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Eishockey, DEL: Krefeld Pinguine sind leichte Beute für die Eisbären Berlin

2:5 gegen Berlin : Acht Niederlagen in Folge – Krefeld Pinguine stellen Negativrekord auf

Die Krefelder mussten sich am Sonntag in der Yayla-Arena auch in ihrem achten Saisonspiel geschlagen geben und stellten damit in der DEL einen neuen Negativrekord auf. Buncis und Olson trafen beim 5:2-Sieg der Berliner.

Damit war zu rechnen! Die Pinguine sind seit Sonntag die erste Mannschaft der DEL-Geschichte, die ihre ersten acht Saisonspiele verlor und dabei keinen einzigen Zähler holte. Das ist ein Spiegelbild ihrer bisher sportlich und im Umfeld so grausamen Eiszeit 2020/21. Für die Eisbären Berlin waren die Krefelder leichte Beute und gewannen in dieser Höhe völlig verdient mit 2:5. Am Willen, endlich zu gewinnen, lag das bestimmt nicht. Viele Fehler im eigenen Drittel, mangelndes Zweikampfverhalten sowie kein konstruktives Angriffsspiel führten zu dieser Niederlage. Torwart Sergei Belov war es zu verdanken, dass die Gäste nicht mit einem zweistelligen Erfolg zurück an die Spree reisten. Wenn der Sportliche Leiter Sergej Saveljev glaubt, dass sein Team DEL-Niveau besitzt, muss er sich so langsam mal fragen, ob Cheftrainer „Mike“ Svarinskis das Leistungspotenzial der Spieler ausschöpft.

Personell sah es bei den Pinguinen zum ersten Mal in dieser Saison nicht so gut aus. Neben Danill Valitov, der am Freitag im Helios-Hospital St. Joseph in Uerdingen erfolgreich am Kiefer operiert wurde, fehlte in der Abwehr Mirko Sacher. Zum Glück biss Constantin Braun auf die Zähne, der im Bremerhaven einen Schuss auf den Fuß bekommen hatte und aufgrund der Schwellung kaum in den Schlittschuh kam. Da Christian Bull einsatzbereit war, fehlte nur noch ein Verteidiger. Daher rückte Filips Buncis in die Abwehr. Da sich Leon Niederberger gesund zurück gemeldet hatte, standen 13 Stürmer zu Verfügung.

„Wir müssen die Fehler abstellen und Kleinigkeiten richtig machen“, sagte Constantin Braun vor dem ersten Heimspiel für Krefeld gegen seinen Ex-Klub Berlin. Doch es dauerte nur elf Sekunden bis zum ersten Fehler und dem 1:0 für die Gäste. Alex Trivellato leistete sich aus der Ecke raus mit der Rückhand einen No-Look-Pass genau vor das eigene Tor. Foucault bedankte sich für das schöne Zuspiel und ließ Torwart Belov keine Abwehrchance.

Die Pinguine erholten sich von diesem frühen Nackenschlag gut. Martin Karsums scheiterte an Towart Ancicka, der den Vorzug vor Berlins Nummer 1 Matthias Niederberger bekam. Karsums musste dann auf die Strafbank. Die Gastgeber hielten sich schadlos, konnten ebenfalls ihr erstes Überzahlspiel nicht nutzen, aber dafür ihr zweites.  Vinny Saponari legte in seinem 100. DEL-Spiel sehr schön auf für „Kris“ Bindulis, der sofort abzog. Den Schuss fälschte Buncis zum Ausgleich ab (16.). Die Antwort der Eisbären ließ nicht lange auf sich warten. Pföderl lenkte im Slot einen Schuss von Hördler in die Maschen. Constantin Braun hätte den Schläger des Torschützen blockieren müssen (18.). 105 Sekunden später erhöhte Fiore in Überzahl auf 3:1, weil Bull ihn vor dem Tor aus den Augen verloren hatte.

 Sieben Sekunden waren im zweiten Drittel gespielt, da musste der Berliner Zengerle auf die Strafbank. Karsums scheiterte bei einer guten Chance zum Anschlusstreffer am Torwart. Als die Gäste wieder komplett waren, drängten sie auf den nächsten Treffer. Den verhinderte Torwart Belov zunächst gegen Foucault (23.). Doch als seine Vorderleute im Slot mal wieder halbherzig zur Sache gingen, erhöhte Tuomie auf 4:1. Wie im Training konnten sich die Gäste den Puck zuspielen. Dank einer schönen Aktion von Blank, der nur mit einem Foul gestoppt werden konnte, ergab sich in Überzahl die Chance, noch einmal ins Spiel zurückzufinden. Doch kein Schuss kam aufs Berliner Tor.

Die Pinguine eröffneten das Schlussdrittel mit ihrem vierten Überzahlspiel. Doch das Fehlerfestival setzte sich sofort nahtlos fort. Ein Pass von Bindulis aus dem eigenen Drittel heraus landete genau auf den Schläger von White, der alleine auf Belov zulief, aber am Torwart scheiterte. Als seine Vorderleute kurz darauf erneut vor dem Tor nicht schnell genug reagierten, staubte Reichel zum 5:1 ab (46.).

Weil die Eisbären ihren Heißhunger auf die drei Auswärtszähler offensichtlich gestillt hatten, wurden die Pinguine wenigstens noch für den Versuch, das Ergebnis zu korrigieren, durch den Treffer von Brett Olson belohnt (55.).