DEL 2018/2019: Krefeld Pinguine verlieren gegen starke Eisbären Berlein

Eishockey in der DEL: Krefeld Pinguine verlieren gegen starke Eisbären

In ihrem sechsten Saison-Heimspiel blieben die Schwarz-Gelben am Freitagabend gegen Berlin zum ersten Mal in dieser Saison auf eigenem Eis ohne Punkt und unterlagen mit 1:3.

Trotz einer sehr guten Leistung mussten sich die Krefeld Pinguine im Heimspiel gegen die Eisbären Berlin im König-Palast vor 4629 Zuschauern geschlagen geben. Durch einige umstrittene Schiedsrichterentscheidungen wurden die Hausherren über weite Strecken der Begegnung aus dem Rhytmus gebracht. Durch eine starke Leistung in Unterzahl und mit einem sehr guten Torwart Patrick Klein im Rücken hielten sie das Match lange offfen.

Auch wenn mit den Eisbären ein attraktiver Gegner zu Gast war, wurde nichts aus dem ersten großen Zahltag für die Pinguine. Aber es blieb wenigstens bei den von Sportdirektor Mattias Roos erwarteten „4000 + X“. Zu den angekündigten Veränderungen im Angriff überraschte Trainer Brandon Reid zusätzlich mit einem Torwartwechsel. Patrick Klein stand von Beginn an im Tor. Als siebter Verteidiger kehrte Joel Keussen ins Aufgebot zurück. Die Gäste von der Spree mussten auf fünf Stammkräfte verzichten. Im vierten Sturm liefen zwei Förderlizenzspieler auf.

Das Match begann für die Pinguine nach Maß. Nach vier Minuten musste der Berliner Kettemer auf die Strafbank. Nur 11 Sekunden dauerte es, da sorgte Torjäger Jakob Berglund für die Führung. Danach hatten die Krefelder reichlich Gelegenheit, die Führung in Überzahl auszubauen, zweimal sogar mit zwei Mann mehr auf dem Eis. Doch der neue Eisbären-Torwart Poulin bestätigte seine Klasse, die ihn schon in der NHL und zuletzt auch bei den Olympischen Spielen ausgezeichnet hatte. Krefeld Neuzugang Torsten Ankert führte sich gleich mit einem Faustkampf gegen Sheppard ein (14.), musste aber den Kürzeren ziehen. Zwei Minuten später nutzten die Eisbären ihre erste Torchance zum Ausgleich und blieben anschließend optisch überlegen. Es dauerte bis zur 18. Minute, ehe Garrett Noonan die nächste Torchance für Krefeld hatte, aber Torwart Poulin reagierte erneut glänzend. Bis zur ersten Pause mussten die Hausherren gegen das drittbeste Powerplay der Liga eine doppelte Unterzahl überstehen.

Die restlichen 48 Sekunden nahmen die Berliner mit ins zweite Drittel. Die Krefelder hielten sich schadlos, gerieten aber kurz darauf erneut in Unterzahl. Dabei verhinderte Torwart Klein gegen MacQueen mit einer Glanztat einen Rückstand. Machtlos war er aber wenig später bei einem harten Schuss unter die Querlatte von Ranford (31.). Bis zur Pause war das Match zerfahren und war geprägt durch weitere Strafen gegen Krefeld. Die KEV-Fans haderten mit den Schiedsrichter-Entscheidungen. Jubeln konnte sie in der 36. Minute, aber der Treffer von Kirill Kabanov wurde nach langem Videobeweis wegen hohen Stocks nicht anerkannt.

Zu Beginn des Schlussdrittels drängten die Eisbären auf die Vorentscheidung. Dabei vergab der Ex-Krefelder Noebels eine Großchance zum 3:1 (43.). Dann rettete Torwart Klein in Unterzahl gegen Ranfort in höchster Not. Die Pinguine befreiten sich von dem Druck und kamen durch James Bettauer, Philipp Kuhnekath und Tim Miller zu Einschussmöglichkeiten. Doch wieder war Torwart Poulin glänzend postiert. Zehn Minuten vor dem Ende kochte die Krefelder Volksseele endgültig. Erneut zogen sich die Schiedsrichter den Zorn der Fans zu, als erst gegen Hanson eine Strafe und dann auch noch gegen Noonan angezeigt wurde und die Eisbären bei doppelter Überzahl auf 3:1 erhöhten. Die Pinguine starteten eine Aufholjagd, konnten aber eine Überzahl nicht zum Anschlusstreffer nutzen. Auch als Torwart Klein 141 Sekunden vor dem Ende seinen Arbeitsplatz vorzeitig verließ, brachten die starken Eisbären den Sieg über die Zeit. Trotzdem feierten die KEV-Fans ihre Mannschaft nach Spielende wie einen Sieger, die sich bis zum Schluss mit viel Einsatzwillen und Kampfkraft gegen die Niederlage gestemmt hatte.

„Im ersten Drittel haben wir es versäumt, unsere 5:3-Überzahl zu nutzen. Im zweiten Drittel hat Berlin nicht viel zugelassen. Im Schlussdrittel haben meine Spieler Charakter gezeigt und Torwart Patrick Klein uns mit tollen Saves im Spiel gehalten. Insgesamt war es für die Zuschauer ein interessantes Spiel, aus dem wir weiter lernen werden“, sagte Krefelds Trainer Brandon Reidnach dem Spiel.

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