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Eishockey: Deutschland Cup wohl auch 2021 noch in Krefeld

Eishockey : Deutschland Cup wohl auch 2021 noch in Krefeld

Nach dem Auslaufen des Austragungsvertrages soll der Deutschland Cup auch im kommenden Jahr noch einmal in Krefeld stattfinden. Grund dafür sind die besonderen Umstände der Corona-Krise in diesem Jahr.

„Es ist das letzte Vertragsjahr, aber wir sind sehr zufrieden mit Krefeld. Für dieses Corona-Turnier kann ja auch niemand etwas“, sagte der Präsident des Deutschen Eishockey-Bundes, Franz Reindl, im Interview der Deutschen Presse-Agentur. „Von daher ist es als Art Entgegenkommen absolut erste Option, nächstes Jahr wieder nach Krefeld zu gehen. Dann macht man andere Dinge eben ein Jahr später.“

Das traditionsreiche Vier-Nationen-Turnier findet in diesem Jahr zum dritten und laut Vertrag eigentlich vorerst letzten Mal in Krefeld statt. Wegen der Coronakrise sind diesmal jedoch keine Zuschauer zugelassen. Zudem hatten einige Nationen ihre Teilnahme abgesagt. Notgedrungen nimmt neben dem deutschen und dem lettischen Nationalteam diesmal auch das deutsche Olympia-Perspektivteam teil. Erstmals seit 33 Jahren gibt es damit nur drei Teilnehmer.

„Die Zuschauereinnahmen fallen komplett weg. Das sind etwa 300 000 Euro, die fehlen“, sagte Reindl. Doch „präsent zu sein, den Eishockeysport zu zeigen“, ginge vor. „Natürlich haben wir einen finanziellen Schaden. Aber das biegen wir schon irgendwie hin.“

Der DEB hielt an der Austragung auch fest, als ein positiver Coronatest von Bundestrainer Toni Söderholm publik wurde. Der 42 Jahre alte Finne kann in Krefeld nicht mit dabei sein und wartet nun bereits seit über einem Jahr auf ein Länderspiel. „Toni tut mir echt leid, seine große Enttäuschung ist absolut verständlich“, sagte Reindl. „Natürlich sollte der Bundestrainer vor Ort sein, aber die Pandemie stellt uns immer wieder vor unerwartete Hindernisse, deshalb werden wir auch noch die Herausforderung bewältigen.“

(dpa/old)