Krefeld Pinguine: Die Pinguine verbessern ihr Angebot an KöPa

Krefeld Pinguine : Die Pinguine verbessern ihr Angebot an KöPa

Im Streit um einen neuen Mietvertrag zwischen der KEV Pinguine Eishockey GmbH und der Seidenweberhaus GmbH als Betreiber des KöPa sind neue Fakten geschaffen worden.

Der DEL-Club hatte am Tag vor der spektakulären Vertragsverlängerung mit Daniel Pietta sein Angebot schriftlich erneuert, das unserer Zeitung vorliegt. Demnach wollen die Schwarz-Gelben statt der bisher 260.000 Euro in den nächsten vier Jahren 330.000 Euro pro Anno zahlen, und danach sogar 400.000 Euro.

Im Gegenzug können die Pinguine für ihre Heimspiele bis auf die Loge des Vermieters alle Logen vermarkten und die Bewirtung des VIP-Raums übernehmen. Mit dieser Lösung können jetzt wohl auch Teile der Politik leben. Das war zum Beispiel beim Neujahrs-Pressegespräch der SPD zu erfahren. "Kein Eishockey ist auch keine Lösung", sagte Parteichef Frank Meyer.

Auch die CDU befürwortet deutlich, dass die Pinguine als Veranstalter mehr von den Einnahmen profitieren müssten. Dafür hatte sich Ex-Fraktionschef Wilfrid Fabel bereits vor zwei Wochen im Gespräch mit unserer Zeitung stark gemacht. Eine große Unterstützung erhält die Fan-Organisation Pinguine Supporters, deren Petition zum Erhalt des DEL-Standortes Krefeld sich bereits in wenigen Tagen 3000 Bürger angeschlossen haben.

Die Verantwortlichen der Pinguine hoffen nun, dass die entscheidenden Gremien ihrem Kompromiss-Vorschlag zustimmen werden. Denn die Planungen für die neue Eiszeit müssen vorangetrieben werden. Spätestens am 15. Februar muss bei der Deutschen Eishockey-Liga der Lizenzantrag für die Spielzeit 2015/16 eingegangen sein und dafür eine Gebühr von 100.000 Euro hinterlegt werden.

Einige Sponsoren des Vereins äußerten vergangenen Freitag am Rande des Heimspiels gegen Hamburg gegenüber der RP bereits ihren Unmut über den Streit zwischen Mieter und Vermieter und vermissen schon länger entsprechende Informationen der Pinguine.

Durch die Vermarktung der Logen bietet sich dem Verein eine große Chance, mehr Sponsoren zu finden, mit denen lukrative Pakete geschnürt werden könnten. Dafür gibt es Beispiele in anderen DEL-Stadtorten. Iserlohn und Ingolstadt finanzieren damit zum Großteil ihren Personaletat.

(RP)