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Krefeld Pinguine: Daniel Pietta bleibt bis 2025 ein Pinguin

Krefeld Pinguine : Daniel Pietta bleibt bis 2025 ein Pinguin

Eishockey: Der Nationalspieler sorgte gestern für eine Sensation und will mit seiner Entscheidung den Standort Krefeld stärken.

Es war gestern Abend im Heimspiel gegen Hamburg eigentlich wie immer, wenn die Pinguine nach dem ersten Drittel in die Kabine gehen. Pressesprecher Andre Schicks schnappte sich einen Spieler und interviewte ihn zum Geschehen auf dem Eis. Diesmal Daniel Pietta. Der Center der ersten Sturmreihe sorgte zum Abschluss des Gesprächs für einen wahren Jubelsturm auf den Rängen. "Ich habe meinen Vertrag verlängert", rief er den Zuschauern zu. Damit nicht genug. Nach Spielende erschien er noch einmal am Mikro und verkündete, dass er "für immer Krefelder" bleiben wird. Er unterschrieb für zehn Jahre. "Wir wollen den Mietvertrag", schallte es von den Rängen.

Erstmals in der Geschichte der Deutschen Eishockey-Liga hat sich ein Spieler so lange an einen Verein gebunden. Das ist für das Krefelder Eishockey die wohl sensationellste Nachricht seit der Rückkehr von Christian Ehrhoff während es "Lockouts" in der NHL. "Die Pinguine sind das Team meines Herzens. Ich habe immer für Krefeld gespielt und möchte hier auch meine Karriere beenden. Ich habe großes Vertrauen in die Verantwortlichen, dass sie nicht nur den Fortbestand des Teams in der DEL sicherstellen, sondern auch für gute Mannschaften sorgen, mit denen ich etwas erreichen kann", sagte der aktuelle Topscorer des Teams.

Trotz zahlreicher bestens dotierter Angebote aus der halben Liga entschied sich der gerade 28 Jahre alt gewordene Linksschütze zum langfristigen Verbleib in seiner Geburtsstadt, obwohl das Damoklesschwert eines noch fehlenden Mietvertrages mit der Halle den Fortbestand des Teams bedroht. Der Stürmer möchte mit seiner Unterschrift nicht nur seine Verbundenheit und Liebe zum Team, den Fans und den Sponsoren dokumentieren, sondern auch den festen Glauben daran, dass in der Seidenstadt auch im kommenden Jahrzehnt auf DEL-Niveau gespielt wird.

Hocherfreut über diese Entscheidung sind neben den Fans natürlich die Verantwortlichen. "Es ist fantastisch, dass es uns gelungen ist, einen der besten deutschen Spieler unserer Zeit bis an sein Karriereende in Krefeld zu halten. Daniel wird auch für das kommende Jahrzehnt die zentrale Figur der Krefelder Mannschaften sein", erklärte der sportliche Berater Rüdiger Noack. Der Aufsichtsratsvorsitzende Wolfgang Schulz, der sich bereits vor drei Wochen mit Daniel Pietta geeinigt hatte, ist begeistert: "Ich habe ihm geraten, zu wechseln, wenn es ihm nur ums Geld geht. Das wollte er nicht. Daniel ist das Gesicht der Pinguine seit vielen Jahren. Er ist nicht nur sportlich der vielleicht beste Spieler der Mannschaft, sondern auch die perfekte Identifikationsfigur für die Pinguine, was ihn für uns unglaublich wertvoll macht. Um ihn und Martin Schymainski, die mit Krefeld schon in der Jugend gemeinsam Titel gewonnen haben, wollen wir eine Mannschaft aufbauen, die vielleicht irgendwann noch einmal um die Meisterschaft mitspielen kann."

(RP)