Pinguine beim Medizincheck Stürmer Davis Koch ist einer der Fittesten

Krefeld · Der 24 Jahre alte Deutsch-Amerikaner, der zuletzt in Ingolstadt stürmte, erzählt von seinen Vorfahren und verrät, was er in Krefeld vor hat, wie in der DEL 2 Eishockey gespielt wird und welche Fußball-Trikots er hat.

 Mit den Werten von Davis Koch waren Mannschaftsarzt Martin Wazinski und Schwester Yvonne Guzik zufrieden.

Mit den Werten von Davis Koch waren Mannschaftsarzt Martin Wazinski und Schwester Yvonne Guzik zufrieden.

Foto: Lammertz, Thomas (lamm)

Die Spieler der Krefeld Pinguine absolvieren in dieser Woche im Helios - St. Josefs-Hospital in Uerdingen, die von der Liga vorgeschriebenen medizinischen Untersuchungen. Mannschaftsarzt Dr. Martin Wazinski, der seit über 30 Jahren für die Pinguine tätig ist, führt mit seinen Kollegen in der Sportklinik alle Untersuchungen durch, die für die Sportler relevant sind.

Der Teamarzt zog nach den Untersuchungen ein positives Fazit über die Ergebnisse und über die neue Mannschaft: „Ich habe etliche neue Gesichter gesehen, darunter viele junge positive Spielertypen. Für mich ist es aber auch schön zu sehen, dass einige Krefelder Eigengewächse zu den Pinguinen zurückgekehrt sind. Der Fitness-Level ist gut und unterscheidet sich nicht sehr von dem in der DEL.“

Einer dieser jungen positiven Spielertypen ist Davis Koch. Der 24jährige Deutsch-Kanadier stieg quasi vom Flugzeug aus gleich auf den Fahrrad-Ergometer. Der Stürmer war erst am Montagabend in Krefeld eingetroffen. Er war von seiner kanadischen Heimat Vancouver in den Flieger gestiegen und nach München gereist. Von dort aus ging es nach einem fünfstündigen Aufenthalt weiter nach Düsseldorf. Koch, der in der vergangenen Saison für Ingolstadt in der DEL spielte, war aber kaum etwas vom Jetlag anzumerken. „Er war einer der Fittesten am heutigen Tag“, merkte Schwester Yvonne Guzik an, als Koch vom Fahrrad stieg.

Der junge Angreifer ist zunächst alleine nach Krefeld gekommen, seine Eltern wollen ihn im Laufe der Saison in Krefeld besuchen. Auf die Frage nach seinem deutschen Pass sagt Koch: „Meine Großeltern kommen aus Deutschland. Meine Oma sogar aus Düsseldorf. Sie sind beide unabhängig voneinander ausgewandert, waren zunächst an der Ostküste und haben sich erst an der Westküste kennengelernt.“

Eishockey wurde ihm nicht mit in die Wiege gelegt. „Mein Vater hat Fußball gespielt und ich als kleiner Junge auch. Ich bin dann aber bald zum Eishockey gewechselt“, erzählt der 183 Zentimeter lange und 77 Kilogramm schwere Angreifer, der sich als Allrounder sieht: „Ob Center oder Außenstürmer, das ist mir egal; Hauptsache, die Mannschaft ist erfolgreich.“ Und Erfolg will er mit den Pinguinen haben: „Unser Ziel muss es sein, aufzusteigen. Mit einer solchen Halle und mit den tollen Fans darf es kein anderes Ziel geben. Jeder Spieler, der in Krefeld einen Vertrag unterschreibt, muss dieses Ziel haben.“ Koch, der in Ingolstadt meistens in der dritten oder vierten Sturmreihe gespielt hat, will in Krefeld in der ersten oder zweiten Angriffsreihe spielen. „Das war auch ein Grund für meinen Wechsel. Vielleicht bildet der Trainer ja auch eine kanadische Angriffsreihe.“

Für Ingolstadt absolvierte Koch 30 Spiele in der DEL und erzielte dabei vier Tore. Er kennt auch die DEL 2 aus seiner Zeit in Heilbronn und Landshut. „In Heilbronn habe ich mit Mike Fischer zusammen gespielt. In beiden Ligen wird gutes Hockey gespielt. Durch die vielen Kanadier in der DEL ist dort der Spielstil etwas kanadischer. In der DEL 2 wird etwas langsamer gespielt und du hast mehr Puck-Besitz. In dieser Liga spielen aber sehr viele gute junge Spieler.“

Mit Daniel Pietta hat sich Koch in Ingolstadt nur wenig über die Pinguine unterhalten: „Wir haben über die Liga gesprochen und auch über Fußball, da natürlich über Borussia Dortmund.“ Koch selber hat Bayern München im vergangenen Jahr spielen gesehen und besitzt auch ein Trikot der Bayern und der deutschen Nationalmannschaft.

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