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DEL 20/21: Krefeld Pinguine unterliegen EHC Red Bull München mit 2:9

2:9-Niederlage : Die Pinguine gehen an der Isar baden

Die Krefelder mussten sich am Montagabend beim EHC München mit 2:9 geschlagen geben. Nur im zweiten Drittel konnten die Gäste vom Niederrhein einigermaßen mithalten. Die Treffer der Gäste erzielten Lessio und Tyanulin.

Das Wunder von München blieb aus! Im 21. Gastspiel beim EHC München kassierten die Pinguine am späten Montagabend mit 2:9 ihre 19. Niederlage, die gleichzeitig die höchste der Saison bedeutete. Der letzte Krefelder Sieg in der alten Olympia-Eishalle am Oberwiesenfeld liegt nun schon zweieinhalb Jahre zurück. Die Entscheidung fiel bereits im ersten Drittel, als die Roten Bullen nach 13 Minuten schon mit 4:0 führten. Die Schwarz-Gelben konnten danach nur im zweiten Drittel einigermaßen mithalten, aber das lag hauptsächlich daran, dass München einen Gang zurückschaltete. Im Schlussdrittel ergaben sich die Gäste dann wehrlos. Hoffentlich konnten die Spieler auf der langen Rückfahrt an den Niederrhein einigermaßen gut schlafen. Denn bereits am Mittwoch steht das Heimspiel gegen Ingolstadt auf dem Programm. Und weitere 25 Stunden später kommt München zum Rückspiel nach Krefeld.

„Wir wollen München so viel ärgern wie es geht“, sagte Constantin Braun vor dem ersten Bully. Dagegen hatte besonders Patrick Hager was, der sein 750. DEL-Spiel mit einem Sieg gegen seinen Ex-Club krönen wollte. Vier Jahre hatte er sich bei den Pinguinen zu einem der besten deutschen Center entwickelt. Mit dem Ärgern war es schnell vorbei. Nach drei Minuten schlug es zum ersten Mal hinter Torwart Belov ein, weil Maxi Gläßl den Torschützen Schütz nicht stoppen konnte. Sekunden später verhinderte Belov bei einer angezeigten Strafe gegen Leon Niederberger das 0:2 durch Gogulla. Weil München früh die erste Strafzeit des Spiels kassierte, bot sich den Pinguinen schnell die Chance zum Ausgleich. Doch bis auf einen Fernschuss von Mirko Sacher sprang dabei nichts heraus.

Die Roten Bullen nahmen die Pinguine dann so richtig auf die Hörner. Innerhalb von drei Minuten erhöhten sie auf 4:0. Dabei wurden die Hausherren ihrem Ruf als Slot-Maschine gerecht. Denn alle Treffer fielen in der Krefelder Slotzone.

Kurz vor Ende der ersten Drittels gab es dann doch noch Lebenszeichen der Gäste. Lucas Lessio setzte sich schön gegen Verteidiger Abeltshauser durch und spielte Torwart Reich mit seinem zehnten Saisontreffer aus (17.). Kurz darauf verhinderte Reich, der in der Jugend zwei Jahre für den KEV gegen Laurin Braun den zweiten Krefelder Treffer.

Nach dem Motto, aufgeben gilt nicht, kehrten die Pinguine sichtlich motiviert aufs Eis zurück und versuchten, irgendwie mitspielen zu können. Allerdings wechselten die Hausherren nach ihrem intensiven und schnellen Match gegen die Haie ein wenig in den Regenerations-Modus. Lessio verfehlte kurz nach Wiederbeginn knapp das Tor. Das Match plätscherte etwas vor sich hin. Trainer Clark Donatelli setzte weiter auf 12 Stürmer und sieben Verteidiger. So feierte Daniil Valtitov nach seinem Kieferbruch aus dem Spiel am 14. Januar in Bremerhaven sein Comeback. Nach 35 Minuten konnte Patrick Klöpper bei einem Konter seine Schnelligkeit ausnutzen, zielte aber über das Tor. Kurz vor der zweiten Pause vergaben Filips Buncis und Ivan Petrakov den zweiten Krefelder Treffer. So konnten die Pinguine die Schussbilanz des Mitteldrittels mit 9:6 für sich entscheiden.

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Auch den ersten Torschuss des Schlussdrittels verbuchten die Pinguine. Doch Constantin Braun zielte genau auf Torwart Reich (41.). Sekunden später musste Petrakov auf die Strafbank. Der alte NHL-Haudegen Roy erhöhte mit einem Schuss über Belovs Fanghand ins kurze Eck auf 5:1. Und dann kam auch noch Pech dazu, als Bindulis bei einer Abwehraktion gegen Seidenberg den Puck letztendlich ins Tor lenkte. Damit war es auch um die letzte Motivation der Pinguine geschehen. Ohne Gegenwehr konnte Prow seinen Treffer zum 7:1 erzielen.

Für einen der seltenen Höhepunkt aus Krefelder Sicht sorgte Artur Tyanulin mit seinem sehr schön erzielten Treffer zum 7:2. Doch nur 23 Sekunden später stellte Seidenberg den alten Abstand wieder her. Ebbett beendete dann mit dem neunten Treffer der Roten Bullen den Krefelder Badetag an der Isar.