Sechs Spiele, fünf Siege Torwart Hendrik Hane ist der Erfolgsgarant der Pinguine

Krefeld · Sechs Mal wurde der 22 Jahre alte Torhüter Hendrik Hane vom Kooperationspartner Düsseldorfer EG ausgeliehen, fünf Mal verließ er mit Krefeld Pinguine als Sieger das Eis.

Ein Novum: DEG-Torwart Hendik Hane wird nach seinem Shut-out im Pinguine-Trikot auf Krefelder Eis von den KEV-Fans gefeiert.

Ein Novum: DEG-Torwart Hendik Hane wird nach seinem Shut-out im Pinguine-Trikot auf Krefelder Eis von den KEV-Fans gefeiert.

Foto: Samla Fotoagentur/samla.de

Die Krefeld Pinguine nutzten durch den 5:0-Sieg gegen Freiburg in einem vorgezogenem Spiel die Gunst der Stunde, um näher an die Tabellenspitze der DEL 2 heranzurücken. Die Auswahl von Trainer Peter Draisaitl hat jetzt genau wie der Tabellenzweite Kaufbeuren 45 Punkte auf dem Konto. Der Rückstand auf Tabellenführer Kassel beträgt noch fünf Zähler.

Entscheidender Faktor war beim Sieg Hendrik Hane. Der Torhüter vom Kooperationspartner Düsseldorfer EG wehrte alle 31 Schüsse der Breisgauer ab und feierte gleich bei seiner Heimpremiere im Dress der Pinguine einen Shut-out. Dieses Kunststück war dem 22-Jährigen übrigens auch in seinem ersten Auswärtsspiel für die Pinguine beim 1:0 in Selb gelungen. Entsprechend wurde der Schlussmann von den Fans gefeiert. Nach dem Spiel sagte er noch auf dem Eis unter dem Jubel der Fans: „Ich denke, dass war das mit Abstand beste Spiel bei dem ich mitgespielt habe. Nach dem 5:0 haben wir etwas nachgelassen, aber ich glaube, das ist normal nach der Belastung der vergangenen Wochen. Trotzdem haben wir es aber souverän zu Ende gebracht.“

Auffällig bei Hane ist seine unaufgeregte Art. „Ich versuche, dem Team immer Sicherheit zu geben und das macht man am besten, indem man Ruhe ausstrahlt und wenige Rebounds zulässt. Das ist immer mein Ziel und das hat heute gut geklappt.“ Stürmer Leon Niederberger, mit dem Hane auch bei der DEG zusammenspielte, hatte für den Torwart auch ein Lob parat: „Mit seiner ruhigen Art und mit seinen starken Paraden hat er uns in dieser Saison schon häufig geholfen.“

Auf die Frage, wie es denn sei, vor den Fans zu spielen, die ihn früher im Trikot der DEG mit Pfiffen bedacht haben, antwortete der junge Torwart: „Das ist für mich kein Problem. Die Fans haben mich gut aufgenommen und ich bin froh, dass es die Partnerschaft zwischen der DEG und den Pinguinen gibt und ich dadurch hier Spielpraxis sammeln kann. Weil die DEG in der DEL spielt und Krefeld in der DEL 2, gibt es im Augenblick diese Rivalität nicht.“ Hane hofft für beide Clubs auf eine lange Saison. „Ich hoffe, dass wir mit der DEG in den Play-offs weit kommen. Vielleicht kann ich dann ja auch noch mithelfen, dass die Pinguine wieder aufsteigen.“ Dagegen hätten alle, die es in Krefeld mit den Pinguinen halten, sicher nichts einzuwenden. Und sollte dann tatsächlich der gebürtige Düsseldorfer an einem Aufstieg beteiligt sein, dann würden die Fans auf der Nordtribüne sicherlich den Schlachtruf „Hane, du bist ein Krefelder anstimmen“.

Soweit ist es natürlich noch lange nicht. Bis dahin hofft Hane auf möglichst viele Einsätze, egal, ob in Düsseldorf oder in Krefeld. Für ihn ist das Pendeln kein Problem. „Normalerweise erfahre ich zwei oder drei Tage vor dem Spiel vom sportlichen Leiter der DEG, Niki Mondt, wo ich spiele. Er spricht das mit dem Torwarttrainer ab“, verrät Hane, der bei seinem sechsten Einsatz für die Pinguine zum fünften Mal mit der Mannschaft als Sieger das Eis verließ – eine wahrlich gute Quote.

Gut war auch das Überzahlspiel. Zu Beginn des zweiten Drittels nutzten sie zwei dieser Gelegenheiten zu Treffern und ließen mit dem 4:0-Vorsprung im Rücken nichts mehr anbrennen. „Gegen Heilbronn war es nicht das, was wir wollten. Da haben wir klar unter unserem Niveau gespielt. Jetzt haben wir es gegen Freiburg viel besser gemacht“, sagt Stürmer Niederberger, der einen Treffer in Überzahl erzielte.