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DEL: Krefeld Pinguine verlieren Heimauftakt gegen Iserlohn Roosters

2:3-Niederlage gegen Iserlohn : Pinguine verlieren DEL-Heimauftakt

Gegen die Iserlohn Roosters mussten sich die Krefelder in der Yayla-Arena mit 2:3 geschlagen geben. Ausschlaggebend für die Niederlage war die schwache Leistung im Mitteldrittel. Petrakov und Tyanulin trafen für die Gastgeber.

Weihnachtsgeschenke für die KEV-Fans verteilten die Pinguine in den vergangenen Jahren höchst selten. Auch in diesem Jahr liegen keine Punkte unter dem Christbaum. Im ersten Heimspiel der neuen DEL-Eiszeit mussten sich die Krefelder im kleinen Westderby den Iserlohn Roosters mit 2:3 geschlagen geben. Nur im ersten Drittel konnten die Schwarz-Gelben einigermaßen überzeugen. Danach erhöhten die Gäste vom Seilersee deutlich den Druck und gewannen am Ende verdient.

Es war schon ein trauriges Bild, als beide Mannschaften zum Warm-Up erschienen. Normalerweise sind die Ränge bei einem Heimspiel der Pinguine einen Tag vor Heiligabend sehr gut gefüllt. Daran erinnerten jetzt nur die 150 Papp-Porträts der KEV-Fans auf der SWK-Tribüne. Dort saß überraschend auch der Norweger Christian Bull als überzähliger Importspieler. Der lettische Coach „Mike“ Svarinskis hatte sich in der Abwehr für seinen Landsmann Kristofers Bindulis entschieden.

Im Sturm begnügte er sich mit 12 Stürmern, so dass Philipp Kuhnekath nicht zum Aufgebot gehörte. Neuzugang Filips Buncis hatte seine Trikotnummer 23 gegen die 14 getauscht. Wahrscheinlich hatten die Verantwortlichen gemerkt, dass Herberts Vasiljevs bis 2017 die 23 trug, der nach 12 Jahren in Folge bei den Pinguinen und davon 10 als Kapitän seine Karriere beendete und sein Trikot einen Platz unterm Hallendach verdient hat.

Bei den Gästen standen die beiden Ex-Pinguine Philip Riefers und Torsten Ankert in der Abwehr auf dem Eis. Letzterer sogar als Kapitän. Er bekam gleich viel zu tun, weil die Pinguine sofort das Heft in die Hand nahmen und nach fünf Minuten in Überzahl waren. Und siehe da, der erste Saison- Treffer mit einem Mann mehr auf dem Eis war fällig. Arthur Tyanulin hatte sich ins gegnerische Drittel getankt. Er blieb zwar an zwei Roosters hängen, doch Ivan Petrakov angelte sich den Puck und zog sofort ab. Vom Innenpfosten prallte die Scheibe in die Maschen.

Nach dem Spiel in Wolfsburg hatte der Coach die Fehler im eigenen Drittel angesprochen. Doch genau so ein Fehler führte zum Ausgleich. Erst Lessio und dann Petrakov bekamen den Puck an der eigenen Blauen Linie nicht unter Kontrolle. Aubin bediente Withney, der alleine vor Sergei Belov stand und dem Torwart keine Abwehrchance ließ (11.). Sekunden vor der Pause zog Bailey freistehend über den Kasten.

Die Roosters wollten zu Beginn des Mitteldrittels sofort nachlegen. Belov fischte nach wenigen Sekunden einen Schuss von Raedeke aus der Luft. Die Pinguine kamen überhaupt nicht in Fahrt. Zum Glück überstanden sie Strafen gegen Blank (23.) und Tyanulin (29.). Bis zu ersten gefährlichen Torschuss durch Tyanulin dauerte es bis zur 32. Minute. Mehr war bis zur zweiten Pause nicht drin. Die Gäste blieben das bessere Team und zogen auf 3:1 davon. Bei einem Distanzschuss von Riefers war Belov die Sicht versperrt. Und bei einem sehr schön heraus gespielten Treffer von Grenier war Belov ohne Abwehrchance.

Zu Beginn des Schlussdrittels ergab sich für die Gastgeber für 77 Sekunden bei einer doppelten Überzahl die große Chance zum Anschlusstreffer. Doch bis auf einen Schuss von Brett Olson, den Torwart Jenike parierte, sprang dabei nichts heraus. Doch die Mannschaft konnte sich offensiv wieder besser in Szene setzen als im zweiten Drittel und erzielten durch Tyanulin ihren zweiten Treffer, der nach einem Schuss von Martin Schymainski abstaubte (45.).

Nachdem sich die Pinguine auch bei ihrer dritten Unterzahl schadlos halten konnten, drängten sie auf den Ausgleich. Lessio scheiterte an Torwart Jenike (54.). Im Gegenzug verhinderte Belov gegen Raedeke die Vorentscheidung. 160 Sekunden vor dem Ende nahm Trainer Svarinski seine Auszeit und 65 Sekunden vor dem Ende Torwart Belov vom Eis. Zusätzlich musste ein Iserlohner auf die Strafbank. Doch der Ausgleich gelang nicht mehr.