Eishockey-WM 2017: Große Sorgenfalten bei Deutschland

WM-Aus für Rieder, Sperre für Hager: Deutsche Hoffnungen auf gute WM erheblich getrübt

Deutschland verliert gegen Russland – die Highlights

Mit großen Sorgen geht Deutschlands Eishockey-Nationalteam in die entscheidenden Vorrundenspiele bei der Heim-WM. Für NHL-Stürmer Rieder ist das Turnier wie schon 2016 vorzeitig beendet. Gegen die Slowakei ist zudem Torjäger Hager gesperrt.

Das erneute WM-Aus für NHL-Torjäger Tobias Rieder dämpft die deutschen Hoffnungen auf ein weiteres glanzvolles Heim-Turnier erheblich. Ohne ihren besten Stürmer im Kader geht die Auswahl des Deutschen Eishockey-Bundes (DEB) in die entscheidende Vorrundenphase der Weltmeisterschaft in Köln und Paris. Der 24 Jahre alte Rieder riss sich beim 3:6 gegen Russland am Montag im dritten Vorrundenspiel die Syndesmose im rechten Fuß.

"Das ist sehr, sehr bitter für uns. Er ist unser absoluter Leader", sagte Bundestrainer Marco Sturm am Dienstag im ZDF-"Morgenmagazin". Bereits im vergangenen Jahr war die WM in Russland nach einem Teileinriss des Innenbandes im linken Knie für den Angreifer aus Arizona vorzeitig beendet. Da auch der zweifache WM-Torschütze Patrick Hager am Mittwoch im wichtigen Spiel gegen die Slowakei (20.15 Uhr/Sport 1) gesperrt ist, hat die DEB-Auswahl vor den restlichen Vorrundenspielen erhebliche Personalsorgen. "Es wird jetzt umso schwerer, die anderen Nationen zu schlagen", sagte Sturm.

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In den noch ausstehenden Vorrundenpartien gegen den Ex-Weltmeister Slowakei, Dänemark (12. Mai), Italien (13. Mai) und Lettland (16. Mai) muss Deutschland Punkte sammeln, um erneut das Viertelfinale zu erreichen. "Wir müssen wieder zurück zu unserem Spiel finden und intern einige Fehler ansprechen", sagte Sturm vor dem Training am Dienstag. Offen ist noch, ob Sturm nach den Ausfällen den Kader mit einem weiteren Angreifer auffüllt. Noch hat die DEB-Auswahl zwei Plätze im WM-Aufgebot für Feldspieler frei. Mannheims David Wolf ist beim Team in Köln, aber noch nicht gemeldet, da Sturm eigentlich auf Unterstützung aus Nordamerika wartet.

In der Nacht auf Donnerstag scheiden in den NHL-Play-off-Spielen zwischen Korbinian Holzers Anaheim Ducks und Leon Draisaitls Edmonton Oilers sowie Philipp Grubauers Washington Capitals und Tom Kühnhackls Pittsburgh Penguins zwei deutsche Nationalspieler aus. Das Duo könnte dann allerdings wahrscheinlich erst im letzten deutschen Vorrundenspiel gegen Lettland für das Nationalteam auflaufen.

(dpa)