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Durch die 2:5-Niederlage in Bremerhaven tendieren die Play-off-Chancen der Krefeld Pinguine gen Null

2:5-Pleite in Bremerhaven : Pinguine verlieren das nächste Endspiel

Durch die 2:5-Niederlage in Bremerhaven sinken die Chancen der Krefelder auf einen Pre-Play-off-Platz nahe Null. Sieben Punkte beträgt der Rückstand bei drei ausstehenden Spielen. Sonntag kommt Straubing. Die letzte Chance.

Die Krefeld Pinguine unterlagen trotz ordentlicher Vorstellung in Bremerhaven mit 2:5 (1:2, 1:1, 0:2). Spielerisch waren die Gäste das bessere Team, hatten auch deutlich mehr Torschüsse, gingen aber mit ihren Möglichkeiten zu verschwenderisch um. Da Nürnberg und Berlin ihre Spiele gewannen sind die Pre-Play-offs jetzt kaum noch zu erreichen. „Wir hatten im zweiten Drittel viele Chancen auszugleichen“, sagte Krefleds Traienr Brandon Reid. „Im Schlussdrittel konnten wir nicht zulegen, da haben wir Pietta natürlich vermisst.“ Sein Kollege Thomas popiesch sagte: „Wir wussten, dass Krefeld gewinnen musste und wollten kompakt stehen. Wir hatten heute Glück und einen guten Torhüter.“

Die Schwarz-Gelben waren bereits am Donnerstag an die Nordsee gereist und hatten ihr Quartier in einem Hotel gleich gegenüber der Eisarena aufgeschlagen. Ankert rückte anstelle von Mike Schmitz zu Martin Lefebvre. Schmitz verblieb als siebter Verteidiger zunächst auf der Bank und Patrick Seifert nahm zusammen mit dem dritten Torhüter Patrick Klein auf der Tribüne Platz. Gastgeber Bremerhaven musste auf drei Stammverteidiger verzichten und konnte nur vier Abwehrspieler aufbieten. Sportdirektor Matthias Roos meinte: „Das kann vielleicht ein kleiner Vorteil für uns sein, wenn wir Bremerhaven unter Druck setzen. Andererseits müssen wir aber schauen, dass wir nicht in Konter laufen und wir dürfen nicht zu häufig auf der Strafbank sitzen“.

Beide Mannschaften begannen die Partie sehr vorsichtig und waren zunächst auf Torsicherung bedacht. Krefeld hatte die bessere Spielanlage, aber Bremerhaven ging durch Chad Nehring in Führung. In der 15. Minute blieb Daniel Pietta nach einem Stockfoul von Bremerhavens Alex Friesen verletzt auf dem Eis liegen. Pietta rappelte sich noch mal auf, musste aber seinen Einsatz schon nach wenigen Sekunden abbrechen und verletzt in die Kabine geführt werden, wo er von Mannschaftsarzt Dr. Martin Wazinski, der eigens am Spieltag für dieses wichtige Spiel nach Bremerhaven gereist war, behandelt werden. Pietta kehrte zum zweiten Drittel noch mal kurz aufs Eis zurück, musste aber nach wenigen Sekunden passen und verfolgte das Spiel fortan neben der Spielerbank. Damit fehlte den Pinguinen in diesem wichtigen Spiel nicht nur ihr Topscorer, sondern auch die so erfolgreiche erste Sturmreihe war damit gesprengt. Ein Überzahlspiel nutzten die Pinguine durch Berglund nach Vorlage von Costello zum Ausgleich. 16 Sekunden vor der ersten Pause lagt der Puck aber wieder im Krefelder Tor. Nehring hatte aus dem Gewühl für die Gastgeber getroffen. Torhüter Proskuryakov sah dabei nicht gut aus. Folgerichtig wurde er ab dem zweiten Drittel von Dimitri Pätzold ersetzt. In der 26. Minute musste er hinter sich greifen, als Philip Riefers Bremerhavens Rylan Schwartz nicht entscheidend stören konnte und dieser auf 3:1 erhöhte. Greger Hanson verkürzte auf 2:3. Danach folgte ein Sturmlauf der Schwarz-Gelben, der aber nicht vom Erfolg gekrönt war. Die beste Ausgleichschance hatte Travis Ewanyk in der 39. Minute.

Im letzten Drittel bündelte Trainer Reid die Kräfte und stellte auf drei Reihen um. Neben dem verletzten Pietta blieben Philip Kuhnekath und Tim Miller sowie Verteidiger Riefers auf der Bank. Die Pinguine setzten ihren Sturmlauf fort, scheiterten aber immer wieder. Dann sorgte Nehring mit seinem dritten Treffer für die Entscheidung.