Krefeld Pinguine: Das Endspiel um Platz zehn

Krefeld Pinguine: Das Endspiel um Platz zehn

Morgen kann im Auswärtsspiel der Krefeld Pinguine bei den Kölner Haien im Kampf um die Play-off-Plätze bereits eine kleine Vorentscheidung fallen. Die bisherigen drei Saisonduelle gewann der Rivale aus der Domstadt.

Eishockey Auch wenn am Dienstag in Frankfurt die kleine Siegesserie der Pinguine zu Ende ging und sie es verpassten, erstmals in dieser Saison viermal in Folge zu punkten, liegen sie im Kampf um einen Pre-Play-off-Platz weiter gut im Rennen. Allerdings dürfen die Schwarz-Gelben in den verbleibenden fünf Begegnungen nicht mehr viele Federn lassen. Besonders nicht morgen in Köln, wo es gegen einen direkten Mitkonkurenten geht.

Am Ende fehlte Glück

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Ziemlich niedergeschlagen verließen die Krefelder nach dem 1:2 bei den Lions die Eissporthalle am Ratsweg. Letztendlich ging die 29. Niederlage im 60. DEL-Duell gegen die Hessen aber in Ordnung. Die Hausherren gaben zu erkennen, warum die trotz ihrer sieben Verletzten immer noch ein Kandidat für einen Top-Vier-Platz sind. Sie waren handlungsschneller und auch technisch im Vorteil. Daher eroberten sie sich häufiger den Puck und strahlten deutlich mehr Torgefahr aus. Nur Scott Langkow, der insgesamt 48 Schüsse auf sein Tor bekam, sorgte dafür, dass sein Team bis zum Schluss die Möglichkeit besaß, wenigstens noch die Verlängerung zu erreichen. Doch mit der ganzen Routine ihrer Leistungsträger ließen die Lions nichts mehr anbrennen. Auch, weil den Pinguinen in der Schlussphase das Quäntchen Glück fehlte.

Schwerer als die Niederlage wiegt die Sperre von Daniel Pietta, für den das Spiel in der 51.Minute nach einem Kniecheck gegen Osterloh vorzeitig zu Ende war. Der Center haderte hinterher mit dem Strafmaß von Schiedsrichter Schimm. Diese Meinung wollten die Lions nicht teilen. Schließlich sei Osterloh verletzt. Der Frankfurter Spieler saß bis zum Schluss auf der Bank und schaute zu. Ob er tatsächlich verletzt ist, wird die nächste Begegnung der Lions zeigen. Gestern hieß es am Main, er können wohl am Freitag in Berlin auflaufen. Dagegen muss Pietta morgen beim "Endspiel" in Köln zuschauen. Noch nie seit dem dramatischen Play-off-Finale gegen die Haie vor sieben Jahren kam diesem rheinischen Eishockey-Schlager eine so große Bedeutung bei wie morgen. Die Haie müssen fast schon gewinnen. Ansonsten dürften sie bei jetzt einem Punkt Vorsprung gegenüber Krefeld, aber einem Spiel mehr als die Pinguine und dem schlechteren Torverhältnis, aus dem Rennen sein. Diese Ausgangslage wird die Fans in beiden Lagern bis in die Haarspitzen hinein elektrisieren. Die von der Insolvenz bedrohten Kölner können sich auf eine klingelnde Kasse freuen. Dazu werden sicher viele KEV-Fans beitragen, die bei solch brisanten Derbys traditionell in die Domstadt reisen. In den bisherigen drei Saisonduellen hatten die Pinguine jeweils das Nachsehen. Bei der Penalty-Niederlage in Krefeld blieb wenigstens ein Zähler im König-Palast. Morgen muss ein "Dreier" her, ansonsten beginnt wieder das große Zittern.

(RP)