3:4 gegen Heilbronn Krefeld Pinguine leisten sich eine bittere Heimniederlage

Krefeld · Krefelds Trainer Boris Blank sieht bei Torjäger Dennis Miller ein großes Potenzial. Das kommt aber gegen die Heilbronner Falken bei dem Stürmer ebenso wenig zur Entfaltung wie bei den Pinguinen insgesamt, die mit 3:4 verlieren.

 Krefelds Stürmer Dennis Miller strahlt vor dem gegnerischen Tor ansonsten eigentlich immer Gefahr aus.

Krefelds Stürmer Dennis Miller strahlt vor dem gegnerischen Tor ansonsten eigentlich immer Gefahr aus.

Foto: BRAUER-Fotoagentur/Stefan Brauer

Die Krefeld Pinguine erlitten gegen Heilbronn durch eine 3:4 (0:1, 1:0, 2:3)-Heimniederlage einen herben Rückschlag im Kampf um einen Platz in den Top-Vier. In einer mäßigen Begegnung nahmen die Gäste nicht unverdient die drei Punkte mit. Sie waren in der Spielanlage etwas besser und hatten im Torabschluss auch das bessere Näschen. Torwart Bittner traf an der Niederlage keine Schuld. Im Angriff überzeugte nur die erste Reihe mit Marcel Müller, Alexander Weiss und Odeen Tufto, der mit dem Ausgleichtor zum 1:1 seinen ersten Treffer im Pinguine-Dress erzielte.

Zuvor hatten die Pinguine den Vertrag mit Stürmer Dennis Miller verlängert. Der 23-jährige Deutschrusse war im Sommer 2022 vom EC Bad Tölz nach Krefeld gewechselt und unterzeichnete jetzt einen neuen Zweijahresvertrag, der ihn bis 2025 an die Pinguine bindet. Nach der vor drei Wochen erfolgten Vertragsverlängerung mit Angreifer Mike Fischer ist Miller nun der zweite junge talentierte Spieler, den die Schwarz-Gelben mittelfristig binden.

Der 177 Zentimeter lange Stürmer, der in Tübingen geboren wurde, blickt bereits auf eine wechselvolle Karriere zurück. Die ersten Schritte auf dem Eis machte er in Heilbronn. Seine Schülerzeit verbrachte er im Nachwuchs der Adler Mannheim. Danach zog es ihm mit seiner Familie in die Heimat seiner Eltern nach St. Petersburg. Dort spielte er im Nachwuchs. Dann ging es für ihn in der Hockeyakademie in Salzburg weiter. Seine erste Station bei den Senioren war Spartak Moskau. 2019 wechselte er in die DEL zu den Augsburger Panthern, dann in die Oberliga Süd nach Memmingen.

Bei den Pinguinen spielt er jetzt nach Anlaufschwierigkeiten eine starke Saison. In 42 Partien erzielte er 15 Treffer und gab fünf Torvorlagen. So war es eigentlich eine logische Konsequenz, dass der Verein ihm jetzt einen neuen Vertrag anbot.

„Ich habe mit meinem Berater und mit meinen Eltern gesprochen und wir kamen recht schnell zu der Erkenntnis, dass ich mich hier sehr wohl fühle“, sagt der Angreifer, der auch in Überzahl Eiszeiten bekommt. „Ich denke Krefeld ist auch ein guter Standort, um mich zu verbessern. Unser Trainer Boris Blank hilft mir da sehr. Er ist kritisch und gibt mir gute Hinweise was ich noch verändern muss. Jetzt freue ich mich auf die Play-offs und die nächsten beiden Jahre hier.“

Blank freut sich darüber, dass er mit Miller weiterarbeiten kann: „Er ist ein junger Spieler mit einer Menge Verbesserungspotential. Ich traue ihm zu, dass er sein volles Potenzial bei uns erreichen kann. In dieser Saison hat er bereits gezeigt, dass er einen guten Torriecher und einen guten Schuss hat.“ Das sind auch Gründe, weshalb Blank den für einen Eishockeyspieler doch eher recht kleinen Angreifer in Überzahl mit aufs Eis schickt. „Wir wollen ihn jetzt zum Kernspieler entwickeln. Mein Ziel ist es, Dennis dabei zu helfen, ein DEL-Spieler zu werden. Vielleicht können wir diesen Schritt zusammen machen und ihn dann langfristig binden“, sagt sein Übungsleiter.

Miller kennt inzwischen die Unterschiede der verschiedenen Ligen und worauf es in ihnen besonders ankommt. „In der DEL geht alles etwas schneller und die Abwehrreihen sind stärker. Im Sturm ist der Unterschied zwischen beiden Ligen nicht so groß“, berichtet der Stürmer. Und auf die Frage nach seinem besten Kumpel im Team antwortet er: „Ich verstehe mich mit allen Jungs sehr gut. Mit Mike Fischer verbindet mich eine besondere Freundschaft, weil wir in Heilbronn gemeinsam die ersten Schritte auf dem Eis gemacht haben. Unsere Eltern sind auch befreundet.“