1. Sport
  2. Eishockey
  3. Pinguine

DEL: Krefeld Pinguine bleiben weiter ohne Punkt

2:6-Niederlage : Pinguine bleiben weiter ohne Punkt

Auch im 17. DEL-Spiel in Folge gegen die Fischtown Pinguins mussten sich die Krefelder am Donnerstagabend in Bremerhaven geschlagen geben, diesmal mit 2:6. Valitov wurde mit einer Kieferfraktur ins Krankenhaus gebracht.

Sieben Niederlagen auf einen Streich stehen für die Pinguine in der neuen DEL-Saison nun schon zu Buche. Mit 2:6 mussten sich die Krefelder am Donnerstagabend bei den Fischtown Pinguins geschlagen geben und sind damit in der Liga nun schon 17 Mal in Folge gegen ihre Artgenossen von der Nordsee als Verlierer vom Eis gegangen. Nach zehn sehr guten Minuten und einer 1:0-Führung bestand Hoffnung, dass die Schwarz-Gelben ihre schwarze Serie gegen Bremerhaven endlich beenden und die ersten Punkte der Saison einfahren können. Doch mit einem Fehler in Überzahl leitete Lucas Lessio die Wende zu Gunsten der Hausherren ein. Danach hatten die Gastgeber relativ leichtes Spiel. Die Pinguine hatten am Ende zwar häufiger aufs gegnerische Tor gezielt, doch die Qualität der Schüsse reichte nicht aus, den sicheren Torwart Pöpperle in Gefahr zu bringen.

Bereits um 16 Uhr waren die Pinguine in Bremerhaven eingetroffen. Von der Nordsee wehte ihnen ein eisiger Wind ins Gesicht, so dass sie schnell in die Eishalle eilten. Leon Niederberger war nicht dabei, er hatte sich am Morgen krank abgemeldet. Auch Alex Blank fehlte wie bereits vermutet, weil er in der Schule eine Klausur schreiben musste. Dafür bekam der am Samstag aussortierte Nikita Shatsky wieder eine Chance. So musste der Chefcoach drei seiner vier Sturmreihen umbauen. Obwohl Christian Bull wieder einsatzfähig ist, verzichtete „Mike“ Svarinskis auf den Norweger als siebten Verteidiger.

Den Pinguinen war gleich vom ersten Bully an anzumerken, dass sie endlich mal wieder gegen ihre Artgenossen gewinnen wollten. Sie bestimmten in der Anfangsphase das Geschehen und gingen durch den ersten Saisontreffer von Lucas Lessio in Führung (6.). Doch vier Minuten später sorgte Lessio für negative Schlagzeilen. In Überzahl ließ er sich in der neutralen Zone von Uher den Puck abluchsen. Andersen lief alleine auf Torwart Sergei Belov zu und sorgte eiskalt für den Ausgleich. Das Momentum sprang auf die Seite der Hausherren. Verteidiger Fortunus kam frei zum Schuss und brachte sein Team erstmals in Führung (13.). Bis zur zweiten Pause überstanden die Pinguine eine Strafzeit gegen Ivan Petrakov, konnten dann aber auch selber ihre zweite Überzahl nicht nutzen.

Auch im zweiten Drittel kamen die Pinguine gut ins Spiel. Doch als Kristofs Bindulis eine Strafe kassierte, zog Bremerhaven auf 3:1 davon. Ein Distanzschuss von Diez wurde unhaltbar abgefälscht. Zudem war Belov die Sicht versperrt. Und als Trainer Popiesch seinen slowenischen Paradesturm gegen das Trio Klöpper/Postel/Kuhnekath aufs Eis schickte, erhöhte Jeglic mit einem Rückhandschlenzer aus spitzen Winkel auf 4:1 (29.). Aber auch Krefelds erste Reihe konnte Jeglic und Co nicht stoppen, als Verlic nicht energisch von Brett Olson gestörte wurde und zum 5:1 traf (34.). Für Belov war dann Schicht, für ihn kam Marvin Cüpper ins Tor.

Kurz vor Ende des zweiten Drittels bot sich für die Pinguine die Chance, noch einmal Anschluss zu finden. Als Moore auf der Strafbank saß und Jeglic nach einem rüden Bandencheck gegen Martins Karsums vorzeitig unter die Dusche musste. Für 85 Sekunden waren sie mit zwei Mann mehr auf dem Eis. Ein Schuss von Olson war für Torwart Pöpperle eine sichere Beute. Auch für den Rest der fünf Minuten gegen Jeglic ergab sich keine klare Einschussmöglichkeit.

Die nächste große Chance zur Ergebniskorrektur ergab sich für Patrick Klöpper, doch Pöpperle war zur Stelle (43.). Als Olson auf die Strafbank musste (46.), wurde Daniil Valitov von einem Schlagschuss Urbans übel im Gesicht getroffen, musste in die Kabine und später mit Verdacht auf Kieferbruch ins Krankenhaus gebracht werden, wo er auch über Nacht bleiben musste. Torwarttrainer Igor Gross blieb zur Unterstützung des russischen Verteidigers, der kaum Deutsch oder Englisch spricht, an der Nordsee. Er hatte aber Probleme, ehe er ein Hotel fand.Die Pinguine überstanden die Unterzahl. Danach plätscherte das Match dem Ende entgegen. Erst als Urbas mal wieder eine gute Schussgelegenheit bekam und durch die Beine von Verteidiger Constantin Braun in die Maschen traf, gab es den nächsten Höhepunkt (53.). Für den Schlusspunkt sorgte Petrakov mit dem zweiten Treffer für Krefeld (60.).