DEL: Krefeld Pinguine verlieren gegen Eisbären Berlin

0:2-Heimniederlage gegen Eisbären Berlin : Torwart Östlund hält Pinguine lange im Spiel

Verhindern konnte der schwedische Torwart der Pinguine die 0:2-Niederlage im Heimspiel gegen die Eisbären Berlin aber nicht. Vor 4993 Zuschauern waren die Gäste von der Spree das bessere Team. Sonntag ist der KEV in Iserlohn zu Gast.

Im ersten Spiel nach der Länderspielpause gab es für die KEV-Fans nur einen Grund zum Feiern. Das ist die Rettung der Pinguine. Der ersehnte Heimsieg über die Eisbären Berlin als Krönung der positiven Entscheidung für die Zukunft blieb aus. Phasenweise war zwar nicht zu erkennen, wer Platz vier und Platz elf der Liga belegt, doch die Gäste von der Spree verdienten sich am Ende den 2:0-Sieg aufgrund ihrer Zweikampfstärke und aggressiveren Spielweise. Bester Akteur der Schwarz-Gelben war Torwart Oskar Östlund, der seine Mannschaft mit einer starken Leistung lange im Spiel hielt. Am Sonntag geht es für die Krefelder zum kleinen Westderby nach Iserlohn.

Im ersten Spiel nach Tag X stand zunächst die Rettung des DEL-Standortes im Mittelpunkt. Stadionsprecher Kristian Peters-Lach musste länger als sonst warten, ehe die Freuden-Gesänge der KEV-Fans auf der Nordtribüne verstummten. Auf der anderen Seite freuten sich auch die Berliner Fans, die ein Banner mit der Aufschrift „Krefeld+DEL=Ein Muss mit Tradition“ ausrollten. Dann wurde es kurz traurig, weil an den kürzlich gestorbenen und bundesweit bekannten KEV-Fan Jörg-Steffen Schumann genannt „Platti“ gedacht wurde.

Auf dem Eis ging es gleich munter los. Nach zehn Minuten standen 9:8-Schüsse für Krefeld zu Buche. Dabei hatte Garrett Noonan zweimal den Pfosten getroffen. Die Pinguine konnten bis dahin zwei Überzahlspiele nicht nutzen, die Eisbären deren eins. Als drei Pinguine den Puck nicht aus der Gefahrenzone bekamen, war Streu zur Stelle und ließ Torwart Oskar Östlund aus kurzer Position keine Abwehrchance. Der Vater des Torschützen gab einst beim Grefrather EC sein Deutschland-Debüt. Für die Pinguine ergab sich bis zur Pause noch eine gute Torchance. Aber Chad Costello scheiterte an Torwart Pogge (19.).

Auch im Mitteldrittel nahm das Match gleich Fahrt auf. Sheppard traf nach wenigen Sekunden den Pfosten, im Gegenzug zielte Vinny Saponari über den Berliner Kasten. Der Deutsch-Amerikaner war dann bei der nächsten Überzahl im Slot zur Stelle, doch der Puck trudelte am langen Pfosten vorbei. Mittlerweile hatte sich das Torschuss-Verhältnis zu Gunsten der Eisbären gedreht. Aber Torwart Östlund war auch in seinem dritten Spiel für Krefeld glänzend postiert. Erst als die vierte Reihe der Gäste den vierten Block der Krefelder einschnürte, musste sich der Schwede geschlagen geben (34.). Als Sekunden vor der zweiten Pause drei Berliner auf Verteidiger Mike Schmitz zuliefen, lenkte Östlund einen Schuss von Ortega gegen die Latte.

Kurz nach Wiederbeginn hätte Kai Hospelt sein Comeback mit dem Anschlusstreffer krönen können. Doch er scheiterte trotz einer sehr guten Einschussmöglichkeit an Torwart Pogge. Die Pinguine überstanden zwar ihre zweite Unterzahl, fanden dann allerdings keine zwingenden Mittel, die Eisbären entscheidend unter Druck zu setzen. Auch nicht, als sie in der 54. Minute zum vierten Mal in Überzahl waren. Durch die aggressive Defensive wurden sie immer wieder zu Stockfehlern gezwungen. Alleine Torwart Östlund war es zu verdanken, dass die Gäste nicht endgültig den Sack zumachen konnten. Auch als Östlund 45 Sekunden vor dem Ende sein Tor verließ, brannte vor dem Berliner Tor nichts mehr an. Der Schwede wurde hinterher von den KEV-Fans für seinen starken Auftritt gefeiert.