Krefeld verliert in Regensburg Heimstarke Eisbären lassen Pinguinen keine Chance

Regensburg · Die Krefelder unterliegen am Sonntag in Regensburg mit 0:3. Nur im zweiten Drittel können Pinguine mit dem Tabellenzweiten mithalten. Die Chance auf die direkte Play-off-Qualifikation besteht aber immer noch.

Jerome Flaake prüft hier den Regensburger Torwart Thomas McCollum. Kevin Niedenz (re.) lauert auf den Abpraller.

Jerome Flaake prüft hier den Regensburger Torwart Thomas McCollum. Kevin Niedenz (re.) lauert auf den Abpraller.

Foto: kev

Die lange Reise an die Donau lohnte sich für die Pinguine am Sonntag nicht. Sie unterlagen bei den Eisbären Regensburg mit 0:3. Das beste Heimteam der Liga war an diesem späten Nachmittag vor 4712 Zuschauern zu stark für die Krefelder, die nach dem kraftraubenden Heimspiel gegen den EV Landshut müde wirkten. Dagegen traten die Gastgeber frisch auf, stellten ihren Gegner besonders in der neutralen Zone bei ihren Abwehr- und Angriffs-Aktionen vor Probleme.

Die Pinguine hatten sich um 7.30 Uhr auf den Weg nach Regensburg gemacht. Wegen einer leichten Oberkörperverletzung blieb Stürmer Jon Matsumoto in Krefeld. Für ihn saß der Finne Alexander Ruuttu mit im Bus, der auch den Platz von Matsumoto in der Sturmreihe mit Josh MacDonald und Matt Marcinew einnahm. Ansonsten gab es gegenüber der Partie vom Freitag keine Änderungen. Auch Co-Trainer Herbert Hohenberger musste noch das Bett hüten. Wie bereits beim Heimspiel gegen Landshut wurde er von Sportdirektor Peter Draisaitl an der Bande vertreten.

Krefeld Pinguine: Die Topscorer der DEL2-Saison 2023/24
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Die Topscorer der Krefeld Pinguine

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Foto: Samla Fotoagentur/samla.de

Als der Teambus gegen 15 Uhr an der Donauarena vorfuhr, herrschte Kaiserwetter bei Temperaturen von 8 Grad. Bei den Gastgebern fehlte Topscorer Andrew Yogan, der geschont wurde. Für ihn rückte der wiedergenesene Richard Divis in die Sturmreihe zu Grirduckis und Trivino. Vom Auftaktbully weg war schnell zu sehen, warum die Regensburger auf Platz zwei stehen und zu Hause seit 13 Spielen ungeschlagen sind.

So spielte sich das Geschehen hauptsächlich vor dem Tor von Felix Bick ab, der aber gleich an seine gute Leistung von Freitag anknüpfte. Nur kurz vor der Pause war er nach einem sehr schönen Zuspiel von Schmid auf Gajovsky ohne Abwehrchance. Davor überzeugten er und seine Vorderleute in Unterzahl bei Strafen gegen Jerome Flaake (9.) und Christian Kretschmann (13.). Die Krefelder brachten es bis dahin auf fünf Torschüsse, die aber Torwart McCollum nicht groß in Gefahr brachten.

Zu Beginn des Mitteldrittels waren die Pinguine zum ersten Mal in Überzahl. Der Puck lief zwar gut durch da gegnerische Drittel, aber eine klare Torchance gab es nicht. Aber die Mannschaft kam danach deutlich besser ins Spiel, vor allem offensiv. In der 31. Minute stockte den wenigen KEV-Fans im Stadion der Atem, als sich Matt Marcinew nach einem Check von Weber gegen den Kopf auf dem Eis krümmte. Der Regensburger kam mit einer Zweiminuten-Strafe davon.

Krefeld Pinguine: Der Spielplan des KEV für die Eishockey-Saison 2023/24
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Spielplan und Ergebnisse der Krefeld Pinguine

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Foto: IMAGO/Eibner/IMAGO/Eibner-Pressefoto/Florian Wolf

Wieder lief der Puck vor dem Tor der Eisbären gut durch die Krefelder Reihen. Aber zum gefährlichen Abschluss kam es nicht. Es entwickelte sich ein ausgeglichenes Duell, in dem die Pinguine dem Ausgleich näher waren als die Gastgeber dem nächsten Treffer. Das zeigte auch die Schuss-Statistik mit 15:12 für die Gäste in diesem Drittel. Nur kurz vor der zweiten Pause verhinderte Bick gegen Slezak mit einer Glanzparade das 0:2.

Zu Beginn des letzten Drittels drückten beide Mannschaften weiter auf das Gaspedal. Krefeld wollte den Ausgleich und Regensburg das 2:0. Als Jerome Flaake in der 44. Minute auf die Strafbank musste, dauerte es nur 16 Sekunden bis der Puck im Tor von Bick einschlug. Jakob Weber hatte kurz hinter der blauen Linie abgezogen. Bick war gegen den Schlagschuss machtlos, weil Slezak ihm die Sicht versperrte.

In der 46. Minute scheiterte Flaake am Torwart der Gastgeber. Zu diesem Zeitpunkt hatte Poss bereits auf drei Reihen umgestellt. Sein Gegenüber Max Kaltenhauser setzte weiter auf vier Angriffsreihen. Nach einer Druckphase der Pinguine angelte sich Torjäger Trivino in der 52. Minute an der eigenen blauen Linie den Puck, lief alleine auf Bick zu und versenkte das Spielgerät unhaltbar im Krefelder Kasten. Nachdem Kuhnekath und Marcinew am Regensburger Torwart gescheitert waren, nahm Poss 167 Sekunden vor Spielende seine Auszeit und Bick zugunsten eines sechsten Feldspielers vom Eis. Ein Tor wollte den Schwarz-Gelben auch da nicht gelingen.

Zwei Spiele sind in der DEL2 noch zu gehen. Am kommenden Freitag gastieren die Pinguine bei den Selber Wölfen (19.30 Uhr), danach geht es in der letzten Partie der Hauptrunde im Heimspiel gegen die Ravensburg Towerstars (18.30 Uhr). In der Liga steht Krefeld auf Rang acht, punktgleich mit dem ESV Kaufbeuren auf dem ersten direkten Playoffs-Platz.

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