1. Sport
  2. Eishockey
  3. Pinguine

DEL: Krefeld Pinguine knöpfen Straubing Ice Tigers einen Punkt ab

Trainerentlassung zeigte Wirkung : Pinguine knöpfen Straubing einen Punkt ab

Die Krefelder zeigten sich am Sonntag im Heimspiel gegen Straubing nach der Trainerentlassung stark verbessert und unterlagen erst im Penaltyschießen mit 3:4. Rick Adduono hat seine Hilfe angeboten.

In Spiel eins nach der Entlassung von Trainer Brandon Reid boten die Pinguine im Heimspiel gegen die Straubing Tigers eine engagierte und ansprechende Leistung. Am Ende reichte es gegen die favorisierten Gäste aus Niederbayern beim 3:4 nach Penaltyschießen zwar nur zu einem Punkt, der aber für das Auswärtsspiel am Dienstag bei den Eisbären Berlin hoffen lässt. Auch dann wird Pierre Beaulieu an der Bande stehen. Als Nachfolger von Reid ist Niklas Sundblad Kandidat Nummer eins. Aus Kanada hat sich Ex-Coach Rick Adduono gemeldet, der bereit ist, bis zum Saisonende zu helfen. Dieses Angebot schätzen die Pinguine zwar sehr, wollen es aber nicht annehmen.

Die Fan-Szene der Nordtribüne wollte ein allerletztes Zeichen vor der dem am Montag anstehenden Notartermin zum Erhalt der Krefeld Pinguine setzen. „Wir werden deshalb auf jegliche Fahnen und eine Unterstützung unserer Mannschaft verzichten. Wir bitten Euch, an diesem sehr radikalen Schritt teilzunehmen“, hieß es auf einem Flugblatt, das im Umlauf verteilt wurde. In seiner Begrüßung stimmte Kristian Peters-Lach in emotionaler Form die Fans noch vor dem ersten Bully um und überzeugte die treuesten Fans davon, dass es nicht hilft, keinen Support zu leisten.

35 Sekunden waren gespielt, als Chad Costello Grant Besse mustergültig bediente und dieser Straubings Back-up-Goalie Sebastian Vogl mit einem Schuss ins kurze untere Eck ziemlich alt aussehen ließ. Den Banner „Wer sind die Totengräber des Krefelder Eishockeys?“, rollten die Fans dann auch wieder ein.

An der Bande schwang wie erwartet der bisherige Co-Trainer Pierre Beaulieu das Zepter. Er hatte Costello für den verletzten Vinny Saponari in die erste Sturmreihe beförderte. Jacob Lagace war nach überstandener Verletzung ins Team zurückgekehrt und spielte im zweiten Sturm mit Philipp Kuhnekath und Jeremy Welsh. Publikumsliebling Martin Schymainski ging mit Justin Hodgmann und Laurin Braun aufs Eis. Der vierte Sturm blieb gegen über dem Spiel gegen Bremerhaven unverändert.

Nach der frühen Führung blieben die Pinguine zunächst am Drücker. Die Gäste aus Bayern zeigten sich beeindruckt vom forschen Auftritt der Gastgeber und griffen auch das eine oder andere Mal zu unsauberen Mitteln. Die erste Überzahl (8.) konnten die Pinguine aber nicht nutzen. Danach kam Straubing besser ins Spiel. Jussi Rynnäs konnte aber sein Tor sauber halten. In der Schlussphase des ersten Abschnitts verpassten dann Costello, Besse und Cundari das verdiente 2:0. Die beste Gelegenheit hatte Lagace nach feinem Zuspiel von Kuhnekath Sekunden vor der ersten Pausensirene. Er scheiterte an Torwart Vogl. Hellwach kam Straubing zum 2. Drittel aus der Kabine und drehte binnen knapp drei Minuten die Partie zur 2:1-Führung. Die Pinguine waren aber nur kurz irritiert und glichen nach schwerem Fehler des ehemaligen Krefelders Benedikt Schopper durch Pietta zum 2:2 aus (30.). Eine umstrittene Strafzeit gegen Phillip Bruggisser überstanden die Hausherren schadlos. In der 37. Minute gingen die Gäste abermals in Führung. Balisy beförderte den Puck über die Schulter von Rynnäs ins Tor.

Im Gegensatz zum Spiel gegen Bremerhaven war den Pinguinen im letzten Drittel anzumerken, dass sie das Blatt noch mal wenden wollten. Die beste Gelegenheit dazu bot sich in der 42. Minute, als gleich zwei Straubinger auf die Sünderbank mussten. Trotz bester Chancen für Noonan, Pietta und Besse fiel der Ausgleich aber nicht, weil Torwart Vogl bestens postiert war oder sich die Straubinger in die Schüsse warfen. Die Pinguine gaben aber nie auf und wurden ganz spät belohnt. 64 Sekunden vor Ablauf der regulären Spielzeit traf Costello mit einem schönen Rückhandschuss zum 3:3. Rynnäs hatte da bereits seinen Arbeitsplatz verlassen. In der Verlängerung hatte Costello die beste Chance den Zusatzpunkt in Krefeld zu behalten. Er scheiterte aber frei vor Torwart Vogl. Im Penaltyschießen traf nur Welsh für die Pinguine. Für Straubing trafen Turnbull und Balisy. So ging der Zusatzpunkt nach Bayern.