Im Wintergame der DEL 2019 spielen die Haie und die DEG im Kölner Stadion

Spektakel in Köln: Nur das Wetter beim Wintergame nervt

Am Samstag tritt die DEG im Kölner Stadion gegen die heimischen Haie an. Vor dem Wintergame der DEL vor 50.000 Zuschauern drückt nur das Wetter die Stimmung.

Niki Mondt hat gerade noch mit Köln telefoniert. Der Sportliche Leiter der Düsseldorfer EG und sein Pendant bei den Kölner Haien, Mark Mahon, stehen in regelmäßigem Kontakt – schließlich treten beide Teams am Samstag (16.30 Uhr) beim „Winter Game“, dem alle zwei Jahre stattfindenden Freiluft-Spektakel der Deutschen Eishockey Liga (DEL), im Kölner Fußballstadion gegeneinander an. „Mark ist völlig entspannt, was das Wetter angeht“, sagt Mondt. „Ein kleines bisschen wundert mich das schon.“ Denn der Wetterbericht für Köln-Müngersdorf verheißt für Samstag wenig Gutes: Keinen Winter, dafür aber leichten Dauerregen.

Haie-Geschäftsführer Philipp Walter ist jedoch vorsichtig positiv. „Stand jetzt ist das Spiel nicht gefährdet“, sagt er. „Um das in Zahlen auszudrücken: Alleine die Eismaschinen tragen pro Spiel rund drei Liter Wasser pro Quadratmeter auf die Eisfläche auf. Regnen soll es laut Prognose während des Spiels maximal einen Liter pro Quadratmeter – das sollte das Eis also verkraften können. Es wird vielleicht durch den Regen und den Wind etwas ungemütlicher, aber das gehört bei einem Freiluft-Spiel halt dazu.“

Und so soll das vierte Stadion-Spiel der DEL-Geschichte wie geplant über die Bühne gehen: 85.000 Meter Rohre wurden seit dem 27. Dezember auf dem Rasen des 1. FC Köln verlegt, damit 180.000 Liter Wasser zu einer Eisfläche werden. Transparente Banden sollen dafür sorgen, dass alle Zuschauer eine gute Sicht auf das Geschehen haben. „Weil das Stadion sehr steil ist, dürfte die Sicht für alle Zuschauer hervorragend sein“, betont Walter. Der ist am stolzesten darauf, dass „nach über einem Jahr der Planung jetzt auch im Stadion wirklich greifbar wird, was wir da machen. Je mehr der Umbau voranschreitet, um so größer ist die Vorfreude.“

Das beweist auch der Ticketverkauf: 50.000 Zuschauer werden erwartet, die Kölner Band „Brings“ bestreitet das Rahmenprogramm, dazu gibt es ein Legenden-Spiel mit prominenten Ex-Spielern beider Klubs.

Und auch die aktuellen Teams sind heiß auf die Revanche – vor vier Jahren bestritten die Haie und die DEG bereits ein Winter Game. Damals in der Düsseldorfer Arena, das Heimteam siegte 3:2. Damals gab es Sturmwarnungen – und das Dach wurde zugemacht. Diese Option entfällt in Köln. „Aber genau das macht ja eigentlich den Reiz aus“, betont Mondt, der 2015 noch für die siegreichen Düsseldorfer auf dem Eis stand. „Das Großartige ist ja eben das Spielen unter freiem Himmel, von daher finde ich gut, dass es kein Dach gibt.“ Solange es nicht zu sehr regnet, dürften ihm da sicherlich alle recht geben.

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