Deutschland Cup: DEB-Team winkt nach Sieg gegen Russland der Turniersieg

Deutschland Cup : Nach Paukenschlag winkt DEB-Team der Turniersieg

Beim 30. Deutschland-Cup trifft die DEB-Auswahl am Samstag (13 Uhr) in der Yayla Arena im Prestige-Duell auf die Schweiz. Nach dem Sieg gegen Russland scheint nun alles möglich.

Daniel Pietta war nach dem Sieg der Eishockey-Nationalmannschaft gegen Russland in der Mixed-Zone ein gefragter Mann. Mit dem Stürmer der Pinguine und dem aktuell vereinslosen Felix Schütz trugen die beiden Oldies (32) des Teams mit ihren Treffern zum überraschenden 4:3-Sieg über die B-Auswahl der „Sbornaja“ bei. Mit diesem Paukenschlag war nicht zu rechnen gewesen, da die DEB-Auswahl bei der zweiten Krefelder Auflage des Deutschland Cups mit einer unerfahrenen und sehr jungen Mannschaft antritt. Mit diesem Erfolg im Rücken gehen Pietta und Co am heutigen Samstag (13 Uhr) gestärkt in das Prestige-Duell gegen die Schweiz, die in ihrem ersten Spiel die Slowakei mit 5:2 bezwang. Beide Teams können mit ihrem zweiten Erfolg einen wichtigen Schritt in Richtung Turniersieg machen. Seit 2015 würde der Sieger-Pokal mal wieder im eigenen Land bleiben.

„Wir haben insgesamt ein gutes Spiel gezeigt. Im ersten Drittel mussten wir erst noch reinkommen. Ab dem zweiten Drittel haben wir uns defensiv verbessert und waren dann auch tonangebend.. Im letzten Drittel haben wir alles reingeworfen. Du kannst aber so ein Spiel auch verlieren. Wir müssen jetzt gut regenerieren und trainieren. Wir wollen natürlich die anderen beiden Spiele auch gewinnen. Dafür müssen wir aber sicher noch eine Schippe drauflegen und uns steigern“, sagte Pietta nach dem Spiel. Dass er nach langer Zeit mal wieder im Trikot mit dem Adler auf der Brust traf, freute ihn besonders: „ Wenn man ein Tor schießt, ist das immer schön. Hier im Stadion war das schon etwas Besonderes, gerade auch deshalb, weil ich im Nationaltrikot lange nicht mehr getroffen habe. Viel wichtiger ist aber, das wir das Spiel gewonnen haben.“

Seine internationale Karriere soll nach dem Deutschland Cup nicht zu Ende sein: „Ich bin jetzt dabei, weil ich auch zur WM will.“ Bei Toni Söderholm sammelte er durchaus Pluspunkte. „Einige sind vielleicht erst in der Zukunft bei einer WM, einige sind schon jetzt interessant. Wenn sie sich weiter so präsentieren, dann wird der Kampf um die WM-Plätze größer“, sagte der Bundestrainer nach seiner erfolgreichen Premiere bei diesem Vierländer-Turnier.“ Pietta ist angetan von dem Finnen: „Er ist ein ganz lockerer und kommunikativer Typ.“

Das spiegelte sich am Donnerstag auch auf dem Eis der Yayla Arena wider. „Sich nicht verstecken und an den Sieg glauben“, lautet das Credo des Bundestrainers. Nachdem sich besonders die jungen Spieler seiner Mannschaft an das Tempo gewöhnt hatten, boten die Deutschen eine couragierte Vorstellung und machten gute Werbung für die Spiele gegen die Schweiz und die Slowakei. „Es war eine gute Leistung von allen Spielern. Wir haben zehn Minuten gebraucht, um uns an das Tempo zu gewönnen. Danach sind wir sehr gut ins Spiel gekommen. Die ersten 15 Minuten im zweiten Drittel waren wir richtig gut, danach haben wir etwas den Faden verloren. Es war für alle ein toller Abend. Das Ergebnis ist Teil eines Prozesses, den wir bis zur WM durchziehen müssen. Wir können auch verlieren und gut spielen.

Ich schaue in der Vorbereitung nicht nur auf die Ergebnisse. Meine Spieler brauchen den Willen und die Leidenschaft sich zu entwickeln. Wir müssen weiterhin hungrig bleiben“, erklärte der Bundestrainer.

Hochbetrieb herrschte am Freitagnachmittag auf dem Eis der Rheinlandhalle, wo im Rahmen des Deutschland Cups der Kids Day des Krefelder EV stattfand. Die Kinder konnten das neu ins Leben gerufene „Urmel-Abzeichen“ des DEB erwerben und mussten dafür einen bestimmten Parcours absolvieren. Das Maskottchen der Verbandes (hinten im Bild) wurde von seinem Pinguine-Kollegen Kevin unterstützt. Foto: schoofs

Hungrig auf internationale Einsätze ist auch Marcel Noebels, der sich im Sommer kaum eine Pause gönnte. „Am Schluss haben wir verdient gewonnen. Aufgeregt bin ich immer noch, wenn ich nach Krefeld zurückkehre und hier im Stadion, wo meine Profikarriere begann, spiele. Es waren viele Freunde und Familienmitglieder im Stadion“, sagte der gebürtige St. Töniser aus der Talentschmiede des KEV, der in diesem Monat (29.11.) mit den Eisbären Berlin erneut in seiner Heimat zu Gast ist.

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