DEL: Krefeld Pinguine zu harmlos gegen Nürnberg Ice Tigers

Dritte Niederlage in Folge : Pinguine in Nürnberg zu harmlos

Die Krefelder boten am Mittwochabend im Spiel gegen die Ice Tigers eine insgesamt enttäuschende Leistung und unterlagen mit 2:4. Torwart Pätzlod verhinderte eine höhere Niederlage. Am Freitag steigt das Derby bei der DEG.

Nach zwei Niederlagen in Folge wollten die Pinguine am Mittwochabend beim Gastspiel in Nürnberg schnell wieder in die Erfolgsspur zurückkehren. Doch angesichts einer insgesamt enttäuschenden Vorstellung unterlagen sie gegen die Ice Tigers mit 2:4. In einem über weite Strecken zerfahrenen DEL-Spiel kassierten die Krefelder ihren ersten Gegentreffer der Saison in Überzahl und mussten zudem Sekunden vor Ende des ersten und zweiten Drittels jeweils einen psychologisch ungünstigen Gegentreffer hinnehmen. Allein Torwart Dimitri Pätzold war es, der sein Team lange im Spiel hielt. In der Schlussphase drehten die Schwarz-Gelben zwar nochmal auf, aber das kam viel zu spät. Bis dahin agierten sie insgesamt viel zu passiv. Mit dieser Leistung dürfte es schwer werden, am Freitagabend das Derby bei der Düsseldorfer EG zu gewinnen.

„Nürnberg ist ein Veteranen-Team mit vielen erfahrenen Spieler. Wir müssen mehr schießen als sonst und unser Power-Play muss noch besser werden, vor allem durch unsere zweite Formation. Tom-Eric-Bappert ist als siebter Verteidiger eingeplant und soll das Spiel einfach halten“, erklärte Trainer Brandon Reid vor dem Spiel im RP-Gespräch. Viel Applaus gab es schon vor dem ersten Bully, als Nürnbergs Torjäger Patrick Reimer für sein 900. DEL-Spiel geehrt wurde.

Die Pinguine kamen gut ins Spiel und setzten die Gastgeber unter Druck. Es dauerte bis zur sechsten Minute, ehe Cangelosi Torwart Dimitri Pätzold prüfte. Die große Chance zur Führung bekamen die Schwarz-Gelben in der 9. Minute in Überzahl. Doch nach einem Leichtsinnsfehler von Philip Riefers an der gegnerischen blauen Linie schloss Buck einen Konter zum 1:0 ab. Von diesem Schock erholten sich die Gäste nur schwer. Bis zur ersten Pause gab es nur noch eine Torchance durch Jeremy Welsh, der an Torwart Treutle scheiterte. Zuvor hatte Torwart Pätzold bei einer Strafe gegen Torsten Ankert gegen Reimer das 0:2 verhindert. Matchlos war er dann 49 Sekunden vor Drittelende, als ihm Schwartz bei einem Distanzschuss von Fischbuch die Sicht versperrte und der Puck im langen oberen Eck einschlug.

Auch im zweiten Drittel kamen die Krefelder gut ins Spiel. Diesmal belohnten sie sich mit einem Treffer. Ankert zog kurz hinter der blauen Linie ab. Der Puck wurde noch von Schulze abgefälscht und schlug unhaltbar ein (23.). Kurz darauf musste ein Nürnberger in die Kühlbox. Doch auch beim zweiten Überzahlspiel der Pinguine lief nichts zusammen. Dagegen hielten die Ice Tigers bei einer Strafe gegen Trivellato den Puck fast 90 Sekunden lang im Krefelder Drittel, ehe Pätzold einen Distanzschuss von Mebus entschärfte. Die Hausherren machten weiter Druck. Pätzold bekam alle Hände voll zu tun. In der letzten Sekunde vor der zweiten Pause musste er doch den dritten Treffer hinnehmen. Seine Vorderleute fanden bis dahin offensiv so gut wie nicht statt. Lediglich durch Grant Besse und Phillip Bruggisser ergaben sich Torchancen, scheiterten aber an Treutle.

Auch vor einem Jahr hatten die Pinguine in Nürnberg nach 40 Minuten mit 1:3 hinten gelegen und dann noch 4:3 gewonnen. Und beinahe wäre wieder der frühe Anschlusstreffer gelungen. Doch Welsh traf nur den Innenpfosten (46.). Trainer Reid baute seine Sturmreihen um. Das brachte zunächst nichts ein. Garrett Noonan leistete sich einen Querpass durch das eigene Drittel. Gilbert zog von der blauen Linie sofort ab und Bassen fälschte unhaltbar zum 4:1 ab. Doch dann zahlte sich aus, dass Vinny Saponari für Besse in die erste Reihe rückte, der auf 2:4 verkürzte. Sechs Minuten vor dem Ende musste Mebus auf die Strafbank. Doch erneut konnten die Pinguine die Überzahl nicht nutzen. Damit war die Sache gelaufen. Pietta tauchte in der 58. Minute zwar alleine vor Treutle auf, scheiterte aber am ehemaligen Krefelder Torwart.

„Wir haben gut begonnen und uns dann selber in den Fuß geschossen“, sagte Saponari nach dem Spiel.

Nürnberg Ice Tigers - Krefeld Pinguine 4:2 (2:0, 1:1, 1:1)

Tore: 1:0 Buck (10:05), 2:0 Fischbuch (19:18), 2:1 Ankert (22:59), 3:1 Schwartz (39:59), 4:1 Bassen (49:27), 4:2 Saponari (51:05).

Zuschauer: 3805

Strafminuten: Nürnberg 8 - Krefeld 4