurde, habe ich meiner Meinung nach die Erwartungen erfüllt. Wenn ich mal spielen durfte, habe ich immer meine Leistung gebracht. Ich wurde sicherlich auch nicht für die erste oder zweite Reihe geholt. Es hätte eigentlich reichen sollen für eine Vertragsverlängerung, gerade auch für mich als Krefelder.“

„Vorab möchte ich mich bei allen Spielern für ihr Engagement bedanken. Es war meine erste Saison als Geschäftsführer und die Spieler werden für mich immer ein besonderer Teil dieser Erinnerung bleiben. Die zurückliegende Saison war schwierig und ihre Einstellung war stets vorbildlich. Sie waren ein integrer Bestandteil der Entwicklung und Strategie in dieser Saison und wir wünschen ihnen viel Erfolg bei den neuen Herausforderungen. Trotzdem haben wir uns dazu entschlossen, dass neben dem jungen Kern, eine Veränderung stattfinden muss, damit wir nächste Saison den nächsten Schritt machen können,“ sagte Sergey Saveljev.

Dass Olson und Tyanulin sich verabschieden, war nicht unbedingt zu erwarten. Der amerikanische Center, in der DEL-Hauptrunde bester Bullyspieler soll nach RP-Informationen zu alt sein. Der russische Stürmer, Topscorer des Teams, hat den Wunsch geäußert, in die Heimat zurückzukehren.

Zu den Planungen für die neue Eiszeit sagte Saveljev: „Es laufen derzeit sehr konstruktive und konkrete Gespräche mit den verbleibenden Spielern im Kader, deren Verträge auslaufen, aber auch mit Topspielern aus der DEL und internationalen Ligen. Wir sind zuversichtlich, dass wir die Abgänge kompensieren und uns in der Breite verbessern werden.“ Vom aktuellen Kader wird derzeit mit Lucas Lessio und Nikita Shatsky gesprochen.

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Martin Schymainski, Laurin Braun, Leon Niederberger und Mirko Sacher haben bereits ihre im Sommer auslaufenden Verträge vor Ende der DEL-Hauptrunde verlängert. Neben den externen Zugängen Dominik Tiffels und Alexander Weiß besitzen auch Alexander Blank, Nikita Quapp, Maximilian Gläßl, Philipp Mass, Justin Volek, Christian Bull und Maciej Rutkowski Verträge für die neue Spielzeit.

Keine Angaben machten die Pinguine zur Torwartfrage. Nachdem jetzt Nils Kapteinat und Marvin Cüpper Krefeld verlassen werden, Letzterer wahrscheinlich Richtung Iserlohn Roosters, und Nikita Quapp unter Vertrag ist, geht es nur noch im Sergei Belov. Bleibt der 28-jährige Russe und Quapp könnte auch in der DEL2 Spielpraxis sammeln, falls es dort wieder zu einer Kooperation mit einem Verein kommt, braucht die Mannschaft eine neue Nummer 1, die viel mehr als die Hälfte der Spiele schultern könnte. Das scheint auch Clark Donatelli so zu sehen. Kürzlich soll der Trainer im Mannschaftskreis gefragt haben, ob jemand wisse, warum Oskar Östlund nicht mehr da ist, der doch noch einen Zweijahresvertrag bei den Pinguinen hatte.