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Positive Proben in der 2. Liga: Doping-Skandal im deutschen Eishockey

Positive Proben in der 2. Liga : Doping-Skandal im deutschen Eishockey

Berlin (RPO). Das deutsche Eishockey kommt nicht aus den negativen Schlagzeilen heraus. Jetzt wurden bei zwei Profis aus der 2. Liga positive Dopingkontrollen genommen. Zuletzt hatte erst der "Fall Busch" für viel Verwirrung gesorgt.

Der Deutsche Eishockey-Bund (DEB), bekommt sein Doping-Problem somit nicht in den Griff. Zwei Tage nach dem umstrittenen Urteil gegen Nationalspieler Florian Busch wegen einer verweigerten Dopingkontrolle wurden am Freitag zwei positive Doping-Fälle in der 2. Liga bekannt, die der Debatte über den Stopp von Fördergeldern neue Nahrung gaben.

"Das ist mehr als bedauerlich. Der Sache muss ohne Wenn und Aber nachgegangen werden. Wir werden alles tun, damit das entsprechend sanktioniert wird", sagte Uwe Harnos, Präsident des DEB, der eine entsprechende Meldung der "Süddeutschen Zeitung" bestätigte. Im Rahmen der Zweitliga-Partie zwischen dem SC Bietigheim und dem EHC München am 26. Oktober 2008 waren die A-Proben zweier Spieler positiv. Namen wollte Harnos nicht nennen.

In einem Fall könne das positive Ergebnis allerdings auch durch "eine körperliche Grundvoraussetzung bedingt sein", wie Harnos meinte. Der erhöhte Wert wäre dann biologisch und nicht durch die Einnahme einer verbotenen Substanz zu erklären.

"Für uns ist es wichtig, dass alles eingehalten wird, was der NADA-Code vorgibt", sagte Harnos. Die für die 2. Liga zuständige Eishockeyspielbetriebsgesellschaft (ESBG) hat das Regelwerk der NADA noch nicht in ihren Statuten verankert, will aber darüber demnächst Gespräche führen.

(SID)