Krefeld Pinguine: Das Lazarett der Pinguine lichtet sich

Krefeld Pinguine : Das Lazarett der Pinguine lichtet sich

Eishockey: Gestern kehrten vier Spieler aufs Eis zurück. Ausfallzeiten von Robar und Methot stehen noch nicht fest.

Als sich Rick Adduono gestern früh von der Kabine im König-Palast auf den Weg zum Training in der Rheinlandhalle machte, war er viel besser gelaunt als angesichts der angespannten personellen Situation zu erwarten war. Denn mit Adam Courchaine, Kevin Clark, Nick St. Pierre und Kyle Sonnenburg waren gleich vier Akteure aus dem großen Lazarett der Pinguine erschienen. Mit der Rückkehr von Herberts Vasiljevs (Leistenprobleme) wird diese Woche noch gerechnet. Josh Meyers (Muskelfaserriss) wird vielleicht in den Tagen vor dem Saisoneröffnungsspiel am 1. September gegen Malmö erste Gehversuche auf dem Eis unternehmen. Nur die Rückkehr von Francois Methot und Mitja Robar ist derzeit noch völlig ungewiss. Beim Verteidiger wird eine Bandverletzung im lädierten Knie befürchtet. Beim kanadischen Stürmer lautet die erste Diagnose Nackenwirbel-Verletzung. Beide müssen zur MRT-Untersuchung in die "Röhre".

Knapp zwei Wochen befinden sich die Pinguine in der Vorbereitungsphase. Wichtige Erkenntnisse, welche Reihen am besten funktionieren, konnten die Trainer kaum sammeln. Unzufrieden sind sie dennoch nicht. "Gegen Graz haben alle an einen Strang gezogen und sehr gut dagegen gehalten. Gegen Landshut haben wir das erste Drittel verschlafen. Danach haben wir das Spiel klar dominiert und bei 70 Schüssen aufs Tor eigentlich als Sieger das Eis verlassen müssen", sagte Co-Trainer Reemt Pyka. Auch Kapitän Vasiljevs, der gegen Graz von der Tribüne aus zusehen musste, würdigte hinterher die Einstellung seiner Mannschaftskameraden: "Das war sehr schwer für die Jungs, mit dem kleinen Kader zu spielen. Aber das ist eben Trainingslager. Ich denke, die Mannschaft hat einen großen Willen gezeigt und gut gekämpft. Es sind jetzt noch vier Wochen bis zum Start. Da haben wir noch etwas Zeit aber auch noch viel Arbeit."

An der Einschätzung, dass die Pinguine in Bestbesetzung wieder eine schlagkräftige Mannschaft stellen werden, änderte sich bisher nichts. Die Neuzugänge Istvan Sofron, Nick St. Pierre und David Fischer konnten bereits bestätigen, dass sie die Mannschaft verstärken werden. Rückkehrer Oliver Mebus wirkte anfangs noch etwas schwerfällig, machte dann in den Testspielen große Schritte nach vorne.

Am kommenden Wochenende stehen für die Pinguine beim "Internationalen "Ice-Hockey-Cup" im niederländischen Dordrecht in der Nähe von Rotterdam zwei weitere Testspiele auf dem Programm. Am Samstag treffen sie dort um 17 Uhr auf den Schweizer Erstligisten Servette Genf. Anschließend kreuzen die Kölner Haie und der englische Meister Nottingham Panthers die Schläger. Am Sonntag treffen dann die jeweiligen Sieger und Verlierer des Vortages aufeinander.

(RP)